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Unsere Geschichte

Schworbs “Wirbel” sub “unter” Monte “Berg” Gortz “Göritze” – Wirbel am Berg unterhalb der Göritze – kurz: Schwürbitz. Weltweit gibt es diesen Namen nicht ein zweites Mal. Diese Herleitung des Namens unserer Ortschaft ist nie offiziell bestätigt worden, ähnlich der Anekdote der “Mühle am Main”, die angeblich die Ursache für die Gründung von Schwürbitz sein soll. Jedoch berichten Historiker, dass es diese Mühle schon allein deshalb nicht gegeben hat, weil sie auf der nördlichen Seite des Mains stehen hätte müssen. Dies wäre extrem unpraktisch gewesen, weil die Herren aus dem Kloster Langheim, die Ware (z. Bsp. Korn/Weizen) zum mahlen, erst einmal über den Main “rüber” und gemalen wieder “nüber” hätten transportieren müssen. Dennoch, seit alter Zeit, hat sich etwas entwickelt und heute sind wir hier.

Liebe Besucher unserer Homepage. Im Ernst: Wir erstellen hier einen “Zeitstrahl” von 1057, unserer ersten urkundlichen Erwähnung, bis heute und bis zum Jahr 2032. Dann nämlich, wird Schwürbitz als ältester, kulturellster, dem Main verbundenster Ort im Gemeindegebiet das 975-jährige Jubiläum feiern. Wir laden ab sofort, vor allem die heute junge Generation, ein, sich dafür zu interessieren und in den nächsten Jahren mit zu machen, damit unser schönes Schwürbitz am Main auch in Zukunft lebens- und liebenswert bleibt! “In Treue fest!”

S.A.M. Februar 2026

  • Alles
  • Ortsgeschichte allgemein
  • 1000-1500
  • 1501-1700
  • 1701-1800
  • 14.02.1057
       

    14.02.1057 - Schwürbitz wird als “Swürbez” erstmals urkundlich erwähnt.

    Bischof Adalbero verfügte “vier Malter Weizen de Swürbez” dem Domkapitel zu schicken. Dies hat er testamentarisch verfügt. Bischof Alalbero war von 1053 bis zu seinem Tod am 14. Februar 1057 Bischof des jungen Bamberg. Der Ursprung des Ortsnamens ist gesichert slawisch. Die Slaven siedelten im 7. Jahrhundert und in einer 2. Welle um das 11. Jahrhundert.

  • 1143
       

    1143 - Ein Tausch ist der nächste Beleg

    Domprost Eberhard stiftete dem Domkapitel den Ort Diepersdorf, östlich von Nürnberg
    Dieses Gut tauschte das Domkapitel alsbald gegen Besitz in Schwürbitz

  • 1180
       

    1180 - Das Jahr 1180! Die Recherchen unseres Heimatforschers Schrepfer reichten nur bis dahin.

    Im Jahre 1180 gab Bischof Otto II. dem Kloster Langheim einen Platz am Fuße des Berges Gorz zur Errichtung einer Mühle mit dem dazugehörigen Hofraum. Auf dem Platz “sub monte Gorz” sollte eine Mühle errichtet werden. Heimatforscher Heinrich Schrepfer erachtete den Beleg dieser Schenkung an Langheim in den 1960er und 70er Jahren als ersten Beleg der Existenz von Schwürbitz. Daraufhin wurde 1980 die 800-Jahr-Feier abgehalten. Erst nach dem Fest “825 Jahre Schwürbitz am Main” im Jahr 2005 brachte die Forschung von Heimatpfleger Prof. Dr. Dr. Gunter Dippold einen noch früheren Gründungsbeleg zu Tage.

    Heinrich Schrepfer ging also fest davon aus,dass diese Mühle stand (ungefährer Standort heutiges Anwesen Rainer Wich – Michelauer Straße 13). Damals floß der Main noch breiter an Schwürbitz vorbei. Schrepfer schrieb dazu poetisch: “Nach Bau der Mühle und dem Antrieb des Mühlrades eilte das Wasser davon und durfte nach getaner Arbeit wieder frei und ungehindert davon eilen.  Swürbi, Swürbs nannten unsere Ahnen solch ein Sturzwasser.”

    Professor Dippold meint hierzu: … dass es sich bei dem Grundstück für die Mühle um Schwemmland “bei Swuerbs” handelte, um das Langheim 1390 (nachweislich) einen Rechtsstreit mit einem Marktzeulner führte! Die Swürbi sind in jedem Fall die Wirbel im abfliessenden Wasser!

    Aufgrund dieses Datums feierten wir im Jahre 1980 das große 800-Jahre-Jubiläum, im Jahr 2005, das große 825-jährige Ortsfest.

  • 1360
       

    1360 - Um 1360 wusste man schon etwas mehr

    Im Besitzverzeichnis des Domkapitels heißt es über die Oblei Schwürbitz, sie bestehe aus: 14 “feoda rusticalia” – 14 Anwesen, die zu Walburgis, Michaelis, Weihnachten, Pfingsten je 28 Käse, zu Fastnacht 14 Hühner und an Ostern 350 Eier “Zins und Gült”, also Steuern abzugeben hatten.

  • 1500
       

    1500 - Kurz vor 1500 …

    ist gewiss, dass sich Swürbs zum Dorf entwickelt hat. 78 Steuerpflichtige zählte es.
    Es vollzog sich der Wandel des Wortes Gorz in Goritz. Swürbs in Schwirwitz.

  • 1555
       

    1555 - 1555 – Luthers Einfluß wird spürbar.

    Reformation und die damit verbundenen Schwierigkeiten tobten – hauptsächlich in Graitz. Doch auch damals schon hat sich in Schwürbitz ausgewirkt, was in der Urpfarrei vor sich ging.

  • 1570
       

    1570 - 1570 – Ein erstes Kataster entsteht.

    Erste vollständige Übersicht über Grund (stücke). Bischof (9), Domkapitel (21), Domherr Albert Schenk von Limpurg (20), Jacob von Redwitz aus Schmölz (12), Martin Wolf von Redwitz Wildenroth (8),  Wilhelm von Redwitz Theisenorth (5) Paul von Schaumburg Strössendorf (5) und die Kirchenstiftung Hl.-Grab-Kapelle Lettenreuth noch 2 zinspflichtige Anwesen. Insgesamt also 82, die sich auf 8 Herren und Ganerben / Miteigentümer verteilten

  • Um
      1570

    Um 1570 - Um 1570…

    Grundherrliche Befugnisse liegen in der Befugniss vom Kastenamt Lichtenfels. Hohe Gerichtsbarkeit ging über Marktgraitz, was vom Vogt Burgkunstadt verwaltet wurde. Weitere hohe Person war der Forstmeister von Lichtenfels. Selten bestand Einigkeit. Normal war: Wer die meisten Grundherrschaften hatte, hatte die Ordnungsfunktion der Dorfgemeinschaft, sorgte für Ruhe und Ordnung und dies besonders auf öffentlichen Straßen und Plätzen

    Anders in Schwürbitz:  Hier gab es mehrere gleichgewichtige Machtblöcke und keiner wollte nachgeben.
    Und das sollte 300 Jahre lang so bleiben: “Im Dorff Schwirbitz gebe es sieberlei Herrschaft”, die Folge seien: “beschwerliche Irrung und Unnachparschafft”. Tötungsdelikte oder Raub regelte der Bamberger Bischof. Auf gemeindlichen Gebiet fühlte sich niemand zuständig und hätte einer der Herren eingegriffen, hätten die anderen protestiert. Häufig kam es zu schweren Schlägereien und wenn in den umliegenden Dörfern zwei Streithähne aneinander gerieten, gingen die nach Schwürbitz. Hier prügelte man ungestraft.

    Auf die hier beschriebenen “sieberlei Herrschaft” beziehen sich die 7 Speichen im Schwürbitzer Wappen. Die Flößerhaken sind ein Hinweis darauf, dass Schwürbitz mit beginnender Flößerei aufblühte. Auch wird im Wappen die große Beteutung der Kreuzung sehr wichtiger wirtschaftlicher Wege in unserem Obermaingebiet aufgenommen.

  • 1571
       

    1571 - 1571 – Man möchte sich einigen.

    Diese unhaltbaren Zustände zu verbessern, ist in der Chronik zu lesen: Die Dorfherren nehmen Verhandlungen auf. Die Lettenreuther Kirchenstiftung wurde nicht gefragt.

  • 1588
       

    1588 - 1588 – die erste Dorfordnung entsteht.

    Die erste Dorfordnung entstand. Diese Jahreszahl ist auch heute noch am “Staana Haus” zu lesen. Dies war auch das Ganherrenhaus. Arthur Lindner erzählte mir, Stefan Motschenbacher, einmal, dass er mir ein Buch geben würde, welches Aufzeichnungen über die Ganherren beinhalte. Ob es mit dem Haus weitervererbt wurde? Das “steinerne Haus” wurde gegenüber dem armseligen Gemeindehäuschen errichtet, womit erwiesen wäre, dass Schwürbitz – an der Stelle des im Jahr 1725 errichteten Rathauses schon an selber Stelle einen (gemeindlichen) Vorläufer gab.
    Heinrich Schrepfer schreibt dazu: Fast sicher, dass der Steinmetz, der dieses Haus zustande brachte, auch den Dorfbrunnen anzulegen begann.

  • 1600
       

    1600 - Um 1600 erfahren wir vom Dorfbrunnen.

    Eine Gemeindeverordnung erwähnt den Dorfbrunnen. Sowie den Steg über den Main und die Dorflinde.
    Der Main war Ausgangspunkt. Es wurde vor 1600 die erste Dorflinde gepflanzt, die bis ins 20. Jahrhundert
    gestanden war. Und es entstand ein Brauhaus noch lange bevor die einzigartige Quelle unweit des Ufers, welche
    bis heute unversieglich sprudelt, in Stein gefasst war. Das Brauhaus war auch die erste Wirtschaft
    und lag zwischen Main und Quelle (heutiges Anwesen Fischer, Lichtenfelser Weg), wo auch die Linde stand.

  • 1600
       

    1600 - Anfang 1600 ist ein erster Namen überliefert – Kilian Schauer!

    Notar Kilian Schauer, der als überzeugter Anhänger der neuen Lehre zu Beginn des 17. Jahrhunderts den Widerstand gegen die landesherrliche Religionspolitik organisierte. Er war Motor dieses Widerstands, ein Schwürbitzer: Kilian Schauer. Als Sohn des evangelischen Pfarrers von Niederfüllbach geboren, war er durch die zweite Ehe seiner Mutter als Kind nach Schwürbitz gekommen…

    Mehr über diesen Mann gibt es auf unserer Homepage unter Leute:

    Kilian Schauer * … + 1613 – Unsere kleine Welt: Schwürbitz am Main

  • 1716
       

    1716 - 1716 – die zweite Dorfordnung wird eingeführt.

    Eine zweite, verbesserte Dorfordnung entstand. Darin ist erstmalig von Schwirbitz die Rede. Vorh. Schwirwitz Weidegrund ist weiterhin rar. Weshalb man vorschrieb, dass kein Einwohner mehr als zwey Hausbetzen haben sollte. Jedes Jahr soll ein Ganerbe “das praesidium der Gemeinde” haben. Zuziehende durften nichts vom Wagen laden, bevor sie nicht bezahlt hätten. Ausgewiesene durften nicht zurück kommen.

    Diese zweite Dorfordnung beschreibt einleitend: “zweyerley Glaubensgenossen. Diese sollten für ihre Kinder einen Lehrer aufstellen, der sie im Glauben, in Pietät, Christenthum, Lesen, Schreiben und Rechnen wohl informieret.” Das heißt gleichzeitig, dass unsere 2025 jäh beendete Schulkultur und -geschichte über 300 Jahre alt war.

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