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Oswald Bauer, * 02.05.1952

Vor kurzem feierte Oswald Bauer aus Schwürbitz im Kreise seiner Familie, mit Freunden und Vereinen seinen 70. Geburtstag. Der Jubilar wurde 1952 in der Höringgasse als vierter Sohn der Eheleute Johann und Maria Bauer geboren. Mit seinen insgesamt 6 Geschwistern kam „im unteren Dorf“ keine Langeweile auf. Er hatte es als Kind nicht weit, um in den Schwürbitzer Kindergarten und in die Schule zu gelangen. Auch die „Abenteuerspielplätze“ Main, Nonnenbach, Göritze und Löhlein waren für ihn schnell zu erreichen. Gerne erinnert er sich an die Zeiten in den vielen Viehställen, die es in seiner Kindheit noch rund um sein Elternhaus und am Elternhaus selbst gab. Legendär sind die Geschichten, wenn zu Hause geschlachtet wurde. Da wurde gerne aus einem historischen Krug getrunken, den Keiner so recht beachtete. Dabei stammte dieser Krug aus dem 19. Jahrhundert und wurde von Oswalds Bruder Reinhold dem Schützenverein als Dauerleihgabe übergeben. Er stellt das älteste Zeugniss von Schießaktivitäten in Schwürbitz dar. Beim Schützenverein ist Oswald Bauer seit Jahrzehnten gern gesehener Stammgast.

Nach seiner Lehre als Einzelhandelskaufmann bei der Firma Emil Prüfer kam er nach Neuensee zur Firma AHN, besser bekannt als Hofer. Er hielt dieser Firma und den nachfolgenden Firmierungen bis zu seinem Ruhestand 2015, insgesamt 46 Jahre, die Treue. Bereits mit 10 Jahren meldete er sich bei der damals noch jungen Blaskapelle Schwürbitz an. Nach seiner Bundeswehrzeit, der ersten „W 15“, was so viel heißt, als dass man damals 15 Monate Wehrdienst ableisten musste, heiratete Oswald Bauer und hat heute 1 Tochter und 2 Enkelinnen, die natürlich auch gratulierten. Seine Hingabe gehörte seinem Heimatort und den Vereinen. Er sang beim Männergesangverein „Cäcilia“, ist Mitglied beim Radfahrerverein Concordia, dem VdK und der Theatergruppe, die ihn im vergangenen Jahr für 25-jährige Mitgliedschaft ehrte und schriftlich gratulierte. Etwas spät berufen, gelangte er auch zur Feuerwehr Schwürbitz, bei der er aber doch lange Jahre aktiv wirkte und heute noch gefragter Ratgeber ist. Die Vorstandschaft der Feuerwehr war natürlich auch zum Gratulieren vor Ort. Oswald Bauer war vor vier Jahren Schirmherr der „Schwörbetze Kerwa“, doch seine kulturelle Heimat ist seit 1962 die Blaskapelle Schwürbitz e.V. Was er in den 60 Jahren Mitgliedschaft bei der Blaskapelle erlebte, würde ein Buch füllen. Er begann mit einer Klarinettenausbildung beim ersten Dirigenten der Kapelle Reinhold Aberle und spielte danach auch Saxophon. Im Jahre 1981 übernahm er den Posten des Schriftführers und weil Oswald Bauer die erste Reihe als „Holzspieler“ gewohnt war und Fähigkeit und Auftreten hatte, traute er sich im Jahre 1992 auch an die Vereinsführung heran. Insgesamt war er 23 Jahre lang Vorsitzender der Kapelle und in diese Zeit fiel auch die „Erfindung“ des Osterkonzertes der Blaskapelle Schwürbitz sowie die einige Male abgehaltenen Blasmusiktage am Mainufer.

Oswald Bauer bildete in der aktiven Zeit zahlreiche Blasmusikschüler aus und tut dies auch heute noch. 2016 wurde er zum Ehrenvorsitzenden ernannt und hat seither das liebevoll gemeinte Kürzel „EV“ inne. „Seine“ Blaskapelle ließ es sich nicht nehmen, an seinem Ehrentag vollständig und in „Volluniform“ anzutreten und ihm ein traditionelles Ständerla zu spielen. Sein Nachfolger als Vorsitzender und „Patenkind“ Oswald Kremer gratulierte seinem Onkel und Vorgänger mit einer langen Laudatio und überreichte ein „geistreiches“ Geschenk. Als Ehrenvorstand wurde ihm auch eine eigene, offiziell gültige, Briefmarke erstellt, welche in Zukunft die Vereinspost frankiert. „EV“ Oswald Bauer bedankte sich bei der Blaskapelle mit einem Musikstück „Lilly Marleen“, dessen Noten er übergab und welches sicherlich demnächst das Reportoire der Kapelle bereichern werden wird. Er lud alle zu einer schmackhaften Brotzeit und kühlen Getränken ein. Die Musiker, Gäste und Freunde feierten „ihren Osser“ noch bis Mitternacht ausgiebig mit Trinksprüchen und Gesang. sam

In voller Uniformierung spielte die Blaskapelle Schwürbitz ihrem „EV“ ein Ständerla.

Bildtexte:

Wie allen wichtigen Personen wurde Oswald Bauer eine eigene, offizielle Briefmarke gewidmet. Hier zusammen mit seinem Neffen und Nachfolger im Amt, Vorstand Oswald Kremer. sam