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Jürgen Wuttke

Langjähriger Vorstand des Geflügelzuchtvereins Schwürbitz

Mit Jürgen Wuttke hat der Geflügelzuchtverein Schwürbitz seit 1986 einen unverzichtbaren aktiven Züchter bzw. seit vielen Jahrzehnten ein engagiertes Vorstandsmitglied. Der rührige Erste Vorsitzende lebt die Geflügelzucht, geht als Vorstandsmitglied immer mit gutem Beispiel voran und kümmert sich seit Jahrzehnten um viele Aktivitäten im Verein. Er hat sich bereits um die Schwürbitzer Züchter besonders verdient gemacht und ist aus der Vereinschronik nicht mehr wegzudenken. Wie man aus seinem Lebenslauf bzw. den Vereinsinformationen entnehmen kann, wurde der gebürtige Marktzeulner bereits in jungen Jahren von seinem Nachbarn Josef Schinke, einem damaligen „Spitzenzüchter“, für die Zucht von Rassegeflügel begeistert. Auf dem landwirtschaftlichen Anwesen seines Großvaters hatte der junge Wuttke die Möglichkeit, diese auszuprobieren. So trat er in die Jugendgruppe des Geflügelzuchtvereins Marktzeuln ein. Vom „Taubenfieber“ angesteckt, bekam er zwei Paar „schwarze Lahore tauben“ von seinem Patenonkel geschenkt. Die ersten Zuchtjahre waren von mehr oder weniger Erfolg gezeichnet. Im Geflügelzuchtverein Marktzeuln war er einige Jahre als Jugendleiter-Zuchtwart tätig. Nach einem Besuch der „King-Sonderschau“ in Neuses zogen 1980 die ersten schwarzen King-Tauben bei ihm ein und blieben es bis heute. 1986 zog Jürgen Wuttke nach Schwürbitz (seine Frau ist eine Schwürbitzerin) und die Tauben zogen mit. Er trat zugleich in den Geflügelzuchtverein Schwürbitz ein, wo er gleich zum Jugendleiter und in den nächsten Jahren zum Zuchtwart und 2. Vorsitzenden sowie 2002 zum 1. Vorsitzenden gewählt wurde. Der Umgang mit den Tieren, ihr Zutrauen und die Sicherung, dass diese Rassen nicht auf einmal auf der „Roten Liste“ landen, sondern am Jahresende den Erfolg auf Ausstellungen zu haben. 1995 begann sein Sohn Torsten mit der Taubenzucht. Es mussten „Italienische Mövchen in eisfarbig“ sein. Man bekam jedoch keine zu kaufen. Ein Tausch 2 Paar Kingtauben gegen 2 Paar Mövchen in Zeil am Main machten den Start klar. Dies war ein „Glücksgriff“. „Bei uns sind in dieser Zeit 5 Paar Kingtauben (Hahntaube aus USA), 8 Paar Italienische Mövchen eifarbig, 2 Paar Italienische Mövchen rotfahl in der Zucht“, so Jürgen Wuttke voller Stolz. Ohne einen Ehepartner, der einem den Rücken freihält, auch einmal die Tiere versorgt sowie einige Tage auf weitere Ausstellungen mitfährt, wäre das alles nicht zu bewältigen. „Als drittstärkster Verein im Kreisverband Lichtenfels meine ich, dass mir meine aktiven Züchter und Mitglieder sehr wichtig sind, denn nur wenn man zusammen hält, kann auch der Verein stark“, sein, so Wuttke. Auch die gute Beziehung zu den Nachbarvereinen ist sehr wichtig. Das schönste Erlebnis für Wuttke war sein erstes „V Tier“, eine schwarze King-Täubin“, sie bekam ihr Gnadenbrot. Man freut sich auch heute über eine gute Bewertung der Tiere auf einer kleinen Ausstellung, was er für sehr wichtig hält. Denn die Tiere müssen für jede Schau gleich gut vorbereitet werden (Käfig Gewöhnung, Füße waschen und ein cremen usw.), vor allem „top gesund“. Eine besondere Herausforderung sind Großschauen, wo teilweise 30.000 Tiere gezeigt werden. Die Erfolge sehen wie folgt aus: 100 Ehrenbänder, Ehrenteller, aus der Zucht seines Sohnes und ihm hängen in der Züchterstube Jahrtausend-Siegesbänder, Nationale VDT Bänder Europa, Europachampion, Bayer. Meister und 13mal Deutscher Meister sowie bester Aussteller Internationale Mövchenschau Offenbach usw.

Höhepunkte

100 jähriges Jubiläum 2007, einige Hauptschauen der Fränkischen Trommeltauben, Werbeschau der Italienischen Mövchen, Sonderschau der Kingtauben Bezirk 6 und Rodach-Maintal-Gruppenschauen, Besuch der Grundschule in Schwürbitz mit den jeweiligen Tieren sowie die Beteiligung an Bezirksschauen im Kreisverband sowie die Taubenmärkte.

Ehrungen

Die Nadeln in Gold vom Landesverband Bayern, Bundesnadel Verband Deutscher Taubenzüchter und vom Kingtauben Club Deutschland.

Große Ehrungen werden nach Alter, Ausstellungserfolgen und Vorstandsarbeit im Punktesystem vergeben. Wuttke fragt sich jedoch, ob man das braucht. Er ist der Meinung, man benötigt ehrliche und gute Zuchtfreunde und Züchter, die zusammenhalten. Es ist schön, wenn in der jetzigen Zeit einmal in der Woche ein Zuchtfreund aus Österreich, Holland oder Thüringen anruft. Jedoch ist es schwierig, Jugendliche für das Hobby zu begeistern. Auch Quereinsteiger und passive Mitglieder sind  herzlich willkommen. Jugendliche brauchen Eltern, die sie unterstützen, man braucht Platz und Zeit, denn jedes Tier will täglich gepflegt und gefüttert werden. Eine Registriernummer im Amt für Landwirtschaft und Forsten ist unbedingt erforderlich sowie das regelmäßige Impfen der Tiere. Auch Futter und Ausstellungsgebühren schlagen zu Buch. Hier greift der Verein gerne Jugendliche unter die Arme. Wuttke gibt jedes Jahr an Jugendliche Zuchtpaare kostenlos ab. Aber wenn man einmal vom Züchterfieber gebackt ist, gibt es kein schöneres Hobby.