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Herbert Krapp * 08.09.1940 + 14.01.2020

Obwohl er lange in Kösten wohnte, war er immer ein Ur-Schwörbetze. Herbert, Sohn von „Dümmla-Wirt“ Georg Krapp, übernahm die Elektro-Werkstatt seines Schwiegervaters Erhardt und wollte kein Gastwirt werden. Dabei entstammte er einer Gastwirtsfamilie, die über Generationen das Gasthaus Mainperle in der Michelauer Straße oberhalb des „Weihers“ geführt hatten.

Dem Schwürbitzer Schützenverein war Herbert immer verbunden. Im Jahre 1970 wurde er zum zweiten Vorstand gewählt. Als Handwerker hat er ebenso Großes geleistet, wie als Mensch und Schützenbruder. Nach dem überraschenden Tod von Herbert Pohl Anfang der 1980er Jahre führte er den Verein als erster Schützenmeister und gehörte auch nach der Wahl der „neuen Vorstandschaft“ im Jahr 1988 immer zu den Entscheidern auf der Göritze.

Er war immer Ansprechpartner als Mensch oder Fachmann auf seinem Gebiet der Elektrotechnik. Auch haben seine Weitsicht und seine Antriebskraft den Verein und damit uns, die wir einen Teil seines Weges mit gehen durften, immer wieder nach vorne gebracht. Er packte an und wenn es sein musste, auch im Alleingang. Wir erinnern uns daran, dass er das alte Schützenhaus mit einer speziellen Kalkfarbe einmal ringsum gestrichen hat, als es dringend nötig war. Die Elektrik und die Lampen im neuen Schießstand wurden maßgeblich von ihm installiert. Beim Umbau der Toiletten zur modernen Küche war Herbert der Baustellenchef.

Einzig die Königswürde, die er lange Jahre anstrebte, ist ihm verwehrt geblieben. Bis zuletzt hat er seine Einlage bei jedem sportlichen Wettkampf bezahlt.

Wir erinnern uns auch an legendäre Begebenheiten. Das sogenannte „Krapp-Bier“ sollte ein Bier sein, im Steinkrug, der am besten ohne viel Schaum bis oben hin gefüllt war. Als Daniel Thiem ihm Anfang der 90er als Kind ein solches Bier einschenken durfte, sagte er zu Herbert: „Was Herbert, lieber an schwän Gruch, als a schwä´s Läim“.

Auch sein besonderer Ausspruch von ihm: „Wenn des alles zum Schützenhaus rein brechen würde, was wir hier oben schon getrunken haben, würden wir glatt ersaufen!“ soll an dieser Stelle erhalten bleiben. Bis zum Spätherbst 2019 kam er von Kösten nach Schwürbitz gefahren und das obwohl es ihm sichtlich und innerlich nicht mehr gut ging.

Wir verabschiedeten uns von einem großen Mann, Schützenbruder und Kameraden.

Anlässlich der Generalversammlung Schützen Schwürbitz – 17.01.2020 verfasst! sam