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Heinrich Schrepfer, Drogist, Kaufmann, Fotograf * ………. + 04.12.1981

Heimatforscher, Drogist, Fotograf, Autor – Heinrich Schrepfer war in jedem Fall ein Original-Schwörbetzer, der in einem Büchlein erstmals über Schwürbitz berichtete. Ihm verdanken wir das erste Gründungsdatum 1180. Auf dieser Basis wurde 1980 das 800-jährige und 2005 das 825-jährige Jubiläum gefeiert. Wir wandeln auf seinen Spuren…

Ein Text zu seinem 100.

Würde Heinrich Schrepfer noch leben, so würde sich am kommenden Dienstag in der Brunnenstraße 7 in Schwürbitz sicher ein nicht endend wollender Gratulationscour einfinden, um den 100. Geburtstag des bedeutenden Schwürbitzer Bürgers zu feiern. Der Journalist hat sich um sein Heimatdorf besonders verdient gemacht und ist somit in die Geschichte der Ortschaft eingegangen. Er war es, der erstmal umfangreich die Ursprünge von Schwürbitz recherchierte und damals weitab von jeglichem Internet und elektronischen Medien in den Archiven von Bamberg und München nach den Wurzeln unseres Daseins suchte und im Jahr 1180 fündig wurde. Die erste Chronik von Schwürbitz aus dem Jahr 1980 ist sein Lebenswerk und als Ergebnis durfte die Ortschaft im gleichen Jahr ihren 800. Geburtstag begehen. Seine Liebe galt seinem Beruf, sowie der Fotografie, viele seiner stimmungsvollen Aufnahmen zierten damals die Bildpostkarten unserer Region. Weit bekannt war auch seine lebendige und eindrucksvolle Art zu Schreiben und viele Publikationen, Presseberichte, Theaterstücke und Rundfunkbeiträge über den Bayerischen Rundfunk sind Zeugnis seines Wirkens aus damaliger Zeit. Auch wenn seine historischen Erkenntnisse seit dem Jahr 2005 in neuem Licht erscheinen, da Bezirksheimatpfleger Prof. Dr. Dippold die Ursprünge des kleinen Ortes auf das Jahr 1057 zurückdatieren konnte, so war Schrepfer doch der Impulsgeber für die durchgeführten Ortsjubiläen 1980 und 2005, ohne die es nie die Bestrebungen zu neuen Erkenntnissen gegeben hätte. Am 04.12.1981 verstarb Heinrich Schrepfer plötzlich im Alter von 71 Jahren. Vergessen wollen die Schwürbitzer ihren Heimatforscher, der keine Nachkommen hinterlassen hat, nicht. Das zur Auflassung vorgemerkte Grab am Friedhof in Schwürbitz wurde 2006 von der Theatergruppe übernommen und gepflegt. Man hofft, dass dieses noch lange erhalten werden kann, um Zeugnis von einem Mann zu geben, der sich über die Maße hinaus für seine Heimat engagiert hat, aber dennoch der bescheidene, zurückhaltende Journalist und Drogerie-Inhaber geblieben ist. Anlässlich des 100. Geburtstages hat der rührige Theaterverein für die Schwürbitzer Ortsgemeinschaft einen Kranz niedergelegt.

Heinrich Schrepfer, vorne links im Kreise seiner Familie, wahrscheinlich an Weihnachten