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Fasching

02.03.2022 Aschermittwoch

Heute ist Aschermittwoch. Da gibt es keine Gaudi mehr! Am Aschermittwoch…

Doch einen Orden haben wir noch! Er zeigt Christine Würstlein und Karin Kreusel bei unserem letzten Theaterstück „Alois, wo warst Du heute Nacht?“. Christine trachtet mit dem Baseballschläger nach ihrem Mann, der von Rüdiger Pohl gespielt wurde. Hoffentlich können wir bald wieder los legen!

 

Das war der Schwörbetzt Fousenochtskalennä – ein bisschen Abwechslung in dieser trostlosen Zeit! Hoffentlich hat es Spaß gemacht. Es war mir eine Ehre! S.A.M.

01.03.2022

Der Faschingsorden 2019 zeigt einen Teil unserer Jungschauspieler. Julian Fleischmann lässt sich von zwei hübschen Mädels küssen. Annika Engelmann und Andreja Bolaritsch. Er genießt es sichtlich – auf jeden Fall einen Orden wert. Der Anlass war das Theaterstück 2018, in dem alle Drei mitspielten. Prima Mädels und natürlich junger Mann! Hoffentlich können wir Euch noch oft auf der Bühne erleben.

 

 

Die Faschings-Spurts-Zeitung gibt noch etwas von sich:

Herr Schorsch Frankenberger, Inhaber des Eisherstellungsdiploms, wird über die neue Eisherstellungskunst nach dem soeben importierten Eisbärenrezept referieren. Er wird allgemein verständlich zeigen, wie man Eis mit Erdbeeren- Himbeer- und Stinkbärgeschmack produziert. Ebenso wird er nachweisen, wie 3 Portionen seines Eises, rasch hintereinander gegessen, den stärksten Bandwurm eingefrieren lassen, so daß es keinen einfacheren Weg gibt, sich dieses gefräßigen Reptils zu entledigen.

Jeden Sonntag um 17.00 Uhr 19 Minuten und 13 Sekunden spricht Frau Gretl Kraus über das Thema: „Lachen, lachen meine Lust“ mit praktischen Vorführungen auf Ihrem Spezialgebiet des Schäkerns und Meckerns.

Leider war bei Redaktionsschluß das Programm noch nicht vollständig fertiggestellt, aber wir sehen bereits aus den bisherigen Angaben, daß das Programm viel mehr verspricht als es halten kann und seinem Namen „Blühender Blödsinn“ alle Ehre machen wird.

Ende

Danach folgt noch der Anzeigenteil: Auch lustig – hier nur eine Anzeige daraus!

Meiner sehr verehrten Kundschaft empfehle ich meine Drahtstichbetten. Sie sind einfach großartig! Da liegen Sie hart und prächtig und bei jeder Umdrehung werden Sie von einigen Drahtenden gestochen, was Ihnen die angenehmsten Träume verschafft. 

Einrichtungshaus Schütz

 

 

28.02.2022

2018 „traf“ es Heinz und Gabi Freitag auf dem Orden. Gabi stand lange auf der Show-Bühne und prägte so manchen Spruch. Wo Gabi war, war Heinz nie weit, deswegen und weil Heinz jahrelang den Einlass und den Kartenverkauf organisierte, sind die beiden zusammen abgebildet. Auf einen Auftritt als Dorfratschn – hier setzte sich auch das liebevolle Leute verarschen ihres Vaters fort – geht auch der Spitzname der Gruppierung Förderung Kulturgut Schwürbitz zurück. Nimmt man nämlich nur die ersten und letzten beiden Buchstaben ergibt sich „Fötz“. DANKE Gabi! und Heinz!

 

Und hier die dritte Folge aus der Posaune. Einer Spottschrift aus dem Jahr 1960, verfasst von Simon Pohl, dem Vater von Gabi.

-.-.-.-.-

Über das einheimische Gewerbe der Praxenmacherei spricht ausführlich und gründlich als Kapazität auf diesem Gebiet Phillip Panzer.

Den Schulfunk leitet Frl. Marianne Asold. Die ersten Sendungen werden sich beschäftigen mit der Unsterblichkeit des Maikäfers.

Über finanztechnische Fragen und Kursschwankungen an der Börse unterrichtet Agenes Tobias.

Für die Kleingärtner bringen regelmäßig alle 14 Tage Fritz Lorenz und Albin Dümlein eine Sendung. Zunächst werden die beiden Referenten über die Bedeutung der Rossballen und des Hühnerdrecks bei der Bereitung des Mistbeetes im Frühjahr sprechen.

In der „Stunde der Arbeit“ ist ein Interview mit den Fachberatern Feitzn und Topf zu hören. Herr Topf spricht besonders über die höchstmögliche Zahl der täglichen Arbeitsstunden, die er mit 25 angibt, wenn auf die Mittagspause verzichtet wird.

Wieder herrliche Verarscher, wie ich finde. Es gab viele bekannte Korbmacher in Schwürbitz. Warum hier gerade der mir nicht bekannte Phillip Panzer herhalten musste? Die jungfräuliche Lehrerin hatte ich noch in der zweiten Klasse (1974), sie hieß Besold oder auch „Binz“ genannt. Wer weiß warum?

Die Agnes war unzertrennlich mit der Raiffeisenbank zu nennen. Was das „Lenchen“ für den Spar-Markt Weber war, war die Agnes Zethner für die Raiffeisen. Der Lorenz Fritz und der Albin Dümlein war die gleiche Besetzung wie der Phillip Heid mit seinem Chef Hans Rauch, nur dass die beiden ihre Gärtnerei an den Weihern am Löhla hatten. 

Feitzn und Topf ist mir ein kleines Rätsel. Ich kannte einen Nachbar, der Feid hieß und ein fleißiger Mann war. Den Namen oder Spitznamen Topf kenn ich nur aus Neuensee. Lustig, dass man aus dem Tag 25 Stunden raus holen könne, wenn man auf die Mittagspause verzichtet! sam

 

27.02.2022

2017 – ab diesem Jahr ging die Ordengestaltung den konsequenten Weg, der Abbildung „eigener Narren“. Dieser Orden zeigt den dienstältesten Schauspieler Julius Fischer und den zweiten Vorstand Rüdiger Pohl als Güeggela und Wienerla in einem turbulenten Bühnenstück. Als diese Figuren traten Julius und Vorständin Ulla im Fasching bei der Metzgerei Fuß in Lettenreuth auf. Einfach nur schön!

 

Und hier geht´s weiter mit der Reportage aus der Spottzeitung von Simon Pohl aus dem Jahr 1960. Weitere Namen sind zu finden: Andres von der Katzengass, Schorschl Stettner, Johann Lügenbauer, Philippus Heid, Johann Qualm, Betty Würstchen, Kathi Fleischlein. Und so wurden diese Leute damals veräppelt:

 

Über das Thema „Gute Fahrt für Autofahrer und solche die es werden wollen“ spricht der bestens bekannte Amateurfahrer Schorschl Stettner.

Den Landfunk leiten die Herren Johann Lügenbauer, Fhilippus Heid und Johann Qualm. Ihre Spezialgebiete sind: Queckenbelzen, Graserlingsveredelung und besonders die Vermehrung der weissen Krautscheiser.

Für den Landfrauendienst haben sich in dankenswerter Weise die Damen Betty Würstchen und Kathi Fleischlein zur Verfügung gestellt. Erstere verbreitet sich vornehmlich über das Hühnergreifen und letztere über die Zubereitung von Zieberleskäs und seine Bedeutung für die moderne Ernährung.

Einen viertelstündigen Unterricht über richtige Bedienung von Schießkaliebern aller Art – ganz gleich ob Vorder- oder Hinderlader – erteilt täglich Kanonier Josef Pfützenmüller.

Über Ereignisse aus dem Tierleben berichtet regelmäßig Hans Schnäppla. Sein Lieblingsgebiet sind die Tierstimmen vor allem das Meckern der Geiß, das er auch praktisch vorführt. Er wird dabei unterstützt von seiner Frau Gemahlin, die sich obendrein noch im Nachtigallschlagen ausgebildet hat.

Tja, da kann man wieder trefflich rätseln, warum ausgerechnet diese Schwörbetze ins Visier gerieten. War der Georg Stettner wirklich ein guter Autofahrer oder hatten alle Anwohner der Michelauer Straße Angst, wenn das Garagentor aufging? Noch zwei aus der Michelauer Straße waren Philip Heid, Vater von Xaver Heid, der in der Gärtnerei von Hans (Johann) Rauch mitarbeitete. Quecknbelzn ist ein wunderbarer Schwörbetze Begriff. Die einzelne Person ist gerne als „Quecknbelzä“ verunglimpft worden. Gemeint mit belzn ist das Veredeln von Gehölzern. Wenn jemand aber Queckn (Girsch – Unkraut) veredelt, ist das ziemlich doof. Der Johann Lügenbauer war der „Bauersch Hann, auch Hannla. Er war bekannt dafür, dass er gerne mal jemanden einen „vom Pferd“ erzählte. Auf fränkisch: Die Leud verörschd.

Als „Betty“ ist in Schwürbitz am bekanntesten die Barbara Fleischmann, die hier mit einer Kathi Fleischlein genannt wird. Die Barbara Fleischmann ist allen besser bekannt, als Bremsers-Betty.

Der Josef Pfützenmüller, war der „Weihermüller“. Er war früher zuständig fürs Böllerschießen zu kirchlichen Anlässen. Im Geländer der katholischen Kirche fehlt heute noch ein Stab, den er heraus gesprengt haben soll.

Der Schnäppla muss der Vater von Gerd und Helmut Schnapp gewesen sein. Bestimmt hat er gerne und „markant“ gelacht. Was wohl mit Nachtigallschlagen gemeint war?

Fortsetzung folgt….

 

 

 

26.02.2022

„Auf geht´s zur Pirsch im Hirsch“ oder so ähnlich 😉 – hieß das Motto im Jahr 2016, also hatte sich ein Hirsch auf dem Orden wieder gefunden. Mittlerweile war es auch schon der 20. Showfasching und man kann sich vorstellen, dass es nicht einfach ist, jedes Jahr mit bescheidenen Mitteln ein attraktives, abwechslungsreiches Programm auf die Bühne zu stellen. Der Theatergruppe Schwürbitz ist es aber bis 2020 gelungen. Der Orden wird gehalten, von einem „Till“, der, wäre der Orden ein Spiegel, uns den selben unter die Nase hält.

ÜBRIGENS: HEUTE WÄRE THEATER-SHOW-FASCHING 2022!!!!

 

Dies passt auch zu der Fortsetzung aus der Posaune von 1960, wo sich Simon Pohl verewigt hat, indem er Spottsprüche auf seine Zeitgenossen verfasst hat. Unter anderem über: … Loles Kunnl, Abba-Doreth, Seppes-Gretl, Rotenheiner, Eretsgorch, Libsengörchla – Fortsetzung folgt. Auf Seite 3 geht´s los mit dem Spott:

Laut Mitteilung des bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus Nr. 6070/b vom 32. Januar 1960 wird auf dem Hühnerberg der Kurzwellensender „Blühender Blödsinn“ errichtet. Die Errichtung dieser Rundfunkstation ist dem eifrigen Betreiben des ortsansässigen Rechtsvertrehers Salomon Schier zu verdanken.

Die Programmgestaltung wird ausnahmslos von einheimischen Kräften bestritten. Die musikalische Instrumentengestaltung übernimmt das Schwürbitzer Jammerorchester „Die Krawallbande“ unter der Leitung des staatlich geprüften und dörfisch approbierten Zappelmeisters Reinhold Zipperlein. Dem Leiter der chorischen Gesänge, Wendelin Schwanz, ist es nach vielen Mühen gelungen, den weltbekannten Solosänger aus Kleinrussland, Saulus Wärla, für sämtliche Solopartien zu gewinnen. Saulus Wärla hat sich auch in liebenswürdigerweise Weise bereit erklärt alltäglich ein Betthupferl zu singen.

Die Nachrichtenabteilung leitet Herr Adam Motschenbacher. Zu seinem Mitarbeiterstab gehören die Damen: Häfners-Kätl, Loles-Kunnl, Abba-Doreth und Seppes-Gretl sowie die Herren Rotenheinder, Eretsgorch, Lipsengörchla und der witzige Andres von der Katzengass´. Die Abteilung ist in kürzeren Abständen auf der Welle „Sprüch- und Windbeutel“ zu hören.

Wenn man dies als Kerl (Baujahr 1967) ließt, kann man nicht mehr alle Zusammenhänge herstellen und kennt auch nicht mehr alle beschriebenen Leute. Aber einige Hintergründe versteht man doch. So ist die Gründung eines neuen Senders dem stets unzufriedenen und verbessernten – deswegen Salomon – zuzuschreiben. „Schier“ war bis zuletzt sein Hausname. Georg Vogel junior. Die „Krawallbande“ war die 1957 gegründete „Jugendblaskapelle Schwürbitz“, die sich aber entwickelt hat, wie ich meine. Die Leitung hatte damals Reinhold Abele, ein Zeulner Kapellmeister, der bis fast zur Jahrhundertwende seiner Kapelle treu verbunden war. Der Wendelin Schwanz war damals Schulleiter in Schwürbitz und hieß eigentlich Zopf. Der Saulus Wärla war der Paulus Söllner, der den Hausnamen Wäpaula trug. Heute sagt zum „Reitstall Söllner“ dies keiner mehr. Scheinbar war aber der Paula ein guter Sänger. Adam Motschenbacher, mein Großonkel bekam keinen Spottnamen, allerdings die Leitung der Nachrichtenabteilung, was nichts weniger heißt, als dass er die Neuigkeiten verbreitete. Samt seinen männlichen und weiblichen Mitarbeitern. Der Andres von der Katzengass, war auch ein Großonkel von mir, Großmütterlicher-Seits. Er hieß Andreas Klemenz und wohnte in der Kirchstraße gegenüber vom Kohlen-Max (früher Kohlen-Eva). sam

Fortsetzung morgen!

 

 

 

25.02.2022

Nobler Orden mit „Kaschbä“ im Jahr 2015 – Jetzt spätestens, wird es Zeit für eine neue Gestaltung. Aber mit einem Jahr Abstand, ist jeder neue Orden schön und ein Unikat.

 

So, liebe Leut. Für die „heiße Phase“ des Faschings hab ich was Besonderes. Und zwar hat Simon Pohl (senior – also der Vater von Simon Pohl) im Jahre 1960 eine „Faschingszeitung“ heraus gebracht. Ihr Titel war „Die Posaune“ und sicherlich wollte er damit Bezug nehmen auf „hinausposaunen“, veröffentlichen. Wenn wir heute auf unserer Homepage die Einwohner und natürlich innen so „durch den Kakao“ ziehen würden, hätten bestimmt Rechtsanwälte Arbeit. Da das Werk des Vaters unserer geschätzten Regie a. D. Gabi Freitag, das Werk also – und da merkt man auch, wo die „Stimmung“ her kommt – schon sooooo alt ist, sind alle „Spottereien“ verjährt. Leider leben auch nur noch ganz wenige Menschen aus diesen Tagen, so dass sich hoffentlich auch nur wenige ärgern, wenn wir hier die lustig gemeinten Verse noch einmal bringen. Im Gegenteil: Man sollte sich über die „Überlieferung“ freuen und ich freue mich, dass ich das Werk verwahren darf. Hier zunächst einmal das Deckblatt:

Man sieht, wie viel Herzblut da drin steckt, weil er den Titel mit Buntstiften „gemalt“ hat und auch noch verziert. Es ging in dieser Zeitung über Salomon Schier, Reinhold Zipperlein, Wendelin Schwanz, Saulus Wärla, Adam Motschenbacher, Häifnersch Kätl, Loles Kunnl…. Fortsetzung folgt.

Simon Pohl schreibt über sich: Herausgegeben von A. Doofmann und B. Trottelbacher. Erscheinungsort: Schlauersbach auf der Rückseite des Mondes. (Witze sind keine enthalten, da sämtliche Witze wegen ihres hohen Alters beim Friseur sind um sich die Bärte abnehmen zu lassen – Anmerkung der Redaktion.

 

 

24.02.2022

Eine Bardame auf dem Orden! Das kann in Anlehnung an unser Stückchen „Heut geh´n wir ins Maxim“ vom Jahr davor erfolgt sein. Das Theaterstück war wunderbar – mit samtgepolsterten Separeetüren – und der Fasching drauf war auch ein bisschen anrüchig! Schön wars!

Dazu passend ein Tipp nach durchzechter Nacht: Die unangenehme Fahne, die Sie ja selbst nicht riechen kann müssen, ist bekannt. Spätestens wenn sich Ihre Gesprächspartner von Ihnen abwenden, sollte auch Ihnen klar sein – Sie stinken!

Wenn Zähne patzen und Gurgeln nicht helfen, die Zeugnisse der Nacht zu beseitigen, können Sie auf Petersilienblätter zurückgreifen. Beim Kauen neutralisiert das darin enthaltene Apiol die unangenehmen Mundgerüche. Zudem hemmen Poylphendole, die im schwarzen Tee enthalten sind, die Bakterien, die Mundgeruch erzeugen und wenn Sie sich eine Scheibe Ingwer auf die Zunge legen, dürfte Ihr Atem auch Ihrem Gegenüber kein Stirnrunzeln mehr zubringen. – Sind das nicht gute Tipps, vor den tollen Tagen? Wenn sie nur „TOLL“ sein könnten.

Jedenfalls noch eine Weisheit!

Auch Wasser ist ein nobler Tropen,

mischt man es mit Malz und Hopfen.

 

 

23.02.2022

Scho widdä a Cloon, wu freundlich vom Ordn rundä grüßd. Vielleichd wo des dä Gedanggn, dass die zwa Charakdäköbbf in dä Reiafolch ve Kaschbä ven Ordn rou grüßn?!

Und weils su schö is, a Stüggla in Dialeggt. Ähnlichkeiddn mit lebenda oder gschdorma Leud wööhn rein zufällich!

Selbergmachda Sau

In mancha frändischn Döffä wedd zwaa Moll im Joh hausgschlochd. Ich koo mich o die Zeid nuch gud erinnä. Es wo Dradidion, dass mä die ganz Väwandschafd dezu eigeloudn hod. Mä hilfd aweng zamm beim Ausnähma ve dä Sau und dänouch gibbds a gräffdicha Woschdsubbn und späidä a gscheida Schlochdbladdn.

Dä Bauers Hann hodd seina sämdlichen Leud zammagedrummld und desmoll wo aa sei Kusina ve die Sdodd doua, mid ihrn Moo und ihrä glan Dochdä. Mä hodd hald die Schdoddä scho lang nümmä gsähn und die Glaa ven Ernsd dud mä ja nuch go niä su richdich kenna.

Die Weiber senn alla scho in dä Küchn und dunn alles aweng vobereidn. Die Kinner spilln hinder de Scheuna im Gaddn und die Monnsbilder machen sich o die Sau ze schaffn.

Fürn Ernsd is des wos Neus, dä wo nuch nie beim Schlochdn dabei. Die Sau is scho hie und edzed senn sie groud drüber, sa oo an Houggn no ze henga. Des is fei go niä su leichd, wall su a mordsdrümmä Ding gewesn: Ball vier Zendner! Ze verd hänga sie des Viech oo die Hindäfüss noo und dou baumld sie edzedla, erbarmungswürdich middn Kuopf nouch undn. Dä Hannla hodd es Fleischermessä in de Händ, zwinckerd mid an Aach in Erndsd zu, setzt oo und schliddzd däre Sau in Wansd auf.

Dann machd ä an Hupfä zerügg, oubä zu späid für Erndsd. Dä gans Darm ve därä Sau kümmd mid an Dembo rausgsausd. Dä Erndsd will flüchd, solberd, bollerd no und des ganza Zeuch über na drüber. Edzed is es Gelächdä gruoß und der Erndsd is dä Depp. Seina Kolläing zerna erschd amol raus und er löffd su versaud wierä is under die Dusch.

Die Kinner sen häbei kumma und in Erndsd sei Döchdäla, blebbd wie oogewodzeld sdenn. Späidä wie´s die Schlochdbladdn gäim hod, mouch sie kann Bissn eß. „Ich ess nichts von einem selbstgemachten Schwein, bei uns gibt es su etwas nicht. Wir haben Fleisch nur vom Metzger.“ sochd sie.

Dä Erndsd oubä maand lachend: „Iich louß mäs jeddzed richdich schmeck!“ Und dä Hannla maad, Rechd hosta, Erndsd, hau nä nei, schließlich häids däs ja ball niä äläbd. Um an Hoo häid Dich die Sau däschloungn! Prost!

Aus „Gschichdla und Gerichdla vo uns Frankn“ von Lydia Scheubert.

 

22.02.2022

 

Und plötzlich lacht einem vom Orden herab wieder ein Clown an. Der Faschingsorden war in gewisser Weise ein Rückschritt. Oder gab´s Niemanden mehr, der es „wert“ gewesen wäre, auf den Orden drauf zu kommen? Nein, es brauchte noch ein bisschen Zeit, bis sich die eigenen „Gesichter“ auf den Orden durch setzten. Jedenfalls ist der 2011er farbenfroh und lustig.

Und als kleinen Beitrag, ein Schmunzeln zu generieren, hab ich heute nur eine Weisheit von Cynthia Warren, wer auch immer diese Dame sein mag. Jedenfalls hat sie treffend erkannt:

Der Unterschied zwischen einem Knaben und einem Mann ist gar nicht so groß –

er besteht meist nur in der Preisdifferenz Ihrer Spielsachen.

 

 

21.02.2022

Der Faschingsorden 2010 – Mit Manfred König!

Mit dem Orden 2010 hat Herby den „Größten“ verewigt. Nicht den Größten an Zentimetern, darauf kommt es, wie die Geschichte es lehrt, nicht an. Herbert Sünkel hat sich den Stammvater der Theatergruppe für den Orden raus gesucht. Wenn Gabi die Mutter des Vereins ist, so ist Many das männliche Pendant. Als Nicht-Theatergruppen-Mitglied kann man sich nicht vorstellen, was Manfred König für den Verein geleistet hat und immer noch leistet. So geht die vereinseigene Zeitung auf seine Initiative zurück – in über 100 Ausgaben. Er war 24 Jahre lang Vorstand des Vereins und Impulsgeber, nicht nur für´s Rössl! In unzähligen Rollen stand er auf der Bühne und hat viel Spaß bereitet. Und bei all seiner Leistung, die Niemand für den Theaterverein bisher hätte leisten können und seinem privaten / beruflichen Erfolg, für seinen Einsatz für Schwürbitz, der Kirche, seiner Familie, seinen Freunden, ja sogar für seine Nachbarschaft – für ALLE – ist und bleibt er doch bescheiden und will solche Sätze am liebsten gar nicht haben. Many – es muss einmal festgehalten werden, dass Du ein großer Schwürbitzer bist und die Gemeinde hat das schon lange erkannt, Dir schon vor über 10 Jahren eine Auszeichnung verliehen und Deine Theatergruppe kann Dich gar nicht genug ehren. Bleib uns erhalten und hoffentlich können wir Dich noch oft und lange auf, hinter oder neben der Bühne erleben. Die Planung 2022 steht. Es grüßt Dein Kupferstecher Stefan.

Ein bisschen zu klein ist er weg gekommen, auf dem Orden wo man meint, der Narr hätte den Kerl im Schritt. Doch 2010 war es ein Orden, den jeder mit Stolz getragen hat.

 

 

Und wie am letzten Montag kommt hier ein Rezept, welches man nach einem durchzechten Wochenende genießen kann und kaum jemand kennt. Vorstellen kann man es sich allerdings!

 

Gfülldä Gänsgroung!

Wos mä brauchd?

An Gänshols, Läibä, Moung und Häz vä dä Goos!   Heidzedouch kümmd mä dou go nümmä su leichd no!

100 Gramm Broudwöschdfüll

A Ei

A klaana Zwiebl

Päidäsill

Semmlmäil

Solz, Pfeffä, Majoran, Muskad und Oregano

Und jetz? Mid an spidzn Messä voosichdich die Haud vom Gänsgroung ouzieng, waschn und mid an Zwirnsfoudn widdä zunäia. Jedzedla die Innereia klaschniedn samd die Broudwöschdfüll und in Ei zamma mit die Zwiebl und die Gewödze eifülln. Uoffn voheizn auf 200 Grod und den gfülldn Groung a dreiveddl Stund durch broudn. Zwischnnei immä widdä amol mit Buddä bestreichn und wendn. Vorm Serviern in Scheim schneidn. Aweng a Souß entwiggeld sich aa, wenn mä aweng Brüh oder Biä zugießd. Dou dezu bassd a Semmelkluoß odä a Kardofflseloud und natürlich a kolds Seidla Biä. Semmä widdä beim „Kondäseidla“.