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27.02.2022

2017 – ab diesem Jahr ging die Ordengestaltung den konsequenten Weg, der Abbildung „eigener Narren“. Dieser Orden zeigt den dienstältesten Schauspieler Julius Fischer und den zweiten Vorstand Rüdiger Pohl als Güeggela und Wienerla in einem turbulenten Bühnenstück. Als diese Figuren traten Julius und Vorständin Ulla im Fasching bei der Metzgerei Fuß in Lettenreuth auf. Einfach nur schön!

 

Und hier geht´s weiter mit der Reportage aus der Spottzeitung von Simon Pohl aus dem Jahr 1960. Weitere Namen sind zu finden: Andres von der Katzengass, Schorschl Stettner, Johann Lügenbauer, Philippus Heid, Johann Qualm, Betty Würstchen, Kathi Fleischlein. Und so wurden diese Leute damals veräppelt:

 

Über das Thema „Gute Fahrt für Autofahrer und solche die es werden wollen“ spricht der bestens bekannte Amateurfahrer Schorschl Stettner.

Den Landfunk leiten die Herren Johann Lügenbauer, Fhilippus Heid und Johann Qualm. Ihre Spezialgebiete sind: Queckenbelzen, Graserlingsveredelung und besonders die Vermehrung der weissen Krautscheiser.

Für den Landfrauendienst haben sich in dankenswerter Weise die Damen Betty Würstchen und Kathi Fleischlein zur Verfügung gestellt. Erstere verbreitet sich vornehmlich über das Hühnergreifen und letztere über die Zubereitung von Zieberleskäs und seine Bedeutung für die moderne Ernährung.

Einen viertelstündigen Unterricht über richtige Bedienung von Schießkaliebern aller Art – ganz gleich ob Vorder- oder Hinderlader – erteilt täglich Kanonier Josef Pfützenmüller.

Über Ereignisse aus dem Tierleben berichtet regelmäßig Hans Schnäppla. Sein Lieblingsgebiet sind die Tierstimmen vor allem das Meckern der Geiß, das er auch praktisch vorführt. Er wird dabei unterstützt von seiner Frau Gemahlin, die sich obendrein noch im Nachtigallschlagen ausgebildet hat.

Tja, da kann man wieder trefflich rätseln, warum ausgerechnet diese Schwörbetze ins Visier gerieten. War der Georg Stettner wirklich ein guter Autofahrer oder hatten alle Anwohner der Michelauer Straße Angst, wenn das Garagentor aufging? Noch zwei aus der Michelauer Straße waren Philip Heid, Vater von Xaver Heid, der in der Gärtnerei von Hans (Johann) Rauch mitarbeitete. Quecknbelzn ist ein wunderbarer Schwörbetze Begriff. Die einzelne Person ist gerne als „Quecknbelzä“ verunglimpft worden. Gemeint mit belzn ist das Veredeln von Gehölzern. Wenn jemand aber Queckn (Girsch – Unkraut) veredelt, ist das ziemlich doof. Der Johann Lügenbauer war der „Bauersch Hann, auch Hannla. Er war bekannt dafür, dass er gerne mal jemanden einen „vom Pferd“ erzählte. Auf fränkisch: Die Leud verörschd.

Als „Betty“ ist in Schwürbitz am bekanntesten die Barbara Fleischmann, die hier mit einer Kathi Fleischlein genannt wird. Die Barbara Fleischmann ist allen besser bekannt, als Bremsers-Betty.

Der Josef Pfützenmüller, war der „Weihermüller“. Er war früher zuständig fürs Böllerschießen zu kirchlichen Anlässen. Im Geländer der katholischen Kirche fehlt heute noch ein Stab, den er heraus gesprengt haben soll.

Der Schnäppla muss der Vater von Gerd und Helmut Schnapp gewesen sein. Bestimmt hat er gerne und „markant“ gelacht. Was wohl mit Nachtigallschlagen gemeint war?

Fortsetzung folgt….