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26.02.2022

„Auf geht´s zur Pirsch im Hirsch“ oder so ähnlich 😉 – hieß das Motto im Jahr 2016, also hatte sich ein Hirsch auf dem Orden wieder gefunden. Mittlerweile war es auch schon der 20. Showfasching und man kann sich vorstellen, dass es nicht einfach ist, jedes Jahr mit bescheidenen Mitteln ein attraktives, abwechslungsreiches Programm auf die Bühne zu stellen. Der Theatergruppe Schwürbitz ist es aber bis 2020 gelungen. Der Orden wird gehalten, von einem „Till“, der, wäre der Orden ein Spiegel, uns den selben unter die Nase hält.

ÜBRIGENS: HEUTE WÄRE THEATER-SHOW-FASCHING 2022!!!!

 

Dies passt auch zu der Fortsetzung aus der Posaune von 1960, wo sich Simon Pohl verewigt hat, indem er Spottsprüche auf seine Zeitgenossen verfasst hat. Unter anderem über: … Loles Kunnl, Abba-Doreth, Seppes-Gretl, Rotenheiner, Eretsgorch, Libsengörchla – Fortsetzung folgt. Auf Seite 3 geht´s los mit dem Spott:

Laut Mitteilung des bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus Nr. 6070/b vom 32. Januar 1960 wird auf dem Hühnerberg der Kurzwellensender „Blühender Blödsinn“ errichtet. Die Errichtung dieser Rundfunkstation ist dem eifrigen Betreiben des ortsansässigen Rechtsvertrehers Salomon Schier zu verdanken.

Die Programmgestaltung wird ausnahmslos von einheimischen Kräften bestritten. Die musikalische Instrumentengestaltung übernimmt das Schwürbitzer Jammerorchester „Die Krawallbande“ unter der Leitung des staatlich geprüften und dörfisch approbierten Zappelmeisters Reinhold Zipperlein. Dem Leiter der chorischen Gesänge, Wendelin Schwanz, ist es nach vielen Mühen gelungen, den weltbekannten Solosänger aus Kleinrussland, Saulus Wärla, für sämtliche Solopartien zu gewinnen. Saulus Wärla hat sich auch in liebenswürdigerweise Weise bereit erklärt alltäglich ein Betthupferl zu singen.

Die Nachrichtenabteilung leitet Herr Adam Motschenbacher. Zu seinem Mitarbeiterstab gehören die Damen: Häfners-Kätl, Loles-Kunnl, Abba-Doreth und Seppes-Gretl sowie die Herren Rotenheinder, Eretsgorch, Lipsengörchla und der witzige Andres von der Katzengass´. Die Abteilung ist in kürzeren Abständen auf der Welle „Sprüch- und Windbeutel“ zu hören.

Wenn man dies als Kerl (Baujahr 1967) ließt, kann man nicht mehr alle Zusammenhänge herstellen und kennt auch nicht mehr alle beschriebenen Leute. Aber einige Hintergründe versteht man doch. So ist die Gründung eines neuen Senders dem stets unzufriedenen und verbessernten – deswegen Salomon – zuzuschreiben. „Schier“ war bis zuletzt sein Hausname. Georg Vogel junior. Die „Krawallbande“ war die 1957 gegründete „Jugendblaskapelle Schwürbitz“, die sich aber entwickelt hat, wie ich meine. Die Leitung hatte damals Reinhold Abele, ein Zeulner Kapellmeister, der bis fast zur Jahrhundertwende seiner Kapelle treu verbunden war. Der Wendelin Schwanz war damals Schulleiter in Schwürbitz und hieß eigentlich Zopf. Der Saulus Wärla war der Paulus Söllner, der den Hausnamen Wäpaula trug. Heute sagt zum „Reitstall Söllner“ dies keiner mehr. Scheinbar war aber der Paula ein guter Sänger. Adam Motschenbacher, mein Großonkel bekam keinen Spottnamen, allerdings die Leitung der Nachrichtenabteilung, was nichts weniger heißt, als dass er die Neuigkeiten verbreitete. Samt seinen männlichen und weiblichen Mitarbeitern. Der Andres von der Katzengass, war auch ein Großonkel von mir, Großmütterlicher-Seits. Er hieß Andreas Klemenz und wohnte in der Kirchstraße gegenüber vom Kohlen-Max (früher Kohlen-Eva). sam

Fortsetzung morgen!