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Tag 22

Schwörbetze Originole

Wenn man älteren Menschen zuhört, wenn sie schwärmen von der „guten alten Zeit“, dann ist immer wieder mal zu hören: „Des wor hald a Orginol!“ Dieser Satz beinhaltet auch, dass es nicht mehr so viel gibt von diesen Originalen. Wenn man im Duden nachschaut, ist ein Original eine Person, die durch unverwechselbares Verhalten, teils auch exzentrisch, in jedem Fall echt, ursprünglich, unverfälscht auftritt. Wenn man so im Gedanken durch Schwürbitz und die Vergangenheit „wandert“, kommen einem einige dieser Orginole in den Sinn und jede(r) von ihnen zaubert ein kleines Lächeln auf die Lippen. Deshalb ist ein Originol immer positiv in Erinnerung, egal was er oder sie im Leben „getrieben“ haben. Raue, böse, gewalttätige Menschen gehören da nicht dazu. An Orginole erinnert man sich im Normalfall länger, als an so manchen Bürgermeister. Wir sind im Jubiläumsjahr 2005 davon ausgegangen, dass der Flößer, der Korbmacher, der Bauer und der in dieser Reihe schon einmal angesprochene Häifner zu den Originalen gehörten, ohne eine spezielle Person im Kopf zu haben (den Häifner ausgenommen, er war Gemeindediener, fühlte sich aber als eine Art Ein-Mann-Dorfpolizei). Als Mitte der achtziger Jahre die Brunnenstraße neu erstellt wurde, erschienen im Untergrund schwarze Kreise. Gerhard Fischer versicherte mir, dass diese schwarzen Kreise auf Köhlertätigkeit zurück gehen, da ein Köhler Wald, der früher von der Göritze bis an den Main reichte und Wasser (Dorfbrunnen) brauchte. Deshalb, meinte er, ist davon auszugehen, dass ein Köhler das erste Schwürbitzer Original war. sam

Die Orginole am Festauftakt 2005: Herbert Sünkel (Flößer), Julius Fischer (Häifner), Rüdiger Pohl (Bauer) und Stefan Motschenbacher (Korbmacher)

 

Die Orginole am Heimatabend für Gabi Freitag: Ulla Engelmann, Nikolaus Tremel, Stefan Motschenbacher, Rüdiger Pohl, Julius Fischer, Manfred König und Gabriele Freitag.

Hier noch ein Beitrag der Schwürbitzer Ministranten, die bei einem der größten Originale von Schwürbitz anklopften: Georg Vogel jr.