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18.02.2022

Herby hat sich mit diesem Orden bei der Auswahl selbst übertroffen, hängt dieser aus dem Jahr 2007 doch tatsächlich an zwei Befestigungen und ist im „Querformat“. Ein Wahrzeichen aller Theaterleute sind die beiden Masken, die Komödie und Drama darstellen. Die beiden Clowns scheinen den Orden rechts und links hoch zu halten und natürlich der obligatorische Aufdruck ist zu finden: TG-Schwürbitz und 11. Show-Faching. Einfach nur schön!

 

 

Und heute und hier ein Text, gesammelt und zusammen gestellt von Erich Meister:

Liedersammlung von Erich Meister. Er hat mir zwei Exemplare vermacht.

Übrigens keine Absicht, dass der Text leicht verschwommen ist!

Erich Meister – war ein sehr origineller Mensch. Er war der Chef des Bamberger Eispalast und berühmt von Hof bis Nürnberg. Er konnte alles was mit Essen, Trinken und guter Laune zu tun hatte. Kennen gelernt habe ich ihn auf dem Lichtenfelser und Schwürbitzer Schützenfest. In Lichtenfels stand und steht heute noch sein Stand in der Verlängerung des Biergartens auf der rechten Seite. Auch war er Makrelenpapst und in dieser Funktion Anbieter der besten Makrelen auf dem Festgelände. Das Schwürbitzer Schützenfest lag zu Erichs Glanzzeit terminlich zwischen dem Lichtenfelser und dem Kronacher. Und Erich mochte die Schwürbitzer Schützen, deshalb stellte er damals ein originelles „Gesuch“ an uns. Er würde gerne „auf dem Weg nach Kronach“ Station bei uns machen und seine Makrelen auch in Schwürbitz anbieten. Das bewilligten wir natürlich nur zu gerne und ab diesem Moment gab es ungefähr 15 Jahre „Meister-Makrelen“ auf der Göritze. Unvergessen sind er und seine über 80-jährige Mutter im Stand an der rechten Seite unseres Festzeltes. Wenn „die Portion“ für Schwürbitz gebraten war, überließ er großzügig seiner Mutter den Stand, sie durfte die Makrelen verkaufen und den Stand putzen, bis die Kapelle das Spielen aufhörte. Erich saß derweil bei uns und ließ sich das gute Püls-Bräu schmecken. Einige hatten „Angst“, wenn er mit dem hochgesteckten Schötzä daher kam, war sein Geruch doch sehr „Fischlastig“. Aber nach einigen Minuten war man dran gewöhnt. Erich machte auch sehr gern beim Abbau am Dienstag mit. Der Schützenfestdienstag, den es offiziell gar nicht gibt, war für alle Schützen der schönste Tag des ganzen Festes. Vorbei war das „Protokoll“ in Uniform, der neue König war proklamiert und wenn die Arbeit getan war, setzte man sich zusammen und feierte das neue Königshaus. Eines Tages kam Erich zu einem solchen Anlass mit der „Steirischen“ (Ziehharmonika) daher und spielte auf, das es eine Freude war. Ein Lied nach dem anderen. Als Michael Beck ihn aufforderte, zu Ehren des Katastrophenkönigs einen Tusch zu spielen, konnte er das nicht. Das machte uns stutzig. Wir kamen dahinter, warum er das nicht konnte, als Erich austreten musste und die „Quetsche“ weiter spielte. Es war ein Akku-Gerät mit Kassetten drin. Dieses Musikinstrument entliehen wir uns für das erste Rössl auf der Bühne im Hirschen. Ein anderes Mal kam Erich, hatte lange Luftballons dabei und erfreute die Kinder mit Figuren daraus. Er war ein Prima-Kerl, immer gut gelaunt, originell, konnte etwas und vor allem, er lebte – und das in seinem Job – ohne Handy! Raimund Meister, sein Sohn, führt seine Geschäfte weiter und Verdient all Unterstützung bei seiner Arbeit, die er vor kurzem unserem Bundespräsidenten in Berlin „nahe brachte“, weil es in dieser Zeit für „Schausteller und drum herum“ nicht einfach ist. Er war mit seinem Gespräch auch im TV.

Erich hatte Lieder gesammelt. Man kann sich nicht vorstellen, wie viel Lieder in seiner Sammlung enthalten sind. Alle Genres. Schöne, stimmungsvolle und auch Spott- und Schandlieder. Zwischen den Liedern findet man lustige Texte, die er ebenfalls zusammen getragen hat. DANKE ERICH, ICH WERDE DICH NICHT VERGESSEN!  Grüße SAM