Zum Inhalt springen Überspringen auf die linke Seitenleiste Zur Fußzeile springen

Tag 17

Schlochdfesd!

Wie in vielen fränkischen Ortschaften, war es auch in Schwürbitz üblich, dass es eine „Hausschlachtung“ gab. Da wurde doch tatsächlich ein lebendes Schwein, entweder aus dem eigenen Stall oder dem bekannten Bauern, vom Leben zum Tode befördert. Dieser Tag war für alle ein Feiertag und am Abend hatte keiner mehr Hunger oder Durst. A schöna Gelängheid haller.

Es ist eine Geschicht überliefert, wo der Häifner, den Metzger Mayer bestellte und ihm sagte: „Kummsd om Samsdouch, schlochd mä!“. Der Metzger sagte zu – drauf der Häifner: „Also obgemachd, bräingsd alles mit, wos gebrauchd wädd?“ – Klarer Fall. Am Samstag steht der Metzger vor der Tür, der Häifner macht aber sicherheitshalber nur das Fenster im ersten Stock auf. Der Wortwechsel, wie er überliefert ist: „No, wos isn Häifner, du wollsd doch schlochd?“. Drauf der Häifner: „Host alles debei?“ Der Mayer zeigte Messer und Beil. Drauf der Haifner, bevor er schnell das Fenster schloss: „No und die Sau, wu hosdn die Sau?“ sam

So ein Schlachtfest lockt auch heute noch. Wenn doch wieder eins ginge!