Zum Inhalt springen Überspringen auf die linke Seitenleiste Zur Fußzeile springen

Tag 11

… weil wir im Türchen 4 schon mal, zumindest textlich, in Michelau waren. Hier eine Geschichte, die vor Jahren am Schwürbitzer Weihnachtsmarkt aufkam und endlich mal, so wie ich mich daran erinnere, aufgeschrieben werden musste:

Zwa Schwörbetze wolldn wiss, ob in Michlaa Kerng is.

Frouchd dä A in Annern: Wos maansdn, wäddra denn senn?

Drauf dä Anner: Senn dudra!

Dä A: No, gendn dou alla nei, wenn alla Michlaarä kumma?

Dä Anner: No, wenn sie alla kumma, gen sie niä nei!

Da A: Glaab ich obä niä, dess sie alla kumma!

Dä Anner: No, dann gen sie alla nei!

sam

weil´s groud su schö is – nuch a Michlaare Gschichd:

In den zwanziger Jahren, als nur selten ein Auto die Straßen passierte, fuhr ein offener Wagen von Schwürbitz kommend in Michelau ein. An der Engstelle beim Gasthof „Zum Mainfeld“ marschierte ein Michelauer Bürger mitten auf der Straße. Einige Meter vor dem Fußgänger gab der Fahrer Hupzeichen. Etwas erschrocken sprang der Passant zur Seite und schrie in den Wagen: „Etzt tüt ä, era hott ä niä könn getüt, die Krüet!“ Ein nachhaltiges herzliches Lachen quittierte die Rüge des Fußgängers.

Aus dem Lichtenfelser Tagblatt, Nr. 40 vom 18.02.1964