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10. Februar 2022

Der Faschingsorden 1999 zeigt einen Faschingsprinzen. Dazu haben wir es leider nie gebracht. Dafür aber zu einem 5 er-Rat. Michael Beck, damaliger Schützenmeister, hatte mal die Idee, dass das jeweilige Königspaar auf unserem Faschingswagen als Prinzenpaar am Faschingsumzug mit fahren könnte. Hat sich beides erledigt 😉

Hier kommt der erste Faschingstext 2022.     Es geht um:

MÄNNER

So unnütz wie Unkraut, wie Fliegen und Mücken,

so lästig wie Kopfweh und Ziehen im Rücken,

so störend wie Bauchweh und stets ein Tyrann,

das ist der Halbmensch, sein Name ist Mann.

 

Er steht nur im Weg rum, zu nichts zu gebrauchen,

ist ständig am Meckern und ständig am Fauchen,

Er ist auf der Erde, ich sag´s ohne Hohn,

vom Herrgott die größte Fehlkonstruktion.

 

Ein Mann wär doch ohne Frauen verloren,

er wär ja ohne uns nicht mal geboren.

Erst mit weiblicher Hilfe wird mit viel Bedacht,

so halbwegs ein Mensch aus diesem Schlappschwanz gemacht.

 

Ein Mann hält sich oft für unwiderstehlich,

und glaubt, schon ein Lächeln von ihm macht Frauen selich.

Stolziert durch die Gegend wie ein Hahn auf dem Mist

und merkt dabei gar nicht, wie desselig er ist.

 

Fühlst du dich unwohl und kannst kaum gehen,

weder sitzen noch liegen noch stehen,

dann sagt er: „Komm mach nicht so einen Wind“.

Doch sitzt bei ihm ein Furz quer, dann weint er wie ein Kind!

 

Mit dem Maul sind sie stark, da können sie prahlen,

doch wehe, der Zahnarzt bereitet ein bisschen Qualen,

dann sind als doch ALLE, verzeiht den Vergleich,

wie ein Korb Fallobst so faul und so weich.

 

Ein Mann ist ganz brauchbar, solang er noch ledig,

da ist er oft schlank und sein Körper athletisch,

da ist er voll Liebe und voller Elan,

kaum ist er verheirat, wird nichts mehr getan.

 

Mit Gold und Brillianten tat er dich beglücken,

das kriegt heut die Freundin, hinter dem Rücken,

und du kriegst heut nur noch – wenn er dran denkt –

zum Geburtstag nen Schnellkochtopf geschenkt.

 

Als Jüngling wollte er dauernd kosen und küssen,

als Ehemann will er davon nichts mehr wissen.

Verlangst du dein Recht, dann wird er gemein,

er gibt dir´s Gebiss und sagt: „Küß dich allein“!

 

Und pfeifen sie auch manchmal aus dem letzten Loch,

darin sind wir uns einig: Und lieben sie doch!

Von unserer geschätzten Regie a. D. und Heimatdichterin Gabriele Freitag. Damals live von der Bühne vorgetragen.