Kirchenrenovierung hat begonnen – es geht dem 100-jährigen zu!
Im kommenden Jahr feiert die gesamte Bevölkerung den 100. Geburtstag der Schwürbitzer evangelischen Kirche. Damit bis dahin alles in neuem Glanz erstrahlt, haben sich die Verantwortlichen der Kirchenverwaltung zu einer umfangreichen Renovierung entschlossen. Doch wie beginnt man eine grundlegende Kirchenrenovierung? Als erstes wurde die Orgel fachmännisch abgebaut und eingelagert, bevor sich am vergangenen Samstag, 29. August, zahlreiche Helfer einfanden, um mit dem Ausbau der Bänke anzufangen und der Räumung des gesamten Kirchenraums weiterzumachen. Es herrschte ab 9.00 Uhr eine betriebsame Geschäftigkeit und durch bereits durchgeführte Vorarbeiten, war die Kirche in kürzester Zeit wie leer gefegt. Ein ungewohnter Anblick, so ein vertrautes, schmuckes Gotteshaus so zurückgebaut und „nackt“ zu sehen. Immer wieder schallte der Name „Thomas“ durch das nun speziell klingende Kirchenschiff und der Manager der Baustelle, Thomas Gruber hatte auf jede Frage eine Antwort. „Wos machmer denn mit die Hocker?, Wu hie tu mä denn die Stoffe und Kissn?“ Während sich kräftige Männer um den Abtransport der Kirchenbänke kümmerten, wuselten einige Frauen durch Sakristei und Altarraum.
„Des kümmt nein Gemeindehaus, des nein Turm.“ war zu hören und die beeindruckende Harmonie und das schnelle Vorankommen, förderte die gute Stimmung unter den vielen Helfern. Nun muss man aber auch einen Plan haben, wie es weiter geht und natürlich gab „der Thomas“ bereitwillig Auskunft. Was nun folgt sind die Elektroarbeiten und man muss kein Fachmann sein, um zu erkennen, dass die in die Jahre gekommene Elektroinstallation ersetzt werden muss. Wenn dieses kostspielige Gewerk geschafft ist, folgen gebotene Putz- und Malerarbeiten. Dabei, so Thomas Gruber, werde man darauf achten, dass die Kirche ihren ursprünglichen Charakter und die Farbgebung aus dem Jahr 1927 zurückerhält. Auch die Sandsteine im Inneren des Altarraums möchte man wieder herausarbeiten und so, eine Harmonie zum beige-braunen Innenanstrich erreichen. Dabei soll das der Zeit der letzten Renovierung entsprechende Einheitsweiß komplett weichen. Malereien, also übertünchte Kunstwerke, erwarte man nicht unter dem kühl wirkenden, schon leicht angegrautem und durch Kerzenruß schmutzig wirkendem Anstrich aus den 80er Jahren.
Er, Thomas Gruber, und mit ihm viele Gläubige und Freunde der kleinen, freundlichen Kirche in Schwürbitz freue sich schon sehr auf die Aufwertung des Bogens und des Altarraumes. Und er ergänzt: „Su wos muss mä scho amol mitgemacht hou!“ Thomas Gruber verriet auch, dass mit der im nächsten Jahr geplanten Einweihung das schmucke Gotteshaus einen Namen erhalten wird. Der Altar wird in der Kirche verbleiben und, so wie jetzt schon das Gestell der Orgel, ordentlich verpackt, der Wiedereröffnung entgegen warten. Auf dem Altar ist das Bild des „guten Hirten“ zu sehen und das werde wohl auch der Namen des dann 100-jährigen Gotteshauses. Auf die bevorstehende Kirchweih angesprochen, verrät der Kirchenvorstand, dass es selbstverständlich einen „Kerwesgottesdienst“ geben werde. Je nach Wetterlage werde man am 27. September um 9.00 Uhr den Gottesdienst im Garten oder im Gemeindehaus abhalten. Wenn es keine größeren Hindernisse oder unvorhergesehene Probleme gebe, hat Gruber die Hoffnung, dass im nächsten Jahr die Konfirmation wieder im Gotteshaus gefeiert werden könne. Bestimmt gibt es bis dahin noch einige Arbeitseinsätze, die aber mit diesem Teamgeist und dieser Einsatzbereitschaft keine Hürden auf dem Weg zur Neueinweihung sein dürften. Wer nicht helfen kann, aber spenden möchte ist natürlich auch herzlich willkommen. Die Kontonummer der Kirchengemeinde Schwürbitz ist auf der Schwürbitzer Homepage zu finden. sam





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