Unsere Mainbrücke schwebte davon – ein melancholischer Augenblick.
Zu einer wahren Geduldsprobe wurde die für den 12. August 2026 angesetzte Abhebung der altehrwürdigen Schwürbitzer Mainbrücke für die vielen Schaulustigen, die sich teils schon ab dem frühen morgen auf den Mainwiesen einfanden. Der gemeindliche Hinweis, welcher vorher in den „Medien“ kursierte, war nämlich ohne Zeitangabe, weil es wahrscheinlich Niemand so recht wusste, wann die Brücke sich abheben lässt. Am Morgen waren noch einige Vorbereitungsarbeiten zu absolvieren, dann wurden Spanngurte angebracht, die sowohl als Halterung, als auch als Begrenzung galten. Dies zog sich hin und einige der gekommenen Zuschauer, hielt es nicht mehr auf den Beinen. So wurden die wenigen Schatten(Sitz-)plätze knapp und nicht wenige Menschen gingen wieder nach Hause um auf „Zuruf“ zurück zu kommen. Die Presse „Obermain-Tagblatt“ war vor Ort und sogar TV Oberfranken fand sich ein. Natürlich war die momentan im Amt befindliche Bürgermeisterin Simone Naumann auch mit „von der Partie“, zahlreiche Gemeinderäte und viele Kinder, die erstaunlich geduldig durch hielten. Es wurden viele Gespräche geführt und der Fernsehsender TVO interviewte schnell mal zwei, drei Anwesende, um mehr Informationen über das Bauwerk zu erhalten.
Nach 12.00 Uhr begann dann die „spannende Phase“ des Abhebens, denn der große Kran ließ langsam die Spanngurte ab, an denen wiederum eiserne Ketten hingen. Diese Ketten wurden zur Überraschung vieler einfach nur am bestehenden Brückenaufbau, also an den oberen Metallrohren der 80-jährigen Brücke, befestigt. Die Querverstrebungen der Brücke sorgten dafür, dass die Ketten nicht verrutschen konnten und scheinbar hatten die Verantwortlichen nicht den Hauch von Bedenken, dass sich das Bauwerk nicht selbst „trägt“. Und doch sollte es noch einmal fast 2 Stunden dauern, bis alle „Gehänge“ angebracht waren und auf der Schwürbitzer Seite, gab es offensichtlich noch Schwierigkeiten, die Brücken wirklich „lose“ zu bekommen. Dann endlich hatte man den Eindruck, als würde sich die Brücke lösen. Aufgrund des geringen Geräuschpegels, des mächtigen Krans hatte man tatsächlich den Eindruck, als würde die Brücke „entschweben“. Endlich sah man, wie die Brücke sich abheben ließ und nach einer guten viertel Stunde war die Brücke problemlos an Kranausleger, Gebäuden und Bäumen vorbei buxiert und landete auch schon wieder auf der Südseite des Mains. So spannend es vorher war, so beeindruckend war dann der Moment als die Brücke am „Haken hing“. Die Brücke sah nicht mehr so mächtig aus, wie man sie als Fußgänger oder Autofahrer in Erinnerung hatte, im Gegenteil. Wie ein Spielzeug wandte sie von dem Fleck ab, wo sie vor 80 Jahren kunstvoll platziert wurde und eine große Lücke blieb zwischen den Brückenköpfen. Ein ungewöhnlicher Anblick. Nicht wenige Schwürbitzer trauerten „ihrer“ Mainbrücke nach, mit der sie schließlich aufgewachsen sind und viele Erinnerungen sich mit dem Bauwerk verbinden. Nun hofft man darauf, dass die neue Mainbrücke, trotz ihrer wesentlich größeren Dimension, sich ebenso harmonisch in die Mainwiesenlandschaft und vor die Kulisse von Schwürbitz einfügt. Natürlich werden wir von schwuerbitz.de über künftige Bauabschnitte weiter berichten und mit Sicherheit wird es eine Einweihungsfeier geben. sam









Und exclusiv für schwuerbitz.de-Leser: Hier ein Video vom “Joe” – DANKE! Leider ist die Datei etwas umfangreich. Wir arbeiten dran!
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