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Wer hätte das gedacht? – Schwürbitzer Schule wird verkauft!

Es war schon ein trauriger Abend, der vergangene Mittwochabend im Rathaus Michelau. Das sind die weitreichenden Auswirkungen, die uns die Altvorderen “eingebrockt” haben. Lange wurde damals darum gestritten, ob man sich aufgrund der “Gemeindegebietsreform” nach Michelau wenden sollte. Oder aber man strebt eine “Verwaltungsgemeinschaft” mit Marktzeuln/Hochstadt an? In Marktzeuln wird 2026 ein Bürgerpark gebaut und der ganze Landkreis mit der dazu gehörenden Baustelle gestresst!

Die Wahl fiel 1978 auf Michelau und wie es am Mittwochabend auch zur Sprache kam, hat die “Braut Schwürbitz” durchaus etwas mit in die Ehe gebracht. Man hatte nämlich Ende der 1970er Jahre nicht nur ein Rathaus, ein Feuerwehrhaus, eine evangelische Schule mit langer Tradition, ein modernes Schulhaus unterhalb der katholischen Kirche, eine Schulturnhalle mit Außenanlage, einen Kindergarten, einen Kindergarten in Planung, der Anfang der 80er mit angeschlossenem Pfarrzentrum durch die katholische Kirche auch realisiert wurde, einen “ansprechenden” Friedhof mit altem Baumbestand. Was wirklich marode war, waren die Schwürbitzer Straßen damals. Doch die unterirdische Wasserzu- und Ableitung funktionierte und der Dorbrunnen sorgte für Wasser. Er war seit schon 1518 in Stein gefasst, umgebaut, also vorhanden, aber er plätscherte zu dieser Zeit nicht.

Dann kam also die ungeliebte Eingemeindung und bis 1989 wurde das Straßennetz bis zu den Schützen hoch, neu gebaut. Viel sieht man durch die vielen Eingriffe davon allerdings nicht mehr. Man dachte, man hätte es mit Michelau gar nicht so schlecht getroffen und mit solchen Leuten wie Bürgermeister Herbert Perzel war doch auch gut auskommen und reden. Der Spruch “Schwürbitz hat halt die Kultur und Michelau das Geld”, wurde zu einem geflügelten Wort, im Original von Schuldirektor und Gemeinderat Erwin Nist aus SCHWÜRBITZ. Was im Eingemeindevertrag steht, wurde schnell “vergessen” und der Ausverkauf begann, mit dem Verkauf des Rathauses. Das Konzept der “Nachnutzung” überzeugte und die Schwürbitzer freuten sich über eine eigene Arztpraxis und eine Filiale der Sparkasse Lichtenfels. Bei der evangelischen Schule wurden die Vereine noch mit einbezogen, allerdings konnte sich keine Mehrheit finden, die das historische Gebäude mit seinem schlichtem Anbau “anständig” nutzen wollte und konnte. Also “verklopft”! So wie mittlerweile das Rathaus, von dessen “Nachnutzung” keiner mehr etwas wissen will. Einzig die Vereinsgemeinschaft hat es geschafft, den Turm und die Uhr, dem Eingemeindungsvertrag entsprechend zu retten, denn seit 1726 (da schauten andere Orschaften noch nach dem Sonnenstand) zeigt der schmucke Zwiebelturm und seine wunderbar untergebrachte Uhr die Zeit an. Die damals schlagende Glocke wurde “zugunsten” der beiden Kirchengebäude “still gelegt”. Der Turm und die Uhr muss von der Gemeinde Michelau weiterhin in Stand gehalten werden.

Und nun? Das schöne, wie hieß es am Mittwochabend “ortbildprägende” Schulhaus in der Erhard-Vogel-Straße wird auch “verklopft”. “Keine Chance auf eine Kulturstätte, weil kein Geld da ist.” hieß es und die Vereine bleiben diesmal ganz außen vor. Wie bekannt, hat jeder Verein ja auch mit “dem Wandel in der Bevölkerung” und schwindenden Mitgliedern zu kämpfen und kann froh sein, die jeweilige Tradition im Vereinswesen noch aufrecht erhalten zu können. Dass das große Haus nicht “unter Wert” verkauft werden darf, ist dabei ein Hoffnungsschimmer und vielleicht kann man den Erlös von gut 600.000,– Euro ja auch zweckgebunden für die Renovierung der Schwürbitzer Turnhalle verwenden? Oder findet sich da auch wieder ein “Winkeltrick” in der Werkzeugkiste der gemeindlichen Verwaltung?

Ob ein “weißer Ritter” mit heeren Zielen und einem Nachnutzungskonzept daher kommt, bleibt abzuwarten. Solange er keinen Lärm macht, kein “Vergnügungsunternehmen” eröffnet oder LKW im Schulhof parken möchte, wird seine Idee mit 40 % gewichtet. Der monetäre Vorschlag soll mit 60% gewichtet werden. Ein “Halten” des Gebäudes erschien am Mittwoch jedenfalls nicht möglich, da Investitionen anstehen würden und ein ungenutztes Gebäude, ja nicht besser würde. Ja, wir wissen das auch.

Wir werden jedenfalls weiterhin ganz genau hinschauen und bei dieser Finanzlage ist das Amt eines Bürgermeisters oder Gemeinderats auf keinen Fall Vergnügungssteuerpflichtig. Blos “gegen” die Schwürbitzer soll es bitte nicht gehen, sondern nur mit uns und das Fraktionsübergreifend, weil wie formulierte es ein neuer Gemeinderat so treffend: “Jetzt wird sich wieder unterhalten und um die beste Lösung und eine Mehrheit gerungen.” Bitte!

Und ein Satz noch, den ich am vergangenen Wochenende der übergeordneten Schulchefin abringen konnte. “Des kosta vergessn, dass nouch Schwörbetz nuch amol Kinnä nei die Schul genn!” – Schade!

Da rücken Probleme, ob sich Hunde im selben Wasser wie Menschen erfrischen dürfen, sehr weit in den Hintergrund, obwohl man bei der Presseberichterstattung den Eindruck hätte haben können, als ob dies die Probleme 2026 darstallen. sam

Von “blutenden Herzen” war die Rede, ob der Schulschließung und deren Verkauf. Besonders, wenn man in den Räumlichkeiten eingeschult wurde. Man beachte auch bitte, wie hell und freundlich die Klassenräume im Jahr 2025 waren (Bild 1) sam

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