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Das Gemeinschaftskonzert des Chors “Route 16-60” und der Blaskapelle war einen Besuch wert. Gutes Wetter, gute Stimmung, gute Verpflegung, hervorragende Musik!

Schwürbitz/Redwitz               Was kommt heraus, wenn sich zwei hervorragende Klangkörper zusammentun? Ein ausgezeichnetes Gemeinschaftskonzert! So geschehen am vergangenen Samstag, als der gemischte Chor „Route 16-60“ und die Blaskapelle Schwürbitz in den Schulhof der Albert-Blankertz-Schule einluden und die vielen Gäste auf eine musikalische Reise mitnahmen. Schon der Einmarsch der fast 80 Musikerinnen und Musiker wurde zu einem eindrucksvollen Bild. Jeder Akteur bezog seinen vorbestimmten Platz auf der riesigen Doppelbühne. Links auf den Eingangsstufen der Schule platziert, grüßte der Chor, schräg gegenüber war der Platz für die Blaskapelle bis auf den letzten Zentimeter ausgenutzt, um die vielen Musiker mit ihren Instrumenten unterzubringen. Das Wetter bot einige Stunden Sonnenschein und es ließ sich bei bester Verpflegung herrlich aushalten.  Mit „Hello, Goodbye“, einem Hit der Beatles, zeigte man schon beim ersten Stück, dass die beiden Vereine sehr gut zusammenpassen. Beim Lied „Liebeskummer lohnt sich nicht“ zeigte anschließend ausschließlich der Chor, was er kann, während die „Hits der 80er“ der Blaskapelle vorenthalten waren. Zwischendurch begrüßte die Chefin des Chors, Larissa Stettner, die vielen Gäste. Sie verwies auf das 25jährige Jubiläum des Chors, zu dem man sich die Blaskapelle Schwürbitz eingeladen habe. Zusammen musizieren, zusammen Zeit verbringen und den Gästen etwas bieten. Dies passt zum Motto des Chors, der in seinem Namen die Verbindung zwischen Jung und Alt trägt, so die Vorständin. „Allerdings solle man, die Zahl 16 als Einstiegsalter und die Zahl 60 als Begrenzung nach oben nicht allzu genau nehmen“. „A million Dreams“ war das nächste Gesangsstück, bei dem vor allem der Chor zu begeistern wusste. Die Titelmelodie des „Pink Panther“ brachte dann wieder die Blaskapelle eindrücklich dar. Bei der Blaskapelle war das Mikrofon für die professionellen Ansagen bei Trompetenspieler Louis König in den richtigen Händen. Vorsitzende Larissa Stettner berichtete davon, dass es ein solches Gemeinschaftskonzert im Jahr 2019 schon einmal gegeben habe und die Erinnerung daran, war so positiv besetzt, dass man sich einig war, es mit einer neuen Auswahl an Stücken, die besonders hervorstechen, zu wiederholen. Bei ihrer Begrüßung freute sie sich über die Anwesenheit des Redwitzer Bürgermeisters Jürgen Gäbelein mit seiner Gattin. Die Begrüßung des stellvertretenden Bürgermeisters der Gemeinde Michelau sorgte nicht nur bei den Aktiven auf der Bühne für ein Schmunzeln. Larissa Stettner begrüßte mit dem dritten Bürgermeister Michael Stettner der Gemeinde Michelau nicht nur den Dirigenten der Blaskapelle, sondern auch ihren eigenen Mann. Ein weiterer Gruß galt dem zuständigen Ortsgeistlichen Lars Rebhan und der Kreischorleiterin des Sängerkreises Coburg-Kronach-Lichtenfels, Frau Pia Hempfling. Die Vorsitzende stellte den interessierten Besuchern den Chorleiter mit starken Nerven und endloser Geduld, Wolfgang Wirsching, vor. Der Dirigent der Schwürbitzer war ja bereits als Bürgermeister begrüßt und vorgestellt worden. Sie freute sich auch über die Anwesenheit von stellvertretendem Kreisvorsitzenden des Nordbayerischen Musikbundes Andreas Pratsch. „Eternal Flame“ als Liebesballade und Baba Yetu, als gesungenes Gebet beschlossen den ersten Teil des Konzertes und die Musiker bekamen reichlich Beifall. „Des wo jetzt so schnell vorbei, ich würd´s am liebsten nochmal spielen.“ berichtete eine begeisterte Musikerin ihren Eindruck vom ersten Teil des Konzerts. Der zweite Teil geriet zu einem Ausflug nach Italien und dem sommernächtlichen Gefühl von „Amore“. Mit dem „Gefangenenchor“, einer berühmten Melodie aus der Oper Nabucco beeindruckten die beiden Klangkörper nach der Pause und man hatte einige „Gänsehautmomente“. „Se bastasse una canzonne“ erzählte von der Sehnsucht nach besseren Zeiten, die Eros Ramazotti bereits vor vielen Jahren aufwarf. Hierbei glänzten die Solisten der Blaskapelle Sebastian Stettner, Martin Gmell, der Spontanapplaus bekam und Hannes Hennemann. Das nächste Stück, welches von „Dolce Vita und Amore“ erzählte, war „Thats amore“, hervorragend dargebracht von den „Klangfarben“, einer noch jungen Chorformation, innerhalb des großen Chors Route 16-60, bei dem Uwe Stegner die Leitung übernommen hat. Als Solist glänzte bei diesem Stück Günter Schlaf, währenddessen Uwe Stegner und sein Kollege Wolfgang Knippert das Publikum mit einem stetigen Wechsel zwischen Chor und Blaskapelle überraschten. Uwe Stegner als Sänger und Posaunist, Wolfgang Knippert als Tenor im Chor und Tubist bei der Blaskapelle. Auch so etwas gibt es bei einem solchen außergewöhnlichen Konzertereignis. Es ging weiter im italienischen Programm mit „Che Sara“, einem prädestinierten Stück für den Chor und den „Italo Pop Classics“, bei denen die Blaskapelle wieder Gelegenheit hatte, ihre Vielfältigkeit unter Beweis zu stellen. Die Verabschiedung, also das Ende des Konzertes, leitete das Lied „Bella Ciao“ ein. Dieses Stück kündigte erneut der „coole Ansager“ Louis König an, welcher mit seinen knapp 20 Jahren lässig, mit einer Hand in der Hosentasche und der anderen am Mikrofon moderierte. Er gratulierte im Namen der Blaskapelle dem Chor zu dessen 25jährigen Jubiläum und verwies darauf, dass die Blaskapelle den Chor mit Musik „hochleben“ lassen möchte. Dies gelang auch perfekt bei den beiden Abschlussstücken „Un estate Italiana“ und „Music“ von John Miles. Während das italienische Stück vom italienischen Sommer „träumte“, war der Klassiker „Music“ genau das richtige Stück, um noch einmal die hervorragende Harmonie beider Klangkörper zu unterstreichen. Jeder Geschwindigkeitswechsel, jede Takt- und Lautstärkenänderung und der Wechsel zwischen Gesang und rhythmischer Musik war hervorragend eingestellt und bewegte das Publikum zu langanhaltendem Applaus. In ihrer Verabschiedung dankte Larissa Stettner den vielen Sponsoren, ohne die es nicht möglich gewesen wäre, ein solches Konzert auf die Bühne zu bringen. Auch den vielen Helfern im Hintergrund galt ihr herzlicher Dank. Sie dankte der Gemeinde Redwitz, besonders Herrn Florian Schwalme, dem Hausmeister der Schule. Auch Louis Bernert galt ein Dank, zeichnete er verantwortlich für die Ton-Technik, die dafür sorgte, dass sowohl Chor als auch Blaskapelle gut zu hören war. Abschließend dankte sie den beiden „Dirigenten, die Nerven aus Stahl und ein großes Herz“ bräuchten, um so viele Musiker zusammen zu bringen. Ein Abschiedsgruß blieb dem Dirigenten der Schwürbitzer Blasmusiker vorbehalten. Michael Stettner verwies auf den tieferen Sinn des Stückes „Ein Leben lang“. Er kündigte an, dass den Refrain des Stückes sowohl der Chor als auch die Blasmusiker singen werden und damit erkennen lassen, dass es eine Art von Liebeserklärung an die Musik ist, wenn man von ihr „ein Leben lang begleitet“ wird. „Gute Unterhaltung und ein Wiedersehen“ rief er den begeisterten Gästen zu, bevor dieses wirklich außergewöhnliche, stimmungsvolle und harmonische Konzert zu Ende ging. Viele Gäste verweilten noch einige Zeit und feierten den Redwitzer Jubelchor sowie die Blaskapelle Schwürbitz. sam

Larissa Stettner bedankte sich bei den drei Dirigenten, Uwe Stegner (Klangfarben), Wolfgang Wirsching (Route 16-60) und ihrem Mann Michael Stettner (Blaskapelle Schwürbitz) mit einem kleinen weiß-blauen Blumenstrauß. Sie selbst überraschte der Chor mit einem Sträußchen, welches zweite Vorsitzende Swenja Weid und Andreja Fleischmann überreichte. sam

Zwei große Bühnen mussten aufgebaut werden, damit die vielen Musikerinnen und Musiker Platz fanden.

Als Solistinnen glänzten die beiden Vorsitzenden des Chors Route 16-60 Svenja Weid und Larissa Stettner bei dem Stück „Un estate Italiana“

Voller Einsatz war von beiden Dirigenten mit „Nerven aus Stahl und einem großen Herzen“ gefragt. Hier Chordirigent Wolfgang Wirsching vor seinen Sängerinnen und Sängern.

Und hier – wie gewohnt – noch ein bisschen Bonus, exclusiv für schwuerbitz.de Leser!

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