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Osterkonzert der Blaskapelle 2026 – man hätte “Total verliebt” sein können!

Das Osterkonzert der Blaskapelle gelang am Ostersonntag zu einem Gesamtkunstwerk. Bereits weit über eine Stunde vor Beginn des traditionellen Konzertes füllte sich die Turnhalle, die natürlich wieder hervorragend geschmückt und ausgestattet zur Konzerthalle umfunktioniert war. Alle Eintrittskarten waren verkauft und die aktiven Musiker freuten über den guten Zuspruch. Vor allem der neue Geschäftsführer Sebastian Stettner war etwas angespannt, sollte doch bei seinem Einstand als Verantwortlicher für die Organisation alles funktionieren. Pünktlich um 19.30 Uhr zogen die Musikerinnen und Musiker in einer langen Reihe ein, begleitet von einem herzlichen Willkommensapplaus, durch die vielen Gäste. Dirigent und Arrangeur des Abends Michael Stettner folgte mit einigem Abstand und wurde genau so herzlich begrüßt. Das Publikum hatte zwar die Musikfolge in gedruckter Programmfolge vor sich liegen, konnte sich aber kaum vorstellen, dass diese Musikstücke von „einer Blaskapelle“ kommen sollten. Unvermittelt begann das Programm mit dem „Kometenflug“. Ein Konzertmarsch, der so recht einstimmte auf ein beschwingtes Konzert, wunderbar begleitet von Bildern, die an der großen Leinwand hinter der Blaskapelle von Lisa Petterich stilgerecht in Szene gesetzt wurden. Ein erster herzlicher Applaus brandete auf, die Blaskapelle Schwürbitz war sich ihrer Sache sehr sicher. Bei seiner Begrüßung ließ der langjährige Vorsitzende Oswald Kremer tief in sein Musikanten-Herz blicken. Er führte aus, dass „vor 42 Jahren, als die Blaskapelle ein erstes Osterkonzert anstrebte“ die Aktiven vom guten Besuch so überrascht waren, dass man auf die Schnelle noch Tische und Stühle herbeischaffen musste. Dieses Unterfangen und das gesamte erste Konzert, kommentierte der damalige Kirchenpfleger Adam Motschenbacher mit den Worten: „Och, is des a schöna Dradidion!“. Oswald Kremer zeigte sich stolz, dass sich das Osterkonzert tatsächlich zu einer „schönen Tradition“ entwickeln durfte und die Blaskapelle nun bereits das 36. Osterkonzert spielen dürfe. Der Zusammenhalt innerhalb der Kapelle, der Zuspruch der Besucher und die Jugend, die begeistert mitmache, seien Grundlage dieses Erfolges. Oswald Kremer begrüßte einige Ehrengäste, darunter auch den stellvertretenden Landrat Helmut Fischer und den zweiten Bürgermeister Hans-Georg Borchert. Er freute sich besonders über den Besuch einer Freundin, die alljährlich zum Osterkonzert aus der Schweiz angereist käme. Ursula Rüttimann-Zimmermann, hätte die Blaskapelle Schwürbitz bei einem Besuch in der Schweiz kennen gelernt und sei seit über 40 Jahren treuer Fan und Mitglied im Verein. Der Vorsitzende verwiess noch darauf, dass in diesem Jahr die Lichttechnik vom jungen aktiven Musiker Pablo Hüttner ein weiteres Mal aufgerüstet worden wäre. Und das dies nicht vergebens war, zeigte die Blaskapelle während des gesamten Konzertes. Madeleine Zethner resümierte in ihrer Ansage, dass „Russian Dance Suite“ ein Stück sei, welches die Kapelle schon 20 Jahre begleite. Ausgewählt, um bei einem Wertungsspielen zu glänzen, fielen damals viele Aktive aus und man bekam es trotzdem so gut hin, dass man ausgezeichnet wurde. Das Stück gelang in Vollbesetzung an diesem Abend natürlich hervorragend. Hans-Georg Borchert durfte als scheidender zweiter Bürgermeister die Grußworte der Gemeinde ausrichten. Was er anfänglich als lästige Pflicht verstand, entwickelte sich schon bei seinem ersten Osterkonzertbesuch als besondere Beziehung. Er hatte damals Vorurteile gegenüber dem „Umtata“, welches er ertragen sollte. Doch nun äußere er sich als begeisterter „Ultra-Fan“, der die Leistungen der Blaskapelle Schwürbitz als musikalische Hochleistung und Kunst empfinde. Seine Amtszeit gehe zwar zu Ende, allerdings möchte er in Zukunft auch als Privatperson in „erster Reihe“ dabei sein und wenn er sich dafür im Liegestuhl vor dem Einlass niederlassen müsse oder sich das Logo der Blaskapelle beziehungsweise die Gesichter der Aktiven als Tattoo stechen lassen müsse. Er sprach der Blaskapelle einen herzlichen Dank für all das Geleistete aus und zeichnete sie als „etwas ganz Besonderes“ aus. Seine Grußworte, die einer Liebeserklärung gleichkamen, wurden mit einem großen Applaus quittiert.

Pablo Hüttner eröffnete seine Ansage des Stücks „Total verliebt“ mit einem Gedicht der vor wenigen Tagen verstorbenen Heimatdichterin Gabriele Freitag. Sie war „total verliebt“ in Schwürbitz, dessen Vereine und natürlich auch Mitglied in der Blaskapelle. Der Flügelhornist, welcher beim Stück „Musik aus aller Welt“ noch seinen Solo-Auftritt haben sollte, ließ keinen Zweifel daran, dass die Akteure auf der Bühne auch „total verliebt“ wären in Schwürbitz und der Blaskapelle. Nun kam man zur Ehrung junger Mitglieder, die bei der Blaskapelle in Ausbildung sind: Evi Heß, Sofie Knorr, Tabea Kober, Till Thierauf, Melanie Kautz, Jasmin Kraus, Luisa Zillig, Lukas Voßwinkel und Maria Scheidt wurden auf der Bühne mit dem Juniorabzeichen ausgezeichnet. Vorsitzender Oswald Kremer erklärte dazu den Kindern als auch den Zuschauern, dass dies ein „Zwischenschritt“ sei und die angefragte Uniform erst nach erfolgreicher Leistungsprüfung (D1) ausgestattet werden könne.

Der 19-jährige Saxophonist Leon Mitlacher war nun an der Reihe mit der Ansage des nächsten Stückes: „Bolero“, ein weltbekanntes Musikstück und ein Hochgenuss an Blasmusik. Das Stück endete nach einem sehr guten Vortrag überraschend in völliger Dunkelheit, was sehr beeindruckend war. Neu hierbei war, dass er seine Worte vom Handy ablas. „Musik aus aller Welt“ nahm die Zuhörer buchstäblich mit auf eine Weltreise, angesagt von Kira Scheidt und vollendet mit einem Solo von Martin Gmell. „Für immer nah“ hieß das Stück vor der kurzen Pause, welches Louis König mit seinen gut 20 Jahren professionell ankündigte und seinen Blaskapellen- und Theaterfreund Pablo Hüttner als Solist ansagte. Die Blasmusikfans waren vom Flügelhornspiel und der Geschichte, die damit erzählt wurde, sehr begeistert, was sich im Applaus ausdrückte. In dem Stück ging es um Verbindungen von Menschen, egal wie weit sie getrennt wären in Zeit und Entfernung. Schon die ersten Takte, ruhig von einer Flügelhornmelodie getragen, eröffneten einen Klangraum voller Wärme und Nähe.

Die Blaskapelle Schwürbitz hatte die Stückauswahl so gewählt, dass der erste Teil des Konzertes als „Vorspiel“ hätte gelten können. Es „krachte“ im wahrsten Sinne des Wortes, gleich zu Beginn des zweiten Teils, als „Space and Beyond“ auflag. Jeder, der die Weltraumsaga einmal gesehen hat, kennt die Melodie, welche hervorragend dargebracht und mit Lichteffekten und Perkussion perfekt begleitet wurde. Überhaupt war die „Rhythmusabteilung“, wie die Instrumentengruppe um Schlagwerk, Xylophon, Gong, Pauken und Triangel bei der Blaskapelle Schwürbitz heißt, mit sechs Personen sehr gut besetzt. Die Vielseitigkeit der Kapelle wurde nochmals gesteigert mit der Neuinszenierung des italienischen Klassikers „Se bastasse una canzone“, ursprünglich von Eros Ramazotti, mit der man selbst erfahrene Musiker im „Gästeblock“ überraschte. Die drei Solisten im Stück waren Martin Gmell, Hannes Hennemann und Otto Drechsel, welche auf ganzer Linie überzeugten.

Doch zuvor galt es noch besondere Ehrungen auszusprechen. Niels Ködel nahm als stellvertretender Kreisvorsitzender die Ehrung vor und zeigte seine Begeisterung für die Blaskapelle in seinem Ausspruch „Ihr zaubert!“. Er fügte noch hinzu, dass die Blaskapelle Schwürbitz alljährlich „schöner und größer“ werde, was sich bestimmt auf die vielen jungen Mitglieder und die Quantität der Musiker bezog. Er dankte für die Qualität der Musik und den Einsatz aller, speziell aber der „Vordersten“. Dann nahm er, zusammen mit dem stellvertretenden Bezirksvorsitzendem Horst Sünkel, zwei besondere Ehrungen vor. Markus Heid wurde für seine Leistungen innerhalb der Kapelle mit der goldenen Nadel des Nordbayerischen Musikbundes ausgezeichnet. Diese Ehrung wurde ihm zuteil für 30 Jahre aktive Mitarbeit als Funktionsträger innerhalb der Vorstandschaft des Vereins. Auch seine Tochter Hannah durfte sich über eine besondere Ehrung freuen. Die vor sieben Jahren als Klarinettistin gestartete 15-jährige erarbeitete sich kürzlich das silberne Leistungsabzeichen (D2) als Tubistin, war aber beim nächstfolgenden Stück „Bohemian Rapsodie“ am E-Piano aktiv.

Mit „Heast es net“, im Original von Hubert von Goisern und Bohemian Rhapsody von Queen, angesagt vom jungen Gitarristen Peter König, setzten die Aktiven die Höhepunkte des Konzertes. E-Gitarre und E-Piano unterstützten den perfekten Sound des Orchesters und man spürte die Vibration der Klangwirkung innerhalb der Halle an Tischen und Stühlen. Bei „Heast es net“ sorgten Daniela Spörlein und Madeleine Zethner, singend und jodelnd, für jede Menge Gänsehaut und auch die ein oder andere Träne floss bei den begeisterten Musikfans. Mit einer langen Dankesliste verabschiedete der Vorsitzende Oswald Kremer die Besucher. Er dankte allen Ehrenmitgliedern und Mitgliedern, den anwesenden Bürgermeistern und den Gemeinderäten, dem Landrat Helmut Fischer, Dekan Lars Rebhan, Niels Ködel als stellvertretenden Kreisvorsitzendem, Kreisdirigent Petr Horysi, den Sponsoren Raiffeisenbank, Sparkasse, Blumen Nemmert, Tankstelle Strobler, Tankstelle Scharlibbe, der Enoteca Hüttner, der Weismainer Brauerei, der Feuerwehr, dem Pressevertreter Stefan Motschenbacher, den benachbarten Musikvereinen für ihren Besuch. Auch bedankte er sich bei allen aktiven Musikern, dem neuen Geschäftsführer Sebastian Stettner, dem Ausschankteam, der Desingerin Lisa Petterich für die schönen Bilder und die Technik, Schriftführerin Julia Stettner, der Einlasskontrolle Vera und Elmar Dümlein, der „Kulinarik“, also dem Team um Ingrid Funk in der Küche, dem Licht- und Tontechniker Pablo Hüttner, dem Dirigenten Michael Stettner für die musikalische Leitung und die schönen Stücke, Kathrin Hofmann für die Öffentlichkeitsarbeit, dem Serviceteam am Probenwochenende und am Osterkonzert und der Gemeinde Michelau, auch wenn nun die Hallenbenutzung Miete kosten würde.  „Grease!“, angesagt von Aaron Heil, setzte die Reihe der hervorragenden Blasmusikstücke fort und man wähnte sich tatsächlich im Orchestersaal. Ein weiteres Gesangsstück war „Dont stop believin“, angesagt von der jungen Querflötistin Anna König. Bei dem Stück der US-amerikanischen Band „Journey“ aus den 1980er Jahren heißt es auch, es wäre ein perfekter Rock-Song. Und auch diesen brachte das Ensemble so hervorragend dar, dass es eine Freude war. Und diese Freude sollte nun abrupt enden? Das Publikum entließ die Kapelle nicht ohne Zugabe und natürlich hatte die Blaskapelle zwei Zugaben eingeplant. „Bis bald auf Wiedersehen“ und „Ciao d´amore“ waren zwei Musikstücke, die für Blasmusik prädestiniert sind und diese sollten Abschiedsstimmung aufbringen. Allerdings musste die Blaskapelle schon noch eine weitere Zugabe anhängen, um die begeisterten Fans zufrieden zu stellen. Schließlich wurde „Hearst es net“ als „Stück des Abends“ noch einmal aufgelegt, bevor die Musiker wirklich von der Bühne treten durften. Es war ein großes Gefühl von Zufriedenheit und Glück zu spüren. Auf der einen Seite, bei den Aktiven, die all die Stücke mit Bravour geschafft hatten und mit so viel Applaus bedacht wurden, auf der anderen Seite, dass die Besucher dieses Konzertes so begeistert und zufrieden sein durften, welches viel Qualität und Überraschungen beinhaltete. Dirigent Michael Stettner verwies in seinen Abschiedsworten noch auf ein weiteres Konzert im Jahresverlauf. Die Blaskapelle Schwürbitz wird am Samstag, 13. Juni, zusammen mit dem Chor „Route 16 – 60 „ in Redwitz ein Konzert geben, welches einmalig sein wird. Darauf dürfen sich alle Fans von moderner Blasmusik und progressiven Gesang bereits heute freuen. Da nach dem Ende des Konzertes noch etwas Zeit war, bevor Ausnahmesänger und Tubaspieler Wolfgang Knippert Geburtstag hatte, bereitete man alles auf eine große Feier um Mitternacht vor, bis schließlich alle den sympathischen Allrounder gratulieren durften. Dieser war sich an seinem Geburtstag auch nicht zu schade, nach dem letzten Arbeitseinsatz der Räumung und Reinigung der Turnhalle am Ostermontag für alle Aktiven Bratwürste zu grillen. Mit einem „Prost mit harmonischem Klange“, gesungen von allen aktiven Musikerinnen und Musikern, endete ein herausragendes Osterkonzert. sam

Markus Heid und seine Tochter Hannah Hofmann wurden vom Vorsitzenden Oswald Kremer, Kreisversitzendem Niels Ködel und Bezirksvorsitzendem Horst Sünkel ausgezeichnet.
9 Kinder, von denen 7 anwesend waren, wurden mit dem Juniorabzeichen für Musikspielen mit unterschiedlichem Erfolg ausgezeichnet.
Sound und Licht waren beim diesjährigen Osterkonzert hervorragend. Die Blaskapelle musste drei Zugaben spielen
Pablo Hüttner glänzte als „Meister der Bühnentechnik“ und als Solist am Flügelhorn. sam

Für Freunde der Schwürbitzer Homepage gibt es natürlich noch einen “Nachschlag” an schönen Bildern. Demnächst!

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