Theatergruppe blickt zurück und plant 2026 – die Fans dürfen sich freuen!
Ende Februar begrüßte die Vorstandschaft der Theatergruppe Schwürbitz zahlreiche Mitglieder im Pfarrzentrum zur turnusgemäßen Jahreshauptversammlung. Vorsitzende Ulla Engelmann lud zunächst einmal zu einer „ordentlichen Stärkung“ ein. Es wurden Hähnchen und Schnitzel aus dem Hause Fleischmann angeboten. Nach einem ehrenden Gedenken an verstorbene Mitglieder richtete Ulla Engelmann herzliche Grüße von Daniel Thiem aus. Dieser war aktiver Schauspieler auf den Schwürbitzer Bühnen, bis es ihn vor einigen Jahren nach Baden-Württemberg verschlug. Mit einer Postkarte und einer Spende meldete er sich dieser Tage. Einer der ersten Tagesordnungspunkte waren Ehrungen. Hierbei sollten einige Mitglieder für 25-jährige Vereinsmitgliedschaft geehrt werden, jedoch waren diese Mitglieder leider alle verhindert. Die Ehrung wird durch die Vorsitzende nachgeholt. Mit einer von Manfred König gehaltenen jeweils langen Laudatio wurden anschließend zwei neue Ehrenmitglieder ernannt. Manfred König berichtete, dass sich der Theaterverein vor gut 30 Jahren eine Satzung gab. Obwohl man damals weit entfernt davon war, irgendwann einmal Ehrenmitglieder zu ernennen, musste man die Voraussetzungen und die Möglichkeit aber doch festschreiben. „Heute 44 Jahre nach dem ersten Auftritt, ist es wieder mal so weit, dass wir zwei verdiente Mitglieder ernennen dürfen.“, so der Redner. Als treuer Theaterfan, langjähriges Mitglied, großer Gönner und Unterstützer durfte sich Alois Dechant aus Weismain über diese Ehre freuen. Der Geehrte war stolz auf die Auszeichnung und nahm Büste und Urkunde als Zeichen der Ehrenmitgliedschaft gerne an. Alois Dechant führte aus, dass er sehr gern nach Schwürbitz käme. Sowohl zur Blaskapelle als auch zur Theatergruppe verbinde ihn eine feste Freundschaft. „Die Schwürbitzer sind mir ans Herz gewachsen.“ Er gab allen Anwesenden einen Einblick in seine Vereinserfahrung. Dabei stellte er fest, dass es in Schwürbitz gelinge, die richtigen Prioritäten zu setzen. Vor allem die Jugendarbeit beeindrucke ihn, was man auch an den anwesenden jungen Leuten sehen könne. Alois Dechant lud den gesamten Verein erneut nach Trebgast ein, wo im Sommer sowohl für Erwachsene als auch für Kinder und Jugendliche wieder ein Theaterstück aufgeführt wird. Anschließend war Schwürbitz´ Theaterrekordhalter auf der Bühne an der Reihe. Julius Fischer steht seit 1990 ununterbrochen, also 35 Jahre lang, jedes Jahr auf der Bühne bei der Theatergruppe Schwürbitz. Egal, ob Kinderstück oder Erwachsenenschwank. Er verkörperte unzählige Charaktere und ist auch beim Bühnenbau, vorzugsweise auf Leitern und Gerüsten „ganz oben“. Ebenso war er jahrelang Kassier und Mitglied der Vorstandschaft. Als unkomplizierte, treibende Kraft im Hintergrund ist ihm eine solche Ehrung gar nicht so recht. „Und gerade, weil wir das Wissen, machen wir dies um so lieber.“, führte Manfred König aus.
In einem ausführlichen, emotionalen Bericht ließ Schriftführerin Sabine Wich, dass hinter der Truppe liegende Jahr Revue passieren. Sie berichtete von den eigenen Veranstaltungen, die ausnahmslos hervorragend waren, genauso wie von vielen Ereignissen, wo die Theatergruppe viel Unterstützung anbietet. „Die Theatergruppe gestaltet seit über 40 Jahren den ökumenischen Seniorennachmittag in der Adventszeit mit“, so die Schriftführerin. Am Weihnachtmarkt ist die Theatergruppe ebenfalls seit 30 Jahren dabei. Und schließlich fragte sie: „Was wäre eine Schwürbitzer Kerwa ohne Theatergruppe?“
Ganz im Stil der Mama berichtete anschließend Lara Wich von den Aktivitäten der Jugendgruppe. Der schöne Ausflug im vergangenen Jahr und richtig guter Zusammenhalt prägte die Jahresaktivität der Jugend. „Theater verbindet Generationen“, war sich Lara Wich sicher und lud bereits jetzt die jungen Mitglieder am 01. August zum Theaterausflug nach Trebgast zum „Froschkönig“ ein.
In seinem Kassenbericht ging Stefan Fleischmann als Hauptkassier und Berichterstatter der „Kassenmannschaft“ auf viele Ausgaben im Theaterjahr 2025 ein. „Große Investitionen, viele Verpflichtungen und trotzdem oder gerade deshalb ein gutes Ergebnis“, so fasste er die vielen genannten Zahlen zusammen. Er dankte allen Helfern rund um die Kassenführung und allen, die dazu beigetragen haben, dass die Theatergruppe bei den einzelnen Veranstaltungen nicht in die roten Zahlen gerät. Heike Fischer trug den Kassenprüfbericht, inklusive aller relevanten Nennungen und sogar inklusive der Entlastungsbeantragung für die Kassenverantwortlichen in Versform vor. So etwas gibt es nur bei der Theatergruppe Schwürbitz und hinter der Lyrik steckte der ehemalige langjährige Kassier, der sich nun Ehrenmitglied nennen darf, Julius Fischer.
Die Planung für das laufende Jahr füllte mehrere Chartseiten, die mittels Beamer auf die Leinwand „geworfen“ wurden. So sind die Termine 2026 für die Fahnenabordnung am 03.04., 04.06., 15.11. und 22.11. wichtig. Man wird im laufenden Jahr im Rahmen der Vereinsgemeinschaft wieder am Schützenfest, der Kirchweih, dem Seniorennachmittag und am Weihnachtsmarkt mitmachen. Ende des Jahres plane man wieder eine Winderwanderung und der Fasching 2027 wird so kurz sein, dass man rechtzeitig in die Planung bereits Ende 2026 einsteigen müsse. Die 41. Schwürbitzer Theatertage werden am 06., 07., 08., 13., 14. und 15. November abgehalten. Die Stückauswahl ist derzeit noch offen. Aufgrund der knapp 50 ausstehenden Gratulationen in diesem Jahr, wird es der Vorstandschaft auch garantiert nicht langweilig. Am 10. Juli wird man der Einladung des neuen Ehrenmitglieds nach Trebgast zur „Feuerzangenbowle“ folgen. Wer teilnehmen möchte, darf sich bereits jetzt bei der Vorstandschaft melden. Der Ausflug zur Komödie Fürth am 16. Mai ist bereits restlos ausgebucht. Obwohl dies schon ein umfangreiches Jahresprogramm darstellt, denkt man über weitere Aktionen, zum Beispiel einen Museumsbesuch, ergänzend nach. Aus der Versammlung heraus, wurde auch der Wunsch nach einem neuen „Open-Air-Theater“ geäußert. Wie man die Vereinsleitung kennt, setzt man sich damit demnächst ernsthaft auseinander. Manfred König brachte, den offiziellen Teil abschließend, noch etwas Vereinsstatistik auf die Leinwand. So habe der Theaterverein momentan sagenhafte 266 Mitglieder. Das jüngste Mitglied sei 3 Jahre, das älteste Mitglied 94 Jahre alt. 41 Mitglieder sind unter 18 Jahre alt, was herausragend sei. Ulla Engelmann überreichte der evangelischen Kirchenverwaltung eine Spende, damit das anstehende Jubiläum unterstützt werde. Stellvertretender Landrat Helmut Fischer zeigte sich beeindruckt von den vorgebrachten Daten und Fakten. „Eine solch erfolgreiche Bilanz lasse auch Neider aufkommen, die so etwas aber erst einmal auf die Beine stellen müssten.“, so der langjährige Theaterfreund und ehemalige Bürgermeister von Michelau. „Ich freue mich sehr, dass es die Theatergruppe Schwürbitz gibt.“ schloss er seine Ausführungen. Vorsitzende Ulla Engelmann dankte am Ende der Versammlung allen Teilnehmern, ihrer Vorstandschaft und dem Ausschussteam sowie allen treuen Mitgliedern. Ein großer Dank galt dem „Herz und der Seele“ des Vereins, Manfred König, welcher die vereinseigene „Zeitung“ Lampenfieber mit sehr viel Zeitaufwand und Liebe herausbringt. Die harmonische Versammlung endete mit einem Bilderrückblick, der bis zu 30 Jahre zurückblickte. Die vielen Bilder und die Geschichten drum herum führten dazu, dass man bis kurz vor Mitternacht gemütlich bei bester Laune beisammen saß. sam

Manfred König und Vorsitzende Ulla Engelmann (li) sowie zweiter Vorsitzender Stefan Ehrsam (re.) überreichten den beiden neuen Ehrenmitgliedern Alois Dechant und Julius Fischer Urkunden und Skulptur. Das kleine Kunstwerk erhielt Ehrenmitglied Heinz Freitag nachträglich überreicht, verbunden mit besten Wünschen für seine erkrankte Gattin Gabi. sam



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