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Katz gfreggd!

Wenn man beschreiben sollte, was heutzutage an einem Faschingsdienstag in Schwürbitz los ist, würde man wohl sagen: „Nix!“  Früher brachte man das treffender auf den Punkt in dem man sagte: „Katz gfreggd!“ Was waren das für Zeiten, wo man sich schon Wochen vorher Gedanken machte, wie man am Faschingsdienstag wohl auf die Straße kommen möchte. Die Wägen wurden geschmückt, die Kostüme genäht, man plante den einen, wichtigsten Einsatz der tollen Tage, aller tollen Tage am Anfang des Jahres – den Faschingsdienstag! Am Faschingsdienstag kam man am Vormittag zusammen, soweit man den Rosenmontag einigermaßen „überlebt“ hatte. Man hatte für Verpflegung gesorgt und man richtete noch die letzten „Kleinigkeiten“ am vereinseigenen Faschingswagen, bevor es um 14.00 Uhr endlich los ging. Am „Weiher“ traf man sich und stellte sich zur „Formation“ auf. Dann folgte man dem vorher mit der Feuerwehr besprochenen Rundkurs und an allen „Hauptstationen“ wurde Pause gemacht. Nicht das man Durst gelitten hätte, es war einfach nur Zeit, um ein bisschen Gaudi und Stimmung zu verbreiten. Da wurde gesungen, die Blaskapelle spielte zünftig auf und man tanzte auf offener Straße, dass es eine Freude für Akteure und Zuschauer war. Ziel des fröhlichen Treibens war natürlich der „Rauch“, also die bis dahin bestehenden, auf dem Weg liegenden, Wirtschaften blieben nicht unberücksichtigt …  Auf dem Weg oder dran vorbei bekam auch der „Fuchmann“, der „Bremser“, der „Pächter“ und der Gick seine Gäste ab. Ziel des Faschingsumzuges war aber immer der „Rauch“, welcher offiziell „Zum Hirschen“ hieß. Georg Vogel jr. sorgte dafür, dass Bratwürste gebraten wurden und das die Parkplätze vor der Wirtschaft für die Faschingswagen reserviert waren. Fußgruppen und Wagen waren in Schwürbitz unterwegs und „Endstation“ war dann am „Rauch“. Der Saal war für die Kinder geöffnet und Wirtschaft und Nebenzimmer platzten aus allen Nähten. An einem solchen Faschingsdienstag trat ich, obwohl Nichtsänger, zusammen mit zwei Frauen, obwohl Nichtmännlich, in den Männergesangverein „Cäcilia“ Schwürbitz ein und im Nebenzimmer entwickelte sich ein Witzewettbewerb der ersten Klasse. Wenn einer keinen Witz mehr wusste, fiel dem anderen ein Neuer ein, der lautstark vorgetragen wurde. Das dabei reichlich Gerstensaft floss, versteht sich von selbst und man ging erst heim, wenn sich der Aschermittwoch auf der Uhr ganz allmählich anzeichnete. Heute war ich in Michelau beim „Straßenfasching“ dabei und ein bisschen Stimmung aus alter Zeit fand sich da doch noch. Angekommen in Schwürbitz allerdings war Tristes angesagt. Übrigens, dieses Wort steht für:  „bezeichnet ein Gefühl oder einen ästhetischen Eindruck der Traurigkeit, der Trübseligkeit, des Jammers oder der Ödnis.“ Was muss man mehr sagen, 2026 in Schwürbitz am Main? sam

Hier einige Bilder, die aus alter Zeit stammen. Zwar nicht am Faschingsdienstag aufgenommen aber vielleicht machen die Bilder ein bisschen “Appetit” auf den 13. März, wo wir in der Vergangenen schwelgen. Erkennt sich der ein oder die andere?

Ok, die Bilder sind nicht aus dem Saal Rauch, sondern aus dem evangelischen Jugendzentrum. Aber schö wars!

Ich habe diesen Bericht nicht auf Dialekt geschrieben, da mir berichtet wurde, dass mein letzter “schwörbetzer Bericht” als kaum lesbar erschien. Sogar die KI hätte sich “aufgehängt” berichtete mir gestern ein junger Mann. Helau, M-lau, Helau! sam

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