Theater-Show-Fasching – noch bunter, sportlicher, lustiger! Fliegende Hüte, Trump, der Papst und drei Kandidaten – ein Traum!
Vor 30 Jahren, 1997, fand der erste Theater-Show-Fasching der Theatergruppe statt. Am vergangenen Samstag kam es zur 28. Ausgabe des beliebten Events im herrlich geschmückten Schützensaal auf der Göritze. Viele Sketche, Tanzeinlagen, Büttenreden und kleine Theaterstücke brachte der Verein seit der Erfindung dieses Abends schon auf der Bühne, jedoch war der diesjährige Show-Fasching erneut eine Steigerung, ein besonderer Abend für die vielen Theater- und Faschingfans und natürlich für die vielen Akteure selbst. Die Chefin der Theatergruppe Ulla Engelmann begrüßte die Gäste und verwies darauf, dass sie noch ganz allein auf der großen Bühne sei. Deshalb habe sie sich vier „gstandne Männer“ eingeladen und diese marschierten unter großem Beifall sogleich ein. Der Dirigent der Blaskapelle, Michael Stettner, der Vorsitzende des FC Schwürbitz Lukas Schäfer, der zweite Schützenmeister der Schützengesellschaft Nikolaus Tremel und der Vorstand des Turnvereins Stefan Imhof vervollständigten den 5er Rat, der auf der Bühne, im erhöhten Bereich, Platz nahm und das närrische Treiben bestens im Blick hatte. Schon war der Auftakt anzukündigen und die Theaterchefin moderierte die „Herzbuben“ an, die gleich zu Beginn kräftig einheizten. In einer bunten Show aus Sketch und Tanz überzeugten die als „junge Götter“ gewandeten Athleten, passend zum Motto des Abends „Götterball am Tag der Liebe“. Was als Abischerz einstudiert war, wurde auf der Schwürbitzer Bühne noch einmal verfeinert und ausgearbeitet und die sechs jungen Männer unter der Leitung von Celina Stammberger hatten sichtlich Spaß beim „über die Bühne wirbeln“. Hebefigur, lustige Dialoge und gut einstudierter Tanz war angesagt. Da wächst ernste Konkurrenz zur Mitternachtsattraktion „Chicken Mc Betty“ daher, allerdings in der U 100 Kilo-Klasse. Die Jungs bewährten sich anschließend noch als Losverkäufer und die teils schönen und wertvollen Preise wurden vom Publikum gerne angenommen. Was dann folgte, hat man so auch noch nie gesehen, auf den Bühnen der Gemeinde Michelau. Alle drei Bürgermeisterkandidaten von Michelau wurden auf die Bühne gebeten und Moderatorin Susanne Kraus begrüßte die Bewerber, sogar mit spezieller, individueller Auftrittsmusik. So kam Amtsinhaber Jochen Weber, passend zu seinem beruflichen Hintergrund, unter den Klängen von „Bob der Baumeister“ auf die Bühne und nahm in Göttertracht auf dem vorbereiteten Schemel Platz. Gar nicht so einfach, mit einem kurzen Röckchen auf offener Bühne. Für Mitbewerber Andreas Robisch gab es „Wind of Change“ von der Band und auch er fand als fränkischer Robin Hood, seinen Platz auf dem Schemelchen. „Hier kommt die Maus“ war reserviert für Simone Naumann, die im Wahlkampf Fragen der Wähler mit dem Motto „Frag doch mal Simone“, in Anlehnung an die Maus-Sendung, beantwortet. Moderatorin Susi wollte es von allen dreien natürlich genau wissen. Sie legte den Bürgermeisterkandidaten Wahlversprechen in den Mund und dies führte zu lustigen Antworten. So sollte Bürgermeister Weber erklären, warum er jeden Montag für Freibier in den Mittagspausen plädiert. Simone Naumann durfte sich für Punkt 12-Mittagsschlaf im gesamten Gemeindegebiet einsetzen und einen neu geschaffenen Posten des Schlafkontrollierers. Gekonnt erklärte Andreas Robisch sein „Wahlversprechen“, dem neuen Fahrradkino am Rudufersee und warum die mit Fahrrädern erzeugte Energie auch noch reichen sollte, das Hallenbad zu beheizen. Wie immer gab es für jeden Akteur auf der Bühne einen Orden, welcher in diesem Jahr den zweiten Vorsitzenden der Theatergruppe Stefan Ehrsam mit Gattin zeigt.
Anschließend wurde es wieder sportlich, denn die jungen Funkensterne aus Weißenbrunn kamen erneut zum Show-Fasching und präsentierten ihren neu einstudierten „Funkenmariechentanz“. Das Publikum war begeistert von den gut 20 Mädels, welche unter der Leitung von Anja Klingohr die Bühne zum Wackeln brachte und die Strumpfbänder fliegen ließen. Zwischendurch sorgte Vollblutmusiker Ronny Söllner mit seiner Partnerin Tamara am Mikrofon für stimmungsvolle Musik und Tanzrunden, bei denen jeder freie Platz zur Tanzfläche umfunktioniert wurde. Julius Fischer, dienstältester und beständigster Schauspieler der Theatergruppe Schwürbitz, schlüpfte in diesem Jahr in die Rolle des Bürgermeisterchauffeurs. Er erklärte, dass keine Information fehlen dürfe, die der Fahrer seinem Chef nicht mundgerecht beibringen würde, keine Entscheidung, die getroffen wird, welche der Fahrer nicht „genehmigt“ hätte und vor allem auch im Verkehr gibt der Fahrer die Richtung an, so die Botschaft, des originellen Büttenredners. Ein Spaß, der mit viel Beifall belohnt wurde. „Just Dance“ hieß es anschließend und die Tänzerinnen des Trieber Fußballclubs brachten erneut eine wunderschöne Choreografie auf die Bretter. In diesem Jahr nicht mit lauter Musik und halsbrecherischen Aktion. In diesem Jahr im Halbdunkel der heruntergedimmten Bühnenbeleuchtung und mit „Körperbeleuchtung“ zu schmiegsamer Musik. Die schönen Körper glitten förmlich über die Bühne und die immer wieder neuen Formationen waren wunderschön anzuschauen. Einstudiert hatte diesen besonderen Auftritt der Girls-Truppe Claudia Schramm. Gegen 23.00 Uhr kam es dann zum „Showdown“ auf der Schwürbitzer Theaterbühne. Es kündigten sich zwei weitere Kandidaten für das Bürgermeisteramt an. Unter Orgelklängen „schwebte“ kein geringerer als Papst Leo persönlich auf die Bühne. Begleitet wurde der Papst, wunderbar verkörpert von Rüdiger Pohl, von zwei Messdienern (Franz Ament und Philipp Pohl), die mit ihren Klobürsten und „Weihwasser“ aus Putzeimern nicht sparten. Mit der amerikanischen Nationalhymne und viel Pathos erschien der zweite Bewerber. Kein Geringerer als Donald Trump, hervorragend dargestellt von Stefan Ehrsam, begleitet von seinen Bodyguards (Maximilian und Philipp Ehrsam) kam mit viel Show daher. Sein Auftreten, die Figur, der Anzug, die Krawatte und das rote Baseballkappi und das „Gehabe“, zum Beispiel mit dem Finger ins Publikum zeigen, kam so authentisch, dass man meinte, es sei der amerikanische Präsident tatsächlich. Vorzüglich geschminkt und mit orangefarbener Perücke war er Trump zum Verwechseln ähnlich. Da trat der Moderator Manfred König, welcher die beiden hohen Herrn interviewen sollte, völlig in den Hintergrund. Eine noch nie dagewesene Show, als Trump seine Pläne für Schwürbitz eröffnete. „Das Rathaus kommt zuruck nach Schwurbitz – als Nachbau from the White-Haus auf die Kirchenacker!“, verkündigte er unter viel Beifall. Dieser wuchs mit jeder Ankündigung des Präsidenten. „Aus Mickelau machen wir Klein-Schwurbitz!“ und „Aus die Schwurbitzer Kerwa machen wir, das großte Volksfest der Welt – dagegen ist Oktoberfest Kinderbirthday!“ Doch auch Papst Leo versprach im laufenden Wahlkampf ungeheure Dinge. So sagte der Papst: „Wir bringe die Vatikanno nach Schwürbitz, wir bringe Liebe. Kirche ist Amore und wir mache Liebeshaus, größte Puffo aller Zeit.“ Und dies in einem herrlich zerstückelten halbitalienisch, dass es eine Freude war, zuzuhören. Im gegenseitigen Überbietungswettbewerb wollte „Trump“ natürlich eine Mauer bauen. „Um freibiersaufende Zeulner und Graatzer abzuhalten“, die die Mauer selbstredend auch bezahlen sollten und der Papst versprach eine „goldene Rolltreppe von die Maintalkathedrale zum Maino und zu die Fußballero!“. Die beiden Kandidaten hatten für die drei echten Bürgermeisterkandidaten auch eine „Nachverwendung“. Die „good Boys Jochen und Andreas und die good Girl Simone“ könnten unter Trump Maueranstreicher und Golfplatzpförtner werden. Für Simone wäre Rasentrimmen mit der Nagelschere angesagt. Der Papst hätte die Kandidaten als Ministranto sowie als Geld- und Konfettieinsammler eingesetzt. Für Simone hätte der Papst eine „weibliche Gondoliera auf die Maino“ übrig. Seine Ausführungen schloss er mit dem neu zu erfindenden Segen „Urbi et Schwürbi“. Ein herrlicher Spaß, den die „echten“ Kandidaten mit Humor und Frohsinn hinnahmen. Dann war es wieder so weit. „Chicken Mc Betty 1390“ brachte den Saal erneut zum Beben. Die „Ü 100-Jungs“ brachten ihr gut einstudiertes Programm zum Lied „Mexiko“ auf die Bühne und die mitgebrachten 20 Strohhüte flogen tief über die Köpfe der Besucher hinweg. Die Zugabe war nicht minder gewichtig und gut gemacht. Die Trainerin Waltraud Schramm war stolz auf ihre Jungs und tanzte die zweite Zugabe gleich mit. Den offiziellen Abschluss des Abends feierte das gesamte Partyvolk mit einer zünftigen Polonäse durch alle Räumlichkeiten des Schützenhauses. Die letzten Orden wurden an Helferinnen und Helfer verteilt und ein weiterer Theater-Show-Fasching der Theatergruppe Schwürbitz ging glanzvoll zu Ende. In der Bar herrschte bis weit nach Mitternacht noch frohes Treiben. sam

Die „Funkensterne“ aus Weißenbrunn präsentierten einen herzerfrischenden Gardetanz unter der Leitung von Anja Klingohr.





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2 Comments
Das freut uns sehr liebe Doris und hab vielen Dank für diese lieben Worte. Wenn man solche Kommentare wie deinen erhält, weiß man wieder ganz genau für was man all die Mühe auf sich nimmt. ❤️🎭
Liebe Grüße aus der Heimat.
Deine TGS🎭
Wenn ich mir die Bilder aus meinem kleinen Heimatdorf Schwürbitz anschaue und ihre lustige Gesellschaft betrachte,
kann ich mich einfach nur freuen! Es ist so schön in diesem Dorf geboren worden zu sein.Ich finde Schwürbitz war immer ein
Ausnahmedorf,- ein Ort,wo man noch alte Bräuche pflegt, gesellig ist, zusammen kommt und eifach das Schöne und Schwere im
Leben miteinander angeht! Die Theatergruppe ist ein Verein voller Wohlwollen für die Menschen,ein zutiefst herzlicher,fröhlicher,fleißiger Haufen!!Ich freue mich an Euch,auch wenn ich nicht mehr zu Hause bin.