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Jahreshauptversammlung bei den Schützen auf der Göritze

Am 16. Januar kamen die Mitglieder der Zimmerstutzen-Schützen-Gesellschaft Schwürbitz 1874 e. V. zu ihrer turnusgemäßen Jahreshauptversammlung im Schützenhaus auf der Göritze zusammen. Nach seiner kurzen Begrüßung kam erster Schützenmeister Michael Tischler gleich auf anstehende Aufgaben des Vereins zu sprechen. So würden verschiedene Möglichkeiten geprüft, wie man die vereinseigene Küche effektiv nutzen beziehungsweise umbauen könne. Dabei sollten die eingebauten Gasherde der Vergangenheit angehören. Professionelle Spülmaschine, Tellerwärmer und leistungsstarke Backöfen sowie Kochfelder sind allerdings unerlässlich. Der Gedanke, eine Photovoltaikanlage auf den Dächern der Liegenschaften zu installieren, wurde wieder verworfen. Ein gemeinsamer Ausflug erscheint dem Vorstand als gar nicht so einfach organisierbar. Zuviel Termine und Veranstaltungen würden dem im Wege stehen. Michael Tischler denke über einen „kleinen Tagesausflug“ nach. Anlässlich der Weihnachtsfeier wurde eine Spendenaktion aus Solidarität mit dem Fußballclub Schwürbitz durchgeführt. Wie bekannt sein dürfte, ist das FC-Heim durch den Brückenbau von der Außenwelt abgeschnitten, was enorme Einnahmenausfälle zur Folge habe. „Was vor einigen Jahren noch unmöglich schien, brachte ein stolzes Ergebnis.“, so der Vorsitzende. Man werde einen geeigneten Moment abwarten und der Vereinsführung des FC einen symbolischen Scheck überreichen. Auf dem eigenen Gelände sind die Birken im oberen Biergarten alle gefällt worden, zu groß war die Gefahr, dass die altersschwachen Bäume größeren Schaden anrichten. Zwei „Einschläge“ habe man verkraften müssen, damit nicht noch mehr passiert, wurde die Rodung von zwei Schützenbrüdern durchgeführt. Somit ist der vielbeschriebene „Birkenhain“ als Schattenspender bei Veranstaltungen im Biergarten auf der Göritze Geschichte. Die nachgepflanzten Kastanien und der Nussbaum in der Nähe der verbliebenen großen Eiche, werden noch einige Jahre brauchen, um als Biergartenbäume ihren „Dienst“ tun zu können.   

Der Vorsitzende lieferte auch einen Bericht über die Zusammenarbeit mit der Theatergruppe ab. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten habe man nun klare Abmachungen und Einträge im Kalender, wann die Theatergruppe den Saal nutzen könne und wann die Schützen uneingeschränkt ihren Schießstand haben. Diese Absprachen betreffen Anfang des Jahres den Theater-Show-Fasching sowie im Herbst die Theatertage. Mittlerweile sei schon eine Freundschaft zwischen Schützen und Theatergruppe entstanden, so der Vorstand. Bezüglich der eigenen Veranstaltungen möchte die gesamte Vereinsführung der Schützen etwas mehr Interesse der Mitglieder „spüren“. Für die diversen Feste wurden im vergangenen Jahr neue Bierzeltgarnituren angeschafft, damit auch ausreichend Platz für Mitglieder und die vielen Gäste gewährleistet werden kann. Diese Bierzeltgarnituren sind von hoher Qualität und haben einen mittleren vierstelligen Betrag gekostet. An alle Helfer gerichtet, bat Michael Tischler darum, weiterhin die Veranstaltungen der Schützen zu unterstützen. „Wir brauchen jede helfende Hand und geben uns die größte Mühe.“, waren seine Worte.

Die Jugendabteilung soll zu neuem Leben erweckt werden. Deshalb sollten zwei Vereinsmitglieder zusammenarbeiten und wieder junge Schützen an den Schießsport heranführen. Das dies ein langer, steiniger Weg sein kann, ist jedem der Vereinsleitung bewusst. Deshalb appellierte der Vorstand an die beiden gewünschten Mitglieder und alle anderen, dieses Projekt nach Kräften zu unterstützen. Schriftführer Stefan Motschenbacher blickte “in Wort und Bild” auf das abgelaufene Jahr zurück. Schatzmeister Reinhold Reuß führte aus, dass der Kassenbestand nach wie vor, solide sei. Er zählte die größeren Investitionen des abgelaufenen Jahres auf, doch es standen auf der Einnahmeseite auch gute Veranstaltungen dagegen. Auch das Spendenaufkommen half im abgelaufenen Jahr, nicht „abzurutschen“. In die gleiche Kerbe schlug Festwirt Stefan Fleischmann, der alljährlich das Schützenfest abrechne. Das Volumen des Jubiläumsjahres 2024 wurde am Schützenfest im Jahre 2025 natürlich nicht erreicht, allerdings war 2025 durchaus erfolgreich, so der Co-Kassier. Schießleiterin Gudrun Marr berichtete in ihrem Jahresrückblick über schöne überregionale Erfolge einzelner Mitglieder. Für auswärtige Hauptschießen werden alljährlich Schützen gebraucht und gesucht. Die Schießprogramme der einladenden Vereine liegen regelmäßig im Schützenhaus aus. Man solle sich zusammenschließen und die Schwürbitzer Präsenz im Gau verstärken. Das eigene Schießprogramm im abgelaufenen Jahr konnte sich wieder sehen lassen. Als erster Verein im Gau führte man ein getrenntes Preisgeld für sitzende und stehende Auflageschützen ein. Doch auch für „Freischützen“ war das Programm anlässlich des Hauptschießens wieder attraktiv, was dafür sorgte, dass 123 Schützen um die Preise wetteiferten. Am Ende der Versammlung dankte Vorstand Michael Tischler für die Aufmerksamkeit. Er stellte fest, dass es von den Mitgliedern keine „Wünsche und Anträge“ gebe und beschloss die harmonische Jahreshauptversammlung. Natürlich fand sich nach Ende des offiziellen Teils der Schützenstammtisch noch zusammen und man plante noch etwas weiter, bei einem kühlen Schluck „Schützengold“. Sam

Titelbild: Heimatdichterin Gabi Freitag prägte den Reim: „Dou druom auf dä Göritzn, die Schützn ihr Eckla, es gibt in ganz Schwörbetz, ka schöneres Fleckla!“

Die im Biergarten verbliebenen Birken wurden im ausgehenden Jahr 2025 alle gefällt, um Unfällen vorzubeugen. Das Bild trägt den Titel: Birkendämmerung

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