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Der vielbeschriebene “Birkenhain” ist Geschichte!

Einst war der obere Biergarten der Schützen eine Baugrube für die Sandsteine, die zum Bau der Kirche gebraucht wurden. Dann, nach dem Bau des Schützenhauses im Jahr 1969 wurde mit viel Liebe die Voraussetzung dafür geschaffen, dass die Schützen ein angenehmes Umfeld hatten. Im Jahr 1977 wurde die “Waldschänke” gebaut und der Biergarten entwickelte sich aus dem “zugeschütteten” Loch zusehends. Lange diente die Naturbühne neben der Waldschänke, was nichts anderes war, als der Aushub neben dem Ausschank- und Kühlhaus der Schützen, als Podium. 2003 schafften es versierte Handwerker nicht nur den “Haufen” zu terrassieren, zu pflastern und zu überdachen. Auch die Ausschankstation erfuhr damit eine Erweiterung und seither steht Niemand an der Bar im Regen, wie die Schänke bei jeder passenden Gelegenheit genannt wird.

So weit war alles in Ordnung und oft, sehr oft, haben die Schützen mit dem „Biirkenhain“ auf dem höchsten Punkt der Gemeinde, auf dem Göritzenplateau, Werbung gemacht. Was da alles für Adjektive gefunden wurden. Romantisch, einladend, schattig, schön, süffig, wunderbar, einladend, gesellig und weitere wurden verwandt und kaum jemand konnte sich vorstellen, dass dies jemals anders werden würde. Und eigentlich hat sich mit dem heutigen Tag ja auch nichts verändert.

Jedoch wurden die „alten Kerle von Birken“ mehr und mehr zum Problem. Einige von ihnen wurden einfach dürr und waren nicht mehr schön anzuschauen. Andere wiederum fielen, obwohl sie immer noch grün waren, einfach um. Im letzten Jahr traf eine Birke das Vordach der Bar und das Schützenhaus. In diesem Jahr fiel eine Birke, der man es nicht ansehen konnte auf das „Kurt Fleischmann-Gedächtnis-Hüttchen“ und zerstörte es.

Grün und scheinbar gesund, aber trotzdem einfach umgefallen. Nicht auszudenken, wenn dies passiert wäre, wenn der Biergarten Betrieb gehabt hätte. Deshalb musste man reagieren.

Nur mit viel Glück entstand kein größerer Schaden und deshalb entschlossen sich die Verantwortlichen des Vereins, die restlichen Birken vorsorglich zu fällen. Die Schützenbrüder Uwe und Kevin Lindner übernahmen diese Aufgabe heute und man wird sich dran gewöhnen müssen, dass der obere Biergarten einigermaßen „nackt“ dasteht. Im unteren Biergarten hat der kürzlich verstorbene Schützenbruder Benno Hartmann bereits vor fast 30 Jahren dafür gesorgt, dass man bei den Schützen unter dem „Biergartenbaum“ der Bayern schlechthin sitzt. Er pflanzte die erste Kastanie und zwei weitere folgten. Diese Bäume sind mittlerweile schon so groß, dass sich drunter trefflich feiern lässt. In den letzten 5 Jahren pflanzten die Schützenbrüder auch im oberen Biergarten Kastanien und einen Nussbaum. Allerdings wird es halt noch eine Generation brauchen, um so richtig Biergartenfeeling unter den Bäumen zu spüren. Die „stolze Eiche“ am südlichen Rand des oberen Biergartens wird uns in dieser Zeit beschatten und so sehr einem auch das Herz bluten mag. Es war die richtige Entscheidung, bevor es durch die umfallenden Biergartenbäume noch schlimme Schäden gegeben hätte. Bestimmt machen uns die Birkenscheide noch so manchen Spüntkessel heiß. sam

Wir werden unsem Birkenhain ein ehrendes Gedenken bewahren. Nachfolgende Generationen werden unter Kastanien sitzen!

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