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Melanie, Jannik und Lukas meistern die 60 Kilometer bei Church and Bike

30 Kilometer hin und 30 Kilometer wieder zurück. Und das ohne Motor. Kein Problem für die Teilnehmer bei der Church-and-Bike-Tour von Schwürbitz nach Stockheim. Diejenigen mit e-Bike sind ohnehin schmerzfrei, wenn es um große Kilometerzahlen geht. Und die Erwachsenen ohne e-Bike, die wissen ja, worauf sie sich einlassen. Melanie, Jannik und Lukas sind zwischen 9 und 11 Jahre alt und haben kein e-bike und waren deswegen der ganze Stolz der Schwürbitzer Radler, als sie sich auf den Weg in Richtung Frankenwald machten. Erstmals mit dabei war Pfarrer Heinrich Arnold aus Untersiemau, der sich den Church-and-Bikern spontan anschloss und bei der Abfahrt einen Reisesegen sprach. In Stockheim hießen Diakon i.R. Wolfgang Fehn und Günther Scheler vom Förderverein Bergbaugeschichte die Radlerinnen und Radler willkommen. Diakon Fehn erläuterte die Kirchengeschichte der Pfarrkirche St. Wolfgang in anschaulicher Weise und feierte gemeinsam mit den Radlern eine Andacht, die von Christina Sünkel auf der Orgel begleitet wurde. Anschließend luden beide ins Bergbaumagazin Stockheim zu einer interessanten Führung ein. Den meisten Schwürbitzern war die über 200 Jahre währende Bergbaugeschichte, die erst im Jahr 1968 endete, bislang verborgen geblieben. Aus bis zu 320 Metern Tiefe holten Generationen von Bergarbeitern die Steinkohle, das schwarze Gold, das gerade immer nach kriegerischen Konflikten besonders gefragt war. Seit der wundersamen Rettung von zwölf verschütteten Bergleuten an Ostern 1879 existiert aus Dankbarkeit die Vierzehnheiligen-Wallfahrt der Stockheimer. Radler-Vorstand Stefan Fleischmann bedankte sich im Namen der Concordia bei den beiden Stockheimern und versprach, auch im kommenden Jahr die Stockheimer Wallfahrt auf ihrem Weg nach Vierzehnheiligen wieder in Schwürbitz zu bewirten.

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