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Garten “Eden” in Schwürbitz

Herbstzeit ist Erntezeit! In diesem Jahr bringen fast alle einheimischen Bäume eine hervorragende Ernte hervor und dies noch dazu ohne großen Schädlingsbefall. Auch Exoten sieht man so ab und zu beim „Streifzug“ durch die Straßen. Da steht in der Kirchstraße eine Bananenplantage, dort wächst und gedeiht schon seit Jahren eine Ananasstaude, die aus einem „Strunk“ einer Ananas gezogen wurde, die aus dem Supermarkt kam.

Allerdings gibt es in Schwürbitz einen Garten, da traut man seinen Augen nicht. Vor dem Haus in der Sängerstraße steht ein stolzer Zitronenbaum, der reichlich Früchte trägt, ansonsten neu verlegtes Pflaster, Hausfassade, alles schön hergerichtet und man sieht, dass es Geld, Arbeit und Zeit gekostet hat. Nichts, was auf eine Artenvielfalt oder ein Früchteparadies hinweisen würde. Dazu muss man durch mehrere Türen auf die rückwärtige Seite des Hauses gelangen.

Der Grill „smokt“ vor sich hin und zunächst ist dies einmal der vermeintliche Mittelpunkt des nur wenige Quadratmeter großen, früher hätte man Schödzäfläick gesagt, Gartens. Eingebettet in schön gestaltete Mauern, die eine begrünte Abgrenzung zu den Nachbarn bieten. Man fühlt sich sofort wohl, fast schon geborgen, innerhalb des Gartens. Schon bald entdeckt man, worin man eigentlich steht.

Große Früchte, die hängenden Kürbisse fallen ins Auge und dann „wühlt“ man sich durch. „Was ist denn das alles?“, „Wie kann man denn auf so kleiner Fläche, so viel Vielfalt ansiedeln?“ Christopher und Rebecca Wenzel ist gelungen, was man nicht für möglich halten würde. „Schau, das ist eine rote Nektarine“, sagt der Hobbygärtner und lächelt. Und das? „Das sind vier verschiedene Blaubeeren, zwei Pinkbeeren, drei Kiwis und eine Maulbeere.“ Und da hilft kein Diktiergerät, da braucht man schon die sorgfältig erstellte Liste der Hobbygärtner. Drei Brombeersorten mischen sich mit 3 Johannisbeeren, Stauden und Stämmchen natürlich, damit die Vielfalt gewährleistet ist.

Kleine, gestreifte Zitronen – unglaublich, was da alles “versteckt” ist. Christopher Wenzel zeigt seine Schätzchen.

An der einen Wand wächst Wein entlang, rote und weiße Trauben, die Stachelbeere neigt sich über das Hochbeet, in dem Erdbeerpflanzen sich gerade von selbst „vermehren“. Doch Stachelbeeren sind ja normal, da kommen die beiden Gojibeeren ins Spiel. Die Birne, der Pfirsichbaum, das Apfelstämmchen und die Kirsche fallen schon gar nicht mehr auf, so sehr sucht man nach Raritäten. Da ist schon wieder eine – der Bitterorangenbaum, zwei Calamondinbäumchen, das Calamondinbäumchen, dreifarbig, die dreifarbige Zitrone, das Kumquatbäumchen, neben dem Mandarinenbäumchen, was Früchte trägt und man versucht ist, das Ernten zu beginnen. „Sind das Zitronen? frage ich.“ Natürlich weiß ich, was Zitronen sind, aber sind das auch welche? „Naja“, ist die Antwort. Das eine ist ein Kaviar-Limettenbäumchen und hier ist „Buddhas Hand“, auch eine Zitronenart. So etwas hab` ich noch nicht einmal im Fernsehen „Querbeet“ oder „Kaffee oder Tee“ gesehen. Und der Name „Buddhas Hand“, so treffend wie genial.  

Gestatten: “Pane” – die Riesenzitrone!

Jetzt denkt man, jetzt… hat man den Überblick aber da um die Ecke, da ist der Wintergarten, auf den wenigen Stufen hinauf, entdeckt man entlang der westlichen Hauswand die Tomatenkultur, die laut Hausherrn heuer viel zu viel produziert. Ah! und hier im Wintergarten mit seinem gemütlichen Sitzplatz noch ein Zitronenbaum, wie man es kennt und der Gärtner weiß natürlich, dass dieses Bäumchen heuer, oder wars letztes Jahr? Schon 65 Zitronen produziert hat. Hier in den Wintergarten kommen auch, wenn es Zeit ist, die empfindlichsten Exoten und man ahnt, was das für eine Arbeit sein wird, vor und nach dem Winter.

Ein stattlicher Olivenbaum neben dem kleineren Brüderchen – allerdings (noch) ohne Früchte.

Das Grapefruitbäumchen neben der gestreiften Zitrone und dem Caipirinha Limettenbäumchen weißt darauf hin, dass hier ganz in der Nähe auch eine gut ausgestattete Bar eingebaut sein muss, die in ihrer großen Auswahl auch schon mal die ein oder andere Frucht aufnehmen kann. Das „orangene Limettenbäumchen“ trägt auch Früchte für den nächsten Cocktail. Was kann man in einer Bar noch brauchen: Jede Menge Kräuter und Oliven – natürlich, da sind die Oliven, kleine und große Stämme, wobei allerdings nur die kleinste Sorte in diesem Jahr trägt. Aber bei vier Bäumchen sind die Chancen für nächstes Jahr nicht schlecht. Und auch Blumen wurden im Gärtchen nicht vergessen, es blüht, dass es eine Freude ist. Feigen? Natürlich sind auch zwei Feigenbäumchen vorhanden und der Paradiesbaum schlechthin: Zwei Granatapfelbäumchen grüßen bei genauem Hinsehen.

Beschriftung ist wichtig, damit man den Überblick nicht verliert. Hier die mexikanische Minigurke.

Gleich neben dem Grill, in dem das Schmorfleisch langsam gar ist, zeigt mir der Gärtner noch die Bananen, welche war klein, aber sehr interessant sind.

Überhalb des Grills, auf 2,5 Meter Höhe grüßen die zierlichen Früchte des Bananenbaums – herrlich!

Beim Verlassen des „Areals“ entdeckt man noch die Physalis, ohne die dieser „paradiesische Garten“ nicht komplett gewesen wäre. Und wer nun denkt, auf so kleiner Fläche bliebe kein Platz für die Familie. Auch an die wurde gedacht, die großzügige Außenlonge passt unter die Laube und am mediterranen Holzüberstand ist nicht nur die Schaukel für Nachwuchsgärtner, Söhnchen Nico, angebracht. Auch die Sonnensegel und Kletterpflanzen zaubern einen Hauch von Karibik ins Garten-Eden-Eck. Wunderbar, dass ich dieses Kleinod besuchen durfte. Ich freue mich für die kleine Familie, dass Hausumbau und Gartengestaltung so gut gelungen ist und wünsche für dieses Jahr noch eine reiche Ernte. Wenn ich nächstes Jahr wieder kommen darf, gibt es Folge II dieses Berichts, dann, wenn der „Gartengestalter“ seine herbstlichen Einkaufspläne – er hatte da noch Sorten im Kopf, die man im Herbst fast schon nachgeschmissen bekommt – umgesetzt hat und alles in voller Blüte steht. sam

Wunderbar, der Schmorbraten ist fertig – Im Hintergrund sieht man, dass sogar noch für eine kleine Rasenfläche Platz ist. sam

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