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Grundsteinlegung vor 100 Jahren gebührend gefeiert!

Genau 100 Jahre und 3 Stunden trennten die Veranstaltung der Grundsteinlegung der evangelischen Kirche in Schwürbitz im Jahre 1925 und dem Gedenken daran, als am Samstag, 19. Juli um 18.00 Uhr die Geistlichen Pfarrer Andreas Baumann und Diakon Andreas Dünisch mit ihrem „Hilfspfarrer“ Thomas Gruber zahlreiche Einwohner im Pfarrgarten, unterhalb der evangelischen Pfarrkirche, zu einer gemeinsamen Andacht begrüßten. Es war eine schöne, legere und anmutige Veranstaltung, die Thomas Gruber mit dem gesungenen Werbeslogan einer Bausparkasse „Auf diese Steine können sie bauen!“ eröffnete. „Der Grundstein für die evangelische Pfarrkirche wurde am 19. Juli 1925 gelegt.“ Dekan Dünisch erinnerte an die Steine, die damals aufgeschichtet wurden, um die Kirche zu errichten, damals vor 100 Jahren. Heute jedoch wären die Steine, die Menschen, die zusammenhalten und das wahre Fundament bildeten. „Nun danket alle Gott“ war der erste Choral, den die Blaskapelle Schwürbitz umrahmte und der würdig zum Anlass passte. „Ihr Lieben, lasst mich erklären, was wir heute feiern.“ waren die Worte des Kirchenvorstandes Thomas Gruber, der seine Gefühle in einem Gedicht ausdrückte. Er berichtete von diesem 19. Juli vor hundert Jahren und verlass die „Zugordnung“, die damals durch die Marktzeulner Straße über die Rathausstraße zum Grundstück zog, um der Grundsteinlegung einen würdigen Rahmen zu verleihen. Er zeigte auf, welche schriftlichen Werke im Grundstein liegen, und sagte allen, die in den letzten 100 Jahren irgendeinen Dienst für die Kirche taten, einen herzlichen Dank.

Pfarrer Baumann und Dekan Dünisch waren sichtlich zufrieden mit der Arbeit, die sich Thomas Gruber mit seinen Helfern, sowohl mit der Organisation des kleinen Festchens, als auch der Andacht machte. Dieser wiederum zeigte, ganz im Zeichen der jahrhundertealten Tradition der gegenseitigen Konkurrenz, auf, dass die evangelischen Christen schon lange vor der Erstellung des katholischen Gotteshauses einen Betsaal im ehemaligen Rathaus hatten, welches bereits 1725 erstellt wurde.

Doch die Ökumene herrschte natürlich vor, an diesem für Schwürbitz historischen Tag. Nach dem Glaubensbekenntnis ging Thomas Gruber darauf ein, dass er überhaupt kein Problem mit der Bezeichnung „Hilfsgeistlicher“ habe, denn der erste evangelische Pfarrer Vikar Heinrich Bock, welcher am 15.05.1922 eingesetzt wurde, war offiziell auch so benannt. In seiner Predigt betonte der Schwürbitzer Kirchenvorstand, dass es für ein lebendiges Miteinander keine Wasserwaage brauche. „Gott nimmt jeden wie er ist!“. Dieses Motto passte auch zur Vorstellung der im kommenden Jahr zu konfirmierenden jungen Menschen, innerhalb der Kirchengemeinde. Die 12 Jugendlichen wurden namentlich vorgestellt, waren alle persönlich anwesend und durften sich an diesem Abend erstmals präsentieren. Den Abschluss des Gottesdienstes bildete das gemeinsam gesungene Lied „Großer Gott wir loben Dich“ bevor Pfarrer Baumann in seiner Begrüßungsrede die Prominenz und alle Anwesenden willkommen hieß. So freute er sich, dass stellvertretender Landrat Helmut Fischer, anwesend war. Ebenso zweiter Bürgermeister Hans-Georg Borchert und einige Gemeinderäte. Pfarrer Baumann freute sich außerordentlich, dass die Blaskapelle Schwürbitz nicht nur den Gottesdienst umrahmte, sondern auch danach noch musikalische Unterhaltung bot. Er dankte dem TV Schwürbitz mit seinem anwesenden Vorstand Björn Härtel für die Überlassung der Bierzeltgarnituren und der Gemeinde für die Aufstellung des Toilettenwagens. Natürlich galt sein Dank auch Thomas Gruber, welcher über Wochen, ja Monate, dieses erste Ereignis zum Bau des evangelischen Gotteshauses organisierte. Als weitere Helfer wurden Jonas Becker, Tim Fischer und Metzgermeister Patrik Lindner lobend erwähnt. In seinen Grußworten ging der ehemalige Bürgermeister Helmut Fischer auf die 100jährige Geschichte der evangelischen Kirchengemeinde und deren Seelsorger ein. „Schwürbitz sei eine besondere Ortschaft und die Ökumene lebt“, so der Redner. Er wünschte der Pfarrgemeinde und dem Gebäude in Zukunft alles Gute. Ein umfangreiches Grußwort lieferte zweiter Bürgermeister Hans-Georg Borchert ab. Die evangelische Kirche sei „Fundament für den Glauben und die Gemeinschaft“. Er freue sich immer, wenn er nach Schwürbitz eingeladen sei. Das gute Miteinander, die Verpflegung, die Unterhaltung wären in Schwürbitz immer vorbildlich. Einen „ehrlichen Dank“ hatte er für Thomas Gruber dabei, welchen er mit den Worten beschrieb: „Thomas Gruber habe seine Pfarrer im Griff.“. Sabine Wich, als Mitglied der Mutter-Kind-Gruppe und Gemeinderätin überreichte ein Spende und dankte jedem Gemeindemitglied, welches über die Jahre mit ihrer Spendenbereitschaft für die Unterhaltung der Kirche wichtiges geleistet hätte.  Ebenso gratulierte der ehemalige Kirchenpfleger der katholischen Kirchengemeinde, Manfred König. Er lobte die seit vielen Jahren gute Ökumene am Ort und das viele verbindende der beiden Konfessionen. Thomas Gruber unterstrich diesen Hinweis: „Wenn unsere Vorfahren die Kirche in zwei Jahren bauen konnten, dann sind wir in der Lage bis zum Einweihungstermin am 08. Mai 2027 die Kirche umfassend zu renovieren. Dazu brauche es „lebendige Steine“ innerhalb der Kirchengemeinde und alle anwesenden Geistlichen luden zu den Gottesdiensten und zur anstehenden Kirchweih ein. Während der Kirchweihgottesdienst in diesem Jahr, abgestimmt mit der katholischen Pfarrei, wieder um 9.00 Uhr stattfindet, wird in Zukunft der reguläre Gottesdienst um 10.45 Uhr angeboten, so Pfarrer Baumann. Kulturvereinsvorstand Stefan Motschenbacher mit seinem Amtsvorgänger und Ehrenvorstand Herbert Fleischmann überreichten den beiden Geistlichen, sowie dem Kirchenvorstand jeweils eine Anstecknadel im Stile der Ortstafeln „Schwürbitz am Main“ und damit ging der offizielle Teil des Abends in den gemütlichen über. Mittlerweile war auch Pfarrer Lars Rebhan unter den Gästen. Die Blaskapelle Schwürbitz spielte unter der Leitung von Michael Stettner noch zünftig auf, solange die Noten noch zu sehen waren und auch nach Einbruch der Dunkelheit herrschte ausgelassene Freude. Das Gotteshaus war stimmungsvoll farbig beleuchtet und die Verpflegung bestens. sam

Die beiden Geistlichen Pfarrer Baumann und Diakon Dünisch mit ihrem „Hilfspfarrer“ Thomas Gruber, welcher sich als Kirchenvorstandsmitglied vorbildlich um die Organisation des kleinen Festchens kümmerte. Die evangelische Kirche im Hintergrund, die Blaskapelle rechts.

Alle 12 Konfirmanden des nächsten Jahres wurden namentlich vorgestellt und waren persönlich anwesend.

Und hier noch einige Impressionen, die es natürlich nur exklusiv auf schwuerbitz.de gibt. DANKE an ALLE, die mitgewirkt haben. sam

Und das schönste Bild zum Abschluß: Ich habe noch nie gesehen, dass ein Pfarrer etwas in den Klingelbeutel “schmeißt”. sam

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