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Wohl dem, der eine eigene Homepage hat!

Liebe Leser, Sie befinden sich hier auf der Homepage unseres “Kleinods” Schwürbitz am Main. Als ich kürzlich ein wenig scherzend als Leitsatz oben rechts: “Diese Seite ist absolut subjektiv und vollkommen unabhängig!” gesetzt habe, konnte ich noch nicht wissen, wie schnell ich das erklären muss. Gestern, also am Freitag, 11. Juli kam ich mit einigen “Mitstreitern” zusammen, die etwas für Schwürbitz übrig haben und ohne diese Leute, zum Beispiel die Organisation unserer Kerwa nicht möglich wäre. Im Laufe des Abends kamen wir mehrfach auf die momentan bestehende Situation der Presseberichterstattung zu sprechen. Einige Sitzungsteilnehmer waren erstaunt, was wir, als Presseschreiberlinge, berichten konnten. Die momentane Situation sieht – und ich denke, man muss das mal erklären, weil gestern die Teilnehmer einigermaßen überrascht waren – wie folgt aus: 1. Die “Neue Presse” hat ihre Redaktion in Lichtenfels geschlossen. Mit diesem Schritt ist gleichzeitig die “Neue Presse – Ausgabe Lichtenfels” eingestampft worden. Dies hindert das Unternehmen allerdings nicht, immer wieder Werbeanrufe – erst diese Woche wieder – in Auftrag zu geben, bei denen beauftragte “Call-Center” Menschen im Landkreis Lichtenfels anrufen und ein Abonnement verkaufen möchten. Ich erklärte diesen Anrufern schon mehrfach, dass ich die “Ausgabe Coburg” nicht bestellen möchte, da es mich nicht interessiert, was im Landkreis Rodach, Coburg, etc. passiert. Die zweite “Quelle” der Information ist der “Fränkische Tag”. Diese meist nach Bamberg ausgerichtete Redaktion lässt regelmässig eingereichte Berichte – simsalabim – verschwinden. Denen ist einfach das Papier zu teuer, auf das wir gerne einen Bericht gedruckt hätten. Auf Nachfrage kommt dann die Aussage, dass der Bericht nicht relevant oder zu “regional” gewesen wäre. Wenn dann doch einmal ein Bericht gedruckt wird, ist entweder das Bild dazu unterschlagen oder so klein, dass man es lieber doch nicht eingereicht hätte. Doch nun zur dritten Möglichkeit, über Schwürbitz, der Gemeinde oder auch andere Ortschaften etwas zu erfahren. Das Obermain-Tagblatt. Wie soweit bekannt, wurde das Obermain Tagblatt als eigenständiges “Blatt” von der Mainpost Würzburg übernommen. Diese wiederum gehört zur Mediengruppe Pressedruck mit Sitz in Augsburg, welche zum Beispiel auch die Augsburger Allgemeine oder den Südkurier heraus bringt.

Nun, wenn man lange genug in der freien Wirtschaft gearbeitet hat, ist einem so eine “Übernahme” schon einmal “über den Weg gelaufen” und man hat die Folgen von “Der Große schluckt den Kleinen.” entweder selbst erlebt oder zumindest Berichte darüber gehört. Die “Kleinen” in Lichtenfels müssen sich also den “großen Strukturen” anpassen und das schlägt zu den ganz kleinen, also uns “Schreiberlinge” direkt durch. Wir sollen – nach 40 Jahren der Mitarbeit oder mehr – Vereinbarungen unterschreiben, wonach wir zwar auf eigene Rechnung, Versicherung, Besteuerung unterwegs sein sollen, Das alles, mit eigenem Equipment, also Kamera, Laptop, Drucker, Telekommunikationsverbindung, selbstverständlich mobil und pünktlich, nicht nur bei den Ereignissen, sondern auch in der Abgabe der Berichte. Neuerdings wird von uns verlangt, dass wir am Anfang des Monats unsere wage ins Auge gefassten Berichte von Ereignissen, von denen man nie weiß, ob sie zustande kommen und in welchem Rahmen es sich bewegt, anmelden. Uns wird dann, wenn es gut geht, ein Auftrag erteilt, diese Berichte auch zu erstellen. Erst mit diesem Auftrag, können wir – halbwegs – damit rechnen, dass der Bericht auch erscheint und man dafür eine “ungefähre” Vergütung bekommt. Diese Vergütung hat jedoch mit Mindestlohn nichts zu tun und fließt in meinem Fall wieder den Vereinen zu, für die ich schreiben d a r f. Es sei denn, ich wäre zum Beispiel Mitglied in der CSU und schreibe über, sagen wir mal die Kreis-JU. Dann gilt neuerdings mein Bericht, an dem ich 4-5 Stunden gearbeitet habe, als Pressemitteilung. Oder, wie es gestern passiert ist: Man bekommt keinen Auftrag für ein Ereignis. Gestern wäre es die Jahreshauptversammlung des Turnvereins gewesen. “Da soll der Schriftführer, der Redaktion Informationen übermitteln, die dann ebenfalls als Pressemitteilung behandelt werden.” Über Ereignisse aus Schulen, Horte oder Kindergärten sollen wir “Kleine” gar nicht mehr berichten, damit wir uns Zeit sparen.

Und dann machst Du einen Bericht, bekommst sogar einigermaßen Platz im “Blättla” und zwei Bilder werden auch noch veröffentlicht. Nun hast Du natürlich das Bild, welches Du eingereicht hast, betrachtet und schreibst einen “Bildtext” darunter. So kommt es, dass dann ein Bild veröffentlicht wird, was gar nicht zeigt, was Du eingereicht hast. Beispiel gefällig?

Sieht jemand das Rathaus mit seinem freundlichen Zwiebelturm? Erahnt jemand das evangelische Schulhaus?

Hier das Originalbild:

So, dass musste nun mal raus, damit man sich nicht auch noch rechtfertigen muss, dass man so “blöd” wäre und einen Bildtext schreibt, der auf das gedruckte Bild gar nicht zutrifft. Hoffentlich versteht man uns “kleine Schreiberlinge” jetzt ein bisschen besser und: “Wohl dem, der seit 30 Jahren seine eigene, gepflegte, hochaktuelle Homepage hat!”. sam

Und jetzt noch eine Ergänzung. Ob sich Dekan Dünisch und Manfred König freut, weiß ich nicht. Hier das Original-Bild mit dem Original-Text!

Dass die Ökumene in Schwürbitz lebt, beweist dieses Bild. Es zeigt den evangelischen Diakon Andreas Dünisch mit dem katholischen Lektor und ehemaligen Kirchenpfleger Manfred König vor der evangelischen Pfarrkirche.  

sam

1 Comment

  • Auf den Gottesdienst habe ich mich auf jeden Fall gefreut 😉 Das es in der Ökumene passt, stimmt natürlich auch, gell Manny!?

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