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Rosenmontag gehörte immer der Blaskapelle!

Viele erinnern sich noch: Die Samstage vor dem Faschingswochenende, welches immer mit dem unsinnigen Donnerstag begann und dem Faschingsdienstag endete, gehörte den Vereinen. Der Saal “Rauch” war ausgebucht und die Schützen begannen den Reigen. Manchmal, wenn der Fasching recht kurz war, sogar schon mal am 07. Januar, wo die Weihnachtslieder kaum verklungen waren. Also war stillschweigend ausgemacht: Schützen, Fußballer, Turner, Sänger und am Rosenmontag hatte die Blaskapelle ihren Faschingsabend. Jeder schleppte Unmengen an Spirituosen in die Bar, welche versteckt unter der Galerie war, organisierte eine Band und verlangte Eintritt, damit man halbwegs “raus kam”. Je nach Einladung, Besuch und Gegenbesuch, hatte man dann den Laden voll oder eben nicht. Der Turnverein versuchte es mit einem anderen Konzept und bestellte stets die teuerste Kapelle. “Frankenland-Gaudi-Express” war der Hammer und dieser spielte oft. Dann folgte der Faschingssamstag und die Sänger boten immer auch eigenes Programm an. Der Samstag, um den beneidete jeder Verein die Sänger. Doch noch schlimmer war der Neid auf die Blaskapelle. Wie kann es denn sein, dass die immer den Rosenmontag bekommen? Rosenmontag, war ähnlich wie der Faschingssamstag Garant dafür, dass die Hütte voll war. Bis…. ja bis der unvergessene Geschäftsführer Alois Thiem es mit dem Sparen gaaaanz genau nahm. Er bestelle eine Kapelle, die gänzlich unbekannt, vollkommen neu, und seeehr billig war. Das erste Stück, keiner weiß mehr, wie es hieß, war so schief, dass der voll besetzte Saal von einer herrlichen Gaudi ausging. Das Gelächter war groß und jeder freute sich auf einen stimmungsvollen Abend. Doch das zweite Stück war nicht besser. Ganz verwegene glaubten daran, dass die Band auch das zweite Stück so verhundst, damit die Zuhörer Spaß empfinden…… Doch…. es war keine Gaudi – die konnten einfach nix! Der Saal leerte sich, die Besucher, die Eintritt bezahlt hatten fingen an zu schimpfen. Doch wo war der Verantwortliche? Louisl zog es vor, seine Kassierer am Eingang stehen zu lassen und über die Straße nach Hause zu flüchten. Die Band mühte sich redlich, jedoch wollte sie Niemand hören. Die Gastwirtschaft war übervoll und auch das Nebenzimmer sorgte für Umsatz beim Wirt, während im Saal einzelne Musiker ausharrten und es nicht wahr haben wollten. Das war der Anfang vom Ende der organisierten und eingeteilten Faschingsorganisation, wo jeder seinen “Umsatz” hatte. Letztlich war es aber auch der Grund, warum sich die Theatergruppe sagte, das ist die Chence, einzuspringen und der Verein, hielt fast 25 Jahre den Fasching im Saal “Zum Hirschen” hoch. Doch auch hier gab es einen Endpunkt.

Zurück zur Blaskapelle. Die Blaskapelle stimmt alljährlich ab, ob genug Musiker am Rosenmontag zur Probe da sind. Und, was soll man sagen. Der Rosenmontag findet in Schwürbitz im Pfarrzentrum statt. Mit stimmungsvoller Musik aber keinerlei Gästen. Die Musik kann man, wenn sie perfekt einstudiert ist, an Ostern hören. Dann, wenn wieder die Turnhalle zur Konzerthalle umgebaut ist und sich viele Fans über schöne Blasmusik freuen. Und was ist mit dem Fasching in Schwürbitz? Der Turnverein hielt in diesem Jahr wieder einen Fasching “wie früher” und wenn es sich rumspricht, mag es vielleicht wieder so werden. Die Theatergruppe hat in diesem Jahr ihren 27. Theater-Show-Fasching grandios gefeiert und wer weiß, wielleicht kommen die Schützen auch noch mal auf den Geschmack. Oder etwa der Gesangverein? Oder die Fußballer, wenn man sie wieder uneingeschränkt besuchen kann? Auf jeden Fall bleibt es vorerst dabei: “Der Rosenmontag gehört der Blaskapelle!”

Hier ein Gruß von der Probe am Rosenmontag, wo wirklich wunderbare Musik zu hören war und fast hätte es für einen Rosenmontang-Unterhaltungsabend gereicht. Ostersonntag dann halt….. DANKE Blaskapelle – sam

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