Jahreshauptversammlung der Blaskapelle Schwürbitz. Ein Paradebeispiel an erfolgreicher Vereinsarbeit!
Seit einigen Jahren hält die Blaskapelle Schwürbitz, anstelle der Orchesterprobe Anfang des Jahres, die Jahreshauptversammlung an einem Montag ab. So geschehen, Anfang dieser Woche, wo Vorsitzender Oswald Kremer viele Mitglieder im Pfarrzentrum „St. Josef“ begrüßen durfte. Nach der Begrüßung und dem ehrenden Gedenken an sechs verstorbene Mitglieder kam der Vorsitzende auf das abgelaufene Jahr zu sprechen. In seinem Bericht freute er sich über viele weltliche und kirchliche Auftritte, wobei natürlich das eigene Osterkonzert, neben einigen großen Auftritten wie dem Korbmarkt, die Höhepunkte bildeten. Er freute sich, dass alle Veranstalter mit den Auftritten der Blaskapelle Schwürbitz so sehr zufrieden sind, dass man erstens viel Lob höre und zweitens immer wieder gebucht werde. Dank des Verzichtes auf Aufwandsentschädigungen der Aktiven, einem soliden Kassenbestand und einigen Spendern, bei denen sich der Vorstand herzlich bedankte, konnte am Ende der abgelaufenen Saison neue Bühnentechnik angeschafft werden. Diese neue Musikanlage wird für eine weitere Qualitätssteigerung sorgen. Eine weitere große Investition in neue Uniformen wird die Vorstandschaft in Zukunft beschäftigen, wobei der Trend weg gehe von der Sakkojacke. Oswald Kremer könne sich eine saubere Kombination aus Hose, Hemd, Weste und Allzweckjacke gut vorstellen. Die Musikerinnen würden sich ein Dirndl zur männlichen Uniform wünschen, allerdings sei eine konkrete Überlegung das Thema von „übermorgen“. Das neue Jahr verspricht wieder ein gutes zu werden, sind doch schon viele Termine gebucht. „Die Erfolgsstory Blaskapelle Schwürbitz geht also weiter“, so der Vorstand wörtlich. Dies betrifft auch die Jugendarbeit. Unter der Regie von Manuela Scherzer mit Fabienne Mixa und Ina Hennemann konnte die Ausbildung der Bläserklasse weitergeführt werden. An der Weihnachtsfeier und am Weihnachtsmarkt hatten die Mädchen und Buben ihre ersten Auftritte, was mit Respekt durch die Zuhörer aufgenommen wurde. Oswald Kremers besonderer Dank galt allen, die mithelfen, egal an welcher Stelle, das Vereinsschiff weiter auf Kurs zu halten.
Julia Stettner blickte in ihrer Funktion als Schriftführerin auf die im vergangenen Jahr durchgeführte Generalversammlung zurück. Dies ist zwar alljährlich eine „trockene Sache“, allerdings ermöglichen die genannten Zahlen einen direkten Vergleich zur momentanen Situation. Dirigent Michael Stettner zählte besondere Highlights der abgelaufenen Saison auf. Im vergangenen Jahr hatte man für das Osterkonzert nur wenige Wochen Zeit, um zu proben. Trotzdem sei ein schönes Konzert gelungen und die Besucher waren begeistert. Hallenbadfest, Florianstag, zwei Auftritte in Neuensee, FC-Jubiläum in Lettenreuth, viele Schützenfeste, die Umrahmung des Festes der Blaskapelle in Marktgraitz, das Jubiläum der Schützen Schwürbitz, die Kerwa in Michelau und Schwürbitz mit dem krönenden Abschluss Korbmarkt Lichtenfels waren wirklich gute, erfolgreiche Unterhaltungen im Blaskapellenkalender. Leider, so der Dirigent, werden „Ständerla“ immer weniger bestellt. Jubilare sollten sich keine Gedanken machen, dass so ein „Ständerla“ vielleicht lästig sei, im Gegenteil, sie gehörten dazu und werden gerne gespielt. Michael Stettner freute sich über die neue Musikanlage und Pablo Hüttner, der sich als junger, aktiver Musiker bestens mit der Technik auskenne und auch lichttechnisch ein absoluter Spezialist sei. „Pablo, mit dir und der neuen Technik werden wir noch besser werden!“, rief der Dirigent dem knapp 19-jährigen zu. Abschließend freute sich Michael Stettner darüber, dass in der abgelaufenen Saison nur wenig Aushilfen anderer Vereine bestellt werden mussten, weil jede ( r ) Aktive meist anwesend war. Er begrüßte mit Kira Scheidt und Leon Mitlacher zwei neue Aktive im Klangkörper, mit denen man nun auf die 40 Musiker-Marke zuginge. Auch mit der Probenarbeit zeigte sich der Dirigent mehr als zufrieden, was wiederum der guten Klangharmonie zugute komme. Ab dem 20. Januar starte man die Vorbereitung auf das diesjährige Osterkonzert, welches am 20. April, wie gewohnt in der Turnhalle Schwürbitz, stattfinden werde. In seinem Bericht über die Jugendabteilung führte Sebastian Stettner aus, dass die Jugend eine große Stütze und ein fester Bestandteil des Vereins sei. Über den vollen Terminkalender des Vereins hinaus, führte man im vergangenen Jahr eine Fahrt in den Zoo Erfurt durch. Eine schöne Veranstaltung, die viel Spaß gemacht habe, so der Jugendleiter. Er versprach, dass die Jugendabteilung auch in Zukunft, helfen werde, wo es nötig sei. Demnächst finde die Generalversammlung der Jugend statt, wo es eine neue Vorstandskonstellation geben werde. Mit einem Dank für die Unterstützung aus der Vorstandschaft heraus, schloss der Jugendleiter.
Es folgte der Kassenbericht des Geschäftsführers Markus Heid. Ein volles Programm, gute Einnahmen durch den Spielbetrieb, der Verzicht der Aktiven und einige Spenden machten es möglich, die sehr teure Bühnentechnik auf den neuesten Stand zu bringen. Das nach dieser Großinvestition gebliebene finanzielle Polster sorge dafür, dass man vor einer eventuellen Reparatur am vereinseigenen Anhänger oder Instrumenten keine Furcht haben müsse. Er dankte ausdrücklich der Raiffeisenbank, der Koinor Horst-Müller-Stiftung sowie der Gemeinde Michelau. Elmar Dümlein berichtete davon, dass er mit Horst Babst und Silke Schulz die Kasse geprüft habe und keine Beanstandungen festgestellt wurden. Die Entlastung von Geschäftsführer und Vorstandschaft wurde auf Antrag einstimmig durchgeführt.
Vorsitzender Oswald Kremer dankte für alle Berichte und kam zum Punkt Ehrungen. Zuerst, so der Vorstand, hätte man einige „interne“ Ehrungen durchzuführen. So wurde Hans-Jürgen Schug für 25 Jahre als passives Mitglied geehrt. Roland Braun erhielt eine Ehrung für über 50 Jahre passive Mitgliedschaft. Bernhard Güthlein, der über 50 Jahre aktiv und passiv dabei war, erhielt die goldene Ehrennadel “50”. Ebenso wurde Ehrenmitglied Konrad Kremer für über 50 Jahre aktiv ausgezeichnet. Vorsitzender Oswald Kremer erhielt die goldene Vereinsnadel „50 Jahre aktiv“. Werner Fleischmann wird zu einem anderen Zeitpunkt geehrt werden. Höhepunkt der internen Ehrung war, dass Alois Dechant zum Ehrenmitglied ernannt wurde. In der Laudatio auf den Mäzen berichtete Oswald Kremer davon, dass „Alois ein absoluter Fan aller Blaskapellen im Landkreis und ein großer Förderer sei. Bei der Finanzierung von Instrumenten und Schlagwerken waren wir bei Alois immer an der richtigen Stelle.“ „Wir haben schon oft bei dir gespielt und sind jederzeit gerne wieder vor Ort.“ Der Vorsitzende bedankte sich bei Alois Dechant sehr herzlich und übergab die Ehrenmitgliedsurkunde unter großem Beifall der Versammelten. Natürlich nahm der so Geehrte die Nadel nicht ohne weiteres an, sondern dankte recht herzlich. Er regte an, dass es Zeit wäre, dass die Blaskapelle sich nach außen sichtbar ein Zeichen des Stolzes anschaffe. „Die Weismainer haben so etwas schon.“ und wenn der Verein es wolle, würde der Gönner bei der Anschaffung einer Standarte gerne mithelfen. Auch nach Trebgast lädt das neue Ehrenmitglied in 2025 gerne wieder ein und bestimmt finde man mal einen Termin, um ein Spanferkel zu braten.
Weitere Ehrungen im Namen des Nordbayerischen Musikbundes wurden vom stellvertretenden Kreisvorsitzenden Andreas Pratsch, Oswald Kremer und Michael Stettner durchgeführt. Während der Kreisvorsitzende die Namen der zu ehrenden aufrief, kam Vorsitzender Oswald Kremer auf dessen Instrument und Wertegang zu sprechen. Michael Stettner heftete anschließend die Nadel an. Ein würdiges, eingespieltes Szenario, welches man sich gerne ansah. Für 10 Jahre aktives Musizieren wurde geehrt: Nick Birkner, Pablo Hüttner, Anna König, Louis König, Sandra Jakob und Phillip Wolf. 20 Jahre aktiv sind: Sebastian Stettner und Tamara Stettner. 30 Jahre spielen Musik: Christian Kraus und Daniela Spörlein. Für 50 Jahre aktives Musikspielen wurde Otto Drechsel geehrt. Andreas Pratsch fügte an, dass man sich bei einer 50-jährigen Ehrung nicht mehr im Bereich des Kreisverbandes Lichtenfels bewege, sondern dass er die Nadel übergebe, als Mitglied des Bezirksverbandes des Nordbayerischen Musikbundes.
Geschäftsführer Markus Heid hatte die Ehre, Kirchenrätin Angelika Peters einen symbolischen Scheck über 645,– Euro übergeben zu können. Dies entspricht der Hälfte des Erlöses am Weihnachtskonzert 2024. Vorsitzender Oswald Kremer freute sich, den frischgebackenen Eheleuten Hannes und Anja Hennemann ein Hochzeitsgeschenk übergeben zu dürfen. Der langjährige Tennorhornist Hannes Hennemann stellte ein Festchen anlässlich dieses Ereignisses in Aussicht. Am Ende der Versammlung freute sich Pablo Hüttner auf die Aufgabe, die Blaskapelle Schwürbitz an der neuen Technik in Szene zu setzen. Der Ehrenvorstand der Blaskapelle Oswald Bauer dankte „seiner“ Blaskapelle für die sehr stimmungsvolle, erfolgreiche abgelaufene Saison und die hervorragende Blasmusik, die dargebracht wurde. Er regte an, in der kommenden Saison, so manchen Schatz im Meer der Noten, die in den Registern schlummerten, zu heben und doch ernsthaft zu überlegen, ob nicht so manches Stück, teilweise auch aus Spenden, es wert sei, gespielt zu werden. Jochen Weber, in seiner Eigenschaft als Geschäftsführer der Fa. Weber Straßendienst, überreichte eine großzügige Spende, sehr zur Freude der Vorstandschaft. Er erhielt großen Applaus für diese noble Geste. Stefan Motschenbacher, Vorsitzender des Kulturvereins, erinnerte an die Einladung nach Bamberg durch emeritierten Bischof Schick, der an seinem Geburtstag anlässlich der Schwürbitzer Kirchweih nach Bamberg eingeladen hatte. Otto Graf lud die Blaskapelle zu einer Feier am 01. März nach Trieb auf die Karolinenhöhe ein. Die Versammlung schloss anschließend und man war über so viel Professionalität hoch erfreut. Die Blaskapelle zeigte mit dieser Veranstaltung ein Paradebeispiel an Vereinsarbeit innerhalb des Ortes Schwürbitz, in dem noch viele Vereine sehr aktiv sind. sam

Für 10 Jahre aktives Musizieren wurden geehrt: (v.l.) Philipp Wolf, Pablo Hüttner, Louis König, Anna König, Sandra Jakob. Bürgermeister Jochen Weber, stv. Kreisvorsitzender Andras Pratsch, Vorstand Oswald Kremer und Dirigent Michael Stettner gratulierten. Es fehlt: Nick Birkner sam

Weitere aktive Geehrte: Sebastian Stettner (20 Jahre), Daniela Spörlein (30 Jahre), Tamara Stettner (20 Jahre), Otto Drechsel (50 Jahre). Es fehlt: Christian Kraus, welcher 30 Jahre im Einsatz ist. sam

Hans Jürgen Schug wurde für 25 Jahre passive Mitgliedschaft geehrt. Bernhard Güthlein ist seit 50 Jahren im Verein. Konrad und Oswald Kremer sind 50 Jahre aktiv, Alois Dechant wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Roland Braun ist über 50 Jahre im Verein. Es fehlt: Werner Fleischmann, der demnächst zum Ehrenmitglied ernannt werden soll. sam

Hannes Hennemann nimmt gerne vom Vorsitzenden Oswald Kremer das Geschenk anlässlich seiner Hochzeit mit Ehefrau Anja entgegen. sam
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