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Weihnachtskonzert der Blaskapelle

Die Blaskapelle Schwürbitz hat am 28.12. wieder zum traditionellen Weihnachtskonzert in die katholische Pfarrkirche von Schwürbitz geladen und Viele sind gekommen. Die zusätzlich bereit gestellten Sitzplätze reichten gerade so aus, um möglichst allen Blasmusikfreunden eine Sitzgelegenheit zu bieten. Auch die Empore war gut gefüllt. Bevor Dirigent Michael Stettner an sein Pult trat, bahnten sich zunächst einmal die knapp 40 Musiker ihren Weg durch die vielen Notenständer, die dicht an dicht vom Chorraum bis zur ersten Sitzreihe standen. Unvermittelt begann die Kapelle mit „Festival Fanfare“, eine festlichen Konzerteröffnung des berühmten Schweizers Franco Cesarini, bestehend aus zwei Themen. Zum einen der aufrüttelte Fanfaren-Teil, zum anderen ein melodiös fließendes Klangwerk, welches unter die Haut ging. Die Kirche war mit den vier großen, beleuchteten Christbäumen, den vielen weihnachtlichen Accessoires und der festlich bunten Beleuchtung stimmungsvoll herausgeputzt und das Publikum war gespannt auf das Programm.

Vorsitzender der Blaskapelle Oswald Kremer kam in seiner Begrüßung darauf zu sprechen, dass dieses Konzert der feierliche Abschluss an Veranstaltungen im 125. Jubiläumsjahr des schönen Gotteshauses sein darf. Er freute sich über die Anwesenheit von Dekan Lars Rebhan und Geistlichem Rat Pfarrer Wolfgang Scherbel. Im nächsten Stück „The Second Waltz“, einem weltbekannten Klassiker, auch aus dem Repertoire des Andre Rieu Orchesters, pendelte man in der Kirchenbank mit und freute sich über die schöne Melodie, welche von Instrumentengruppe zu Instrumentengruppe innerhalb des Orchesters überging. Hausherr Dekan Rebhan dankte der Kapelle herzlich und freute sich über die ganzjährige Aktivität der vielen Gruppen und Vereine, die das Gotteshaus durch das Jubiläumsjahr begleiteten. „Lassen Sie sich erfreuen und die Seele zum Schwingen bringen“, sagte Pfarrer Rebhan ans Publikum gerichtet. Es folgte eine Trilogie, gestaltet von den Alphornisten Udo Finzel, Hannes Hennemann und Uli Huber. Die drei gestandenen Männer beanspruchten den letzten verbliebenen Platz vor dem Hochaltar mit ihren außergewöhnlichen und langen Instrumenten und brachten „Dank!“, „Von der Alpschelenalp“ und „Am Dorfrand“ zu Gehör.

Erster Bürgermeister Jochen Weber überbrachte die Grüße der Gemeinde. Er freue sich über die schöne Musik, die in Schwürbitz zu verschiedenen Anlässen geboten wird. Er dankte der Blaskapelle und dem Dirigenten Michael Stettner recht herzlich für ihr ganzjähriges Engagement und die Jugendarbeit. Die Ansagen der Stücke übernahmen vorwiegend junge Musiker aus den Reihen der Kapelle und man staunte, wie sicher die teils noch minderjährigen Künstler mit dem Mikrofon umgingen. „Panis Angelicus“ stammt in seiner Originalfassung aus dem Jahr 1872. Ein wunderschönes Stück für kirchliche Anlässe und von Wolfgang Knippert und Oswald Kremer ergreifend am Mikrofon zu den Klängen des Orchesters umgesetzt. Der junge Trompeter Louis König sagte „Bye bye Spiritual“ an. Spirituals seien geistliche Lieder, die im Zeitalter der Sklaverei in Amerika entstanden. In diesem Potpourri war auch „Amazing Graze“ und „O happy Day“ sowie „Amen“ zu hören. Mit diesen beschwingten Melodien war die Kapelle nun beim Publikum angekommen und das „Mitswingen“ half etwas gegen die Kälte im großen Sandsteingebäude.

Nun kamen auch poppige Klänge von der Blaskapelle. „Every time I think of you” war das nächste Stück, mit dem die Kapelle überraschte. Es folgte der Soloeinsatz der jüngsten Musikerin auf der Bühne, obwohl sie schon im dritten Jahr dabei ist. Die dreizehnjährige Hannah Hofmann sitzt normalerweise in der zweiten Reihe und spielt Klarinette. Für „River flows in you“, einem Stück eines jungen Komponisten aus Südkorea, wechselte sie an das E-Piano und begleitete die Kapelle selbstbewusst und gut vernehmbar mit schöner Klaviermusik. Beim Stück „The Prayer“ wurde wieder festlich gesungen. Daniela Spörlein und Wolfgang Knippert sangen im Stile von Céline Dion und Andrea Bocelli. Pablo Hüttner, der auch für die bunte Ausleuchtung der Kirche zuständig war, sagte „Highland Cathedral“ an. Er nahm in seinen Ausführungen Bezug auf das kirchliche Jubiläumsjahr. „Von 1899 an durften Generationen in der Kirche Trost, Hoffnung und Freude finden, Gemeinschaft erfahren und die Klänge des Lebens feiern. Wir Schwürbitzer können uns glücklich schätzen, diesen besonderen Ort geerbt zu haben und dankbar und auch ein bisschen stolz. Nicht umsonst wird unser einmaliges Gotteshaus auch der Dom vom Maintal genannt.“ Welch treffende Worte des jungen Mannes, denen das große, feierliche Musikwerk folgte.

Den Abschluss des schönen Konzertes bildeten drei Strophen des Weihnachtsklassikers „Oh du fröhliche“. Welch eine musikalische Abwechslung und schöne Musikauswahl. Natürlich ließ das Publikum die Kapelle nicht ohne Zugabe gehen. Bei der „Schlittenfahrt in den Alpen“ war noch einmal eine ganz andere Stimmung zu spüren. Hier ging es lustig zu, waren in die schönen Töne des Stücks die lautmalenden Klänge eines von Pferden gezogenen Schlittens mit eingebunden. So hörte man klingende Schellen, das Knallen der Peitsche und schließlich sogar von der Trompetenabteilung das Wiehern der Pferde, sehr zur Freude des Publikums und auch die Musiker lächelnden über die Mundstücke hinweg. Bei „Hymn to the day“, also frei übersetzt „abendlicher Dank an das am Tag erlebte“ nahm die Kapelle noch einmal die besondere Akustik des Sakralbaus mit. Mächtige, stimmungsvolle Musik im Sound eines großen Blasorchesters begeisterte zum Abschied noch einmal und am Ende des Konzertes standen die zum Abschied aufstehenden Musikschaffenden dem sich erhebenden Publikum gegenüber. Alle Besucher erhoben sich von den Plätzen, applautierten und feierten die Blaskapelle, die zu diesem Konzert eingeladen hatte. Die freiwilligen Spenden in den Körbchen am Ausgang werden für die Erhaltung der Herz-Jesu-Kirche und der Jugendarbeit innerhalb der Kapelle verwendet. Dirigent Michael Stettner dankte vor den letzten Stücken der Werbeabteilung der Blaskapelle, der Pfarrei mit allen Mitarbeitern, den Besuchern und Spendern, den Aktiven der Kapelle für die monatelange disziplinierte Probenarbeit. Er wies darauf hin, dass der Pfarrgemeinderat auf dem Kirchenvorplatz, den vom Turnverein spendierten, Punsch, Glühwein und Gebäck anbiete und verabschiedete das Publikum bis zum Osterkonzert, für das die Probenarbeit innerhalb weniger Tage aufgenommen werde. sam

Gehäkelte Weihnachtsmannmützen zierten die Instrumente, nicht nur in der Saxophonabteilung der Blaskapelle Schwürbitz
Wolfgang Knippert und Oswald Kremer sangen „Panis Angelicus“ – das Engelsbrot.
Vollbesetzter Chorraum – vollbesetztes Gotteshaus. Dirigent Michael Stettner mit „seiner“ Blaskapelle Schwürbitz beim Weihnachtskonzert in der „Herz-Jesu-Kirche“.

Das Blasorchester der Schwürbitzer unterstützt von Alphorngruppe Uli Huber, Hannes Hennemann und Udo Finzel. sam.

Ein vielseitig Duo. Wolfgang Knippert und Daniela Spörlein bei einer wunderbaren Sangesdarbietung

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