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Wunderbare Krippenausstellung des Frauenvereins im PZ

Die Damen des Frauenvereins hatten im vergangenen Jahr mit einer historischen Spielzeugausstellung, die viel Beachtung fand, eine zündende Idee. In diesem Jahr nun, sollten es Hauskrippen sein, die im Pfarrzentrum „St. Josef“ zur Ausstellung kamen. So telefonierten die Verantwortlichen viel und warben um Krippen, welche Freunde, Bekannte und Partner zuhause hatten, übrig waren oder gar jedes Jahr unter dem Christbaum stehen. Es entstand am vergangenen Sonntag, 22.12. eine wunderschöne Schau und es waren echte Raritäten zu sehen. Zunächst einmal überraschte, welch große Krippen in den Schwürbitzer Stuben aufgebaut werden. Liebevoll ausgestattet und ergänzt, hervorragend mit Licht in Szene gesetzt oder mit wertvollen Figuren bestückt. Von Hand geschnitzte Figuren waren zu bestaunen, freundlich lächelnde Göbel-Figuren grüßten aus der hellen Vollholzkrippe, Landschaften mit eingebetteten orientalischen Kunstwerken, ideenreiche Figurenplatzierungen im Baum oder im überdimensionalen Stern, Schneekrippen mit winzigen Figuren, ganz modern anmutende einzelne Figuren aus Gießbeton, Krippen aus verschiedenen Jahrzehnten, die Massenkrippe, welche in den 1970er Jahren in keinem Haushalt fehlen durfte und kunstvoll gezimmerte, bayerische oder fränkische Ställe, jeweils mit der Szene der „heiligen Nacht“ bestückt. All das war zu finden und keine Krippe glich der anderen, obwohl es Krippendarstellungen gab, die vom selben Krippenbauer gestaltet wurden. So war der Stil des Schwürbitzer Krippenfreundes Werner Roth durchaus bei zwei bis drei Krippen zu erkennen. Das Glanzstück unter den Krippen war zweifelsohne ein aus dem Jahr 1772 stammender Christbaumständer, in dem die Krippe im Fuß bereits mit eingebaut war. Fast unversehrt standen die kleinen farbigen Figuren der ungefähr 250-jährigen Krippe da, der Baum drehte sich über der Szenerie und zu allem Überfluss hatte der Ständer, der individuell einstellbar war, auch noch zwei Melodien „gespeichert“, die auf Knopfdruck einzuschalten waren. „Stille Nacht, heilige Nacht“ und „Oh, Du fröhliche…“ konnte man hören, wenn der aus dem Hause Appel, Oberreuth stammende Ständer „eingeschaltet“ wurde. Ob die Spieluhr nachträglich eingebaut wurde, konnte nicht geklärt werden, ist das Lied „Stille Nacht“ doch erst aus dem Jahre 1818. Aber darauf kam es nicht an, der Ständer der Baum und der uralte Baumschmuck waren ein Höhepunkt der Schau. Und noch ein Bauwerk verblüffte die Besucher. Wunderschön beleuchtet stand da auf dem prominentesten Platz die Schwürbitzer Kirche „Herz-Jesu“ als Modell. Ehrfürchtig stand man davor und fragte sich, wie wohl dieses Kunstwerk entstand, ob es gar ein Architekten-Modell vor dem Bau der Kirche sein könne? Nein, dies war nicht der Fall. Viel mehr hat sich der Schwürbitzer Schnitzer Gregor Schmidt seit seiner Jugend bis zu seinem Ruhestand, immer wieder Projekte ausgesucht, die er dann mit dem Messer kunstvoll heraus arbeitete. Die Kirche war mitte der 1980er Jahre mit Sicherheit sein Meisterstück. Die anwesenden Besucher, darunter auch Dekan Lars Rebhan, staunten nicht schlecht, als vom „Dom des Maintals“ im geschätzten Maßstab 1:50 auch noch das Original Schwürbitzer Glockengeläut zu hören war. Ein Verwandter von Gregor Schmidt hat vor ungefähr 40 Jahren das Geläut aufgenommen, auf einen Datenträger gespeichert und auf Knopfdruck hörbar werden lassen.

Die Frauen des Vereins servierten Kaffee und Kuchen sowie andere Getränke und kümmerten sich rührend um alle Gäste. Natürlich waren alle Ausstellungsobjekte mit dem Namen des Eigentümers versehen, so dass im Laufe des Tages viele Fragen beantwortet werden konnten. Auch verkäufliche Exponate waren zu finden. Am Ende freuten sich die Frauen über das große Interesse der Besucher, auch die sieben jungen Neumitglieder des Vereins sahen sich um und viele Kinder bestaunten die Werke. Ein Dank galt zum Schluss den Ausstellern, den Helferinnen, der katholischen Pfarrei, der Pfarrsekretärin Katja Voßwinkel sowie den Gästen und Spendern. Am Nachmittag fand dann in der Herz-Jesu-Kirche ein Konzert statt, zu dem die Krippenausstellung wieder abgebaut wurde, wollte doch so mancher Stall im heimischen Wohnzimmer erneut erstrahlen. Die Krippen in der Kirche („Weihnachten in der fränkischen Stube“, „Sie kamen und sahen“ sowie die große orientalische Landschaftskrippe) sind noch bis zum Ende der Weihnachtszeit zu sehen. Am 28. Dezember findet um 17.00 Uhr das Weihnachtskonzert der Blaskapelle Schwürbitz statt, zu dem alle Freunde des Orchesters herzlich eingeladen sind. sam

Ein Christbaumständer mit eingebauter Spieluhr und farbenfroher Krippe, der den Baum auch noch dreht, war natürlich viel beachtete Ausstellungsattraktion.

Wenn Opa Wolfgang dem Enkel Emil und seiner Cousine Lilli die Darstellung erklärt…

Die Frauen des Frauenvereins waren stolz auf die Ausstellung und froh über den guten Besuch. sam

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