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Krippen und Konzert

Man kann schon behaupten, dass in allen christlichen Kirchen weltweit, so kurz vor Weihnachten, in Bezug auf Ausstattung und Dekoration reger Betrieb herrscht. So ist es auch in Schwürbitz, doch hier soll nicht nur die große Krippe im „Südflügel“ wieder rechtzeitig mit Figuren bestückt sein. Der aus Neuensee stammende Krippenfreund Florian Hofmann hat fast 30 Jahre eine eigene Krippenausstellung organisiert und war von Anfang an auf dem Schwürbitzer Weihnachtsmarkt mit seinen Werken vertreten. Er hinterließ in einem der beiden Beichtstühle in der Herz-Jesu-Kirche zwei Kleinodien, die das ganze Jahr mit Szenen aus dem neuen und alten Testament ausgestattet werden sollten. Leider verstarb Florian Hofmann vor 3 Jahren vollkommen überraschend kurz nach Weihnachten. Da waren seine Figuren noch in der Bamberger Maternkapelle und natürlich in Schwürbitz ausgestellt und hatten plötzlich keinen „Betreuer“ mehr. Seinen Platz in der Maternkapelle statten nun andere Krippenfreunde aus und um die beiden Darstellungen im Beichtstuhl kümmern sich die angesprochenen jungen Männer mit Herzblut. Sie überlegen sich, rund um den Jahreskreis immer wieder Szenen, die man mit den vielen Figuren vom „Flori“, wie Florian Hofmann weitläufig bekannt war, um die richtige Szenenwahl. Eine Darstellung, die Flori mannigfaltig umgesetzt hat, war die Szene, die er „Sie kamen und sahen…“ nannte. Tatsächlich ist in der Bibel oft von dieser Bewandtnis die Rede, allerdings nicht in Bezug auf die heilige Nacht. Das Spiel mit dem Licht, welches aus der, wie auch immer gearteten „Niederkunftstelle“ scheint, war dabei das Wichtigste. Ohne, dass der Betrachter die heilige Familie oder die Krippe sieht, stehen da die ersten Besucher am Stall und staunen, ob der Situation. Diesmal in einer orientalischen Version, wo die Besucher in der Krippe vor einem großen Doppeltor staunen. Da steht auch ein „Wächter“, der die Krippenbesucher vor der Glasscheibe der Krippe scheinbar anhält, ruhig zu sein und aufmerksam. Das dabei die Proportionen nicht ganz so getroffen wurden, liegt offenbar an der eingeschränkten Auswahl an Gebäuden, die zur Verfügung stehen. Allerdings können sich die beiden Krippenbauer immer auf die Unterstützung und den Ratschlag von Florian Hofmanns Witwe Rosemarie Hofmann verlassen. Sie unterstützt mit Figuren und Rat so gut sie kann und war auch in diesem Jahr wieder gefragt. Im zweiten Teil des Beichtstuhls ist eine oberfränkische Stube nachgebildet. In dieser Stube geht es schon recht weihnachtlich zu. Der Adventskranz noch auf dem Tisch, der Christbaum behangen, die Krippe aufgebaut. Und wenn man genau hinsieht, sind die Geschenke schon ausgepackt und der Tisch wird für ein Festmahl hergerichtet. Für den Betrachter also untrügliche Zeichen, dass der „heilige Abend“, so wie er in Franken gefeiert wird, gerade vorbei zu sein scheint. In so einer fränkischen Stube durfte bei Florian Hofmann ein Stubentiger nicht fehlen, der auch zu finden ist. Noch lieber hatte er es aber, wenn Kinder nach einer kleinen Maus suchen sollten, die in einer solchen Stube niemals hat fehlen dürfen. Auch die große alte Kirchenkrippe wird noch bis zu den Weihnachtsfeierlichkeiten hergerichtet, damit auch alles am angestammten Platz ist. Die Gottesdienstordnung für Schwürbitz ist auf schwuerbitz.de zu finden oder in den jeweiligen Pfarrbriefen. Und in diesem Jahr gibt es im Schwürbitzer Pfarrzentrum wieder eine Ausstellung des Frauenvereins. Waren es im letzten Jahr vielbeachtete alte Spielzeuge, die zusammengesammelt und ausgestellt wurden, sind es am Sonntag, 22. Dezember Krippen. Natürlich gibt an diesem Tag zwischen 11.30 und 16.30 Uhr auch „weihnachtliche“ Verpflegung mit Glühwein, Kaffee und Kuchen. Heiligabend findet um 15.00 Uhr eine Kindermette mit Krippenspiel statt. Christmette ist um 21.30 Uhr.

Herrlich beleuchtet finden Christen und Blasmusikfans den “Dom vom Maintal” vor. Gesang gehört zum Konzert einfach dazu.

Am Samstag, 28. Dezember folgt dann um 17.00 Uhr das traditionelle Weihnachtskonzert der Blaskapelle Schwürbitz in der Herz-Jesu-Kirche. Zu allen Ereignissen ergeht bereits jetzt herzliche Einladung an alle Krippen- und Blasmusikfans sowie an Gottesdienstbesucher und alle jungen Christen. sam

„Sie kamen und sahen…“ – Ein vielsagender Titel, der einer besonderen Krippendarstellung gewidmet ist.

Nach Weihnachten wird in Krippen die „Flucht“ der heiligen Familie dargestellt. Hier nahm sich Florian Hofmann ein Kalenderbild des Sparkassenkalenders aus dem Jahre 1995 her, um die Flucht über den Schwürbitzer Dorfbrunnenplatz darzustellen.  sam

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