Krönender Festabschluß – Proklamation der neuen Königshäuser – ökumenischer Gottesdienst – Großer Festzug!
Den krönenden Abschluss der Jubiläumsfeierlichkeiten feierte die Zimmerstutzen-Schützen-Gesellschaft Schwürbitz 1874 e.V. am vergangenen Sonntag mit einem Tag, der an Stimmung und guter Laune kaum mehr zu überbieten war. Bereits um 9.00 Uhr in der Frühe, trafen sich viele Gäste und feierten mit Pfarrer Baumann, Pastoralreferentin Janson, der Band „Wolkenlos“ und den Schützen einen ökumenischen Gottesdienst. Die beiden Geistlichen betonten, wie wertvoll Gemeinschaft ist. Menschen, wären das unverzichtbare Salz der Erde und wenn fröhlich miteinander gefeiert, gegessen und getrunken wird, wird die Gemeinschaft, gerade an einem runden Jubiläum, zum Quell des Lebens und der Freude. Schützenmeister Michael Tischler bedankte sich bei allen Mitwirkenden des Gottesdienstes, vor allem bei der Kirchenband, denn während des Gottesdienstes klarte es auf und das Wetter machte dem Namen „Wolkenlos“ alle Ehre. Der traditionelle Frühschoppen der Schützen schloss sich an und zu Mittag gab es wohlschmeckende „Schäuferla“ aus der Schützenküche. Der anlässlich des Jubiläums wieder durchgeführte Festzug sorgte am frühen Nachmittag dafür, dass der Festplatz auf der Göritze aus allen Nähten platzte. Es wurden zusätzliche Festgarnituren herbeigeholt und die fröhliche Stimmung wurde durch die Musikanten aus Uetzing-Serkendorf gehalten und unterstützt. Nach der Begrüßung und dem feierlichen Fahneneinzug bekamen alle Gast- und Ortsvereine ein Erinnerungsband an die Fahnen geheftet, welche an das glanzvolle Jubiläum erinnern mögen. Dem Patenverein aus Marktzeuln und den Ehrendamen, die nun namentlich an der eigenen Fahne der Schützen Schwürbitz „verewigt“ sind, gebührte dabei ein besonderer Gruß. Die Grüße des Landkreises überbrachte Landrat Christian Meißner, der allen Festzugteilnehmern, vor allem aber allen Fahnenträgern und Musikern Respekt zollte, die den steilen Berganstieg souverän meisterten. Bürgermeister Jochen Weber lobte die Schützengesellschaft als Kulturträger im Ort und als „Hüter der Schützentradition“ mit einer der schönsten Liegenschaften auf der höchsten Gemeindeerhebung. Schützenmeister Michael Tischler überreichte den Jubiläumskönigen Erinnerungsgaben, auch an die befreundete Schützengesellschaft „Drei Buchen“ aus Reichertshausen in Oberbayern, gingen Gastgeschenke und die Zeit verflog gerade zu. Am frühen Abend verlasen die beiden Schützenmeister Michael Tischler und Nikolaus Tremel, zusammen mit Schießleiterin Gudrun Marr die Ergebnisse des diesjährigen Hauptschießens. Über 130 Schützen kamen Anfang Juli in den Schießstand nach Schwürbitz und kämpften um die ausgeschriebenen 2024,– Euro Preisgeld. Dabei wurde zwischen Auflageschützen und „frei schießenden“ Schützen unterschieden. Auf der Hauptscheibe „Frei“ war Schützenmeister Michael Tischler Bester mit einem 9 Teiler. Stefan Fleischmann (16 Teiler) und Marcus Bärnreuther (19 Teiler) von der Schwürbitzer ersten Mannschaft sorgten dafür, dass auf dieser Scheibe die ersten drei Preisgelder in Schwürbitz blieben. Platz vier ging an Dirk Kreul (22 Teiler) aus Burggrub und der fünfte Platz wurde von Dagmar Wohlfahrt, SV Creidlitz (26 Teiler) geholt. Die Gedächtnisscheibe, die dem verstorbenen ehemaligen Vorstand Herbert Pohl gewidmet war, holte sich Dagmar Wohlfahrt (12 Teiler) vor Steve Hofmann (20 Teiler) aus Ludwigsstadt. 3. Stefan Fleischmann (31 Teiler), 4. Patrick Mohr, Creidlitz (33 Teiler) 5. Sebastian Knöferl, SSG Lichtenfels (34 Teiler). Glückscheibe: 1. Malika Lagutenko, ZStSG Schwürbitz mit einem sensationellen 0,0 Teiler, 2. Dagmar Wohlfahrt (1,4 Teiler), 3. Alexander Ehrsam, Burggrub (5,3 Teiler), 4. Stefan Schirmer, Pressig (10,8 Teiler), 5. Michael Tischler (12,1 Teiler). Meisterscheibe (Serie) 1. Malika Lagutenko (105,2 Ringe), 2. Jochen Witzgall, Tell Neubau (104,9 Ringe) 3. Dagmar Wohlfahrt (104,5 Ringe), 4. Felix Knoch, Grub am Forst (104,5 Ringe), 5. Celine Stichert, Bad Berneck (103,1 Ringe). Diese Ergebnisse zeugen von der hohen Qualität des Schwürbitzer Hauptschießens. Alle Hauptpreisgewinner nahmen zwischen 100,– und und 35,– Euro mit nach Hause. Dem standen die Aufgelegtschützen in nichts nach. Hauptscheibe: 1. Georg Thiem, ZStSG Schwürbitz (1,4 Teiler), 2. Harald Fröba, Pressig (9,4 Teiler), 3. Angelika Schaller, Grub am Forst (15,8 Teiler), 4. Reinhard Kraus, Stadtsteinach (15,8 Teiler), 5. Angela Jungkunz, Kronach (16 Teiler). Die Gedächtnisscheibe, aufgelegt, war dem verstorbenen Jubiläumskönig Helmut Schnapp gewidmet. 1. Adelheid Ganß, Mitwitz (8 Teiler), 2. Harald Fröba (13 Teiler), 3. Gunda Kreutzer, Burgkunstadt (18 Teiler), 4. Ralf Grebner, Rothenkirchen (20 Teiler), 5. Erhard Loch, Creidlitz (21 Teiler). Glückscheibe, aufgelegt 1. Lorenz Stettner, Michelau (1 Teiler), 2. Renate Schramm, Creidlitz (3 Teiler), 3. Karin Eckardt, Ebersdorf (3,1 Teiler) 4. Adelheid Ganß (3,6 Teiler), 5. Nikolaus Tremel, ZStSG Schwürbitz (3,6 Teiler). Auch bei der Meisterscheibe, aufgelegt, wurden hervorragende Ergebnisse erzielt: 1. Renate Schramm (107,4 Ringe), 2. Herrmann Wagner, Mitwitz (106,6 Ringe), 3. Angelika Schaller (106,4 Ringe), 4. Birgit Fischer, Coburg (106,3 Ringe), 5. Ralf Schramm, Creidlitz (106,3 Ringe). Am Abend unterhielt die Blaskapelle Schwürbitz die vielen Gäste mit wunderbarer Blasmusik. Der Schützenmeister hatte eine lange Dankesliste vorbereitet und dankte dem Festwirt Stefan Fleischmann ganz herzlich. Die Damenabteilung sorgte hervorragend für Kaffee und Kuchen. Dem Barteam um Managerin Michelle Fischer galt ein herzlicher Dank, schließlich galt es drei Abende lang, das durstige Partyvolk zu versorgen. Danke sagte der Schützenmeister auch seiner Vorstandschaft, den Mitgliedern der Ausschußsitzung, den Ehrendamen und den Vereinen, welche die Schützen in der Schänke unterstützten. Er vergaß auch nicht die Imbissanbieter und Schausteller, die Feuerwehr Schwürbitz und die Bedienungen, kurzum alle, die dafür gesorgt haben, dass das Schützen- und Volksfest Schwürbitz auch und gerade im Jubiläumsjahr wieder zu einem vollen Erfolg wurde. Die scheidenden Majestäten durften noch einmal den Taktstock schwingen, bevor die feierliche Königsproklamation durchgeführt wurde. Schützenmeisteramt und erster Bürgermeister, Schirmherr Jochen Weber nahmen die Proklamation vor. Zur Jungkönigin konnte der Schützenmeister seine Tochter Jule Tischler ausrufen. Damenkönigin wurde Schießleiterin Gudrun Marr. Sie wird unterstützt von 1. Ritterin Sandra Storath und 2. Ritterin Ernestine Reuß. Nun wurde es besonders spannend, wollten doch 22 Männer unbedingt als Gewinner der gestifteten Scheibe, namentlich, auf die Königsscheibe von Jubiläumskönig Helmut, dem I. König im Jubiläumsjahr wurde Michael III. Stettner. Das war umso bemerkenswerter, als dass er gerade noch der Blaskapelle als Dirigent vorstand und seinen eigenen Tusch dirigieren durfte. Er war in Windeseile vom Musiker zum Schützen umgezogen und nahm sichtlich stolz die Königskette entgegen. Sein erster Ritter ist mit Jochen Höppel ein langjähriger, aktiver Schütze. Sein zweiter Ritter ist Stefan Wich, der scheidende Barmanager. Nun war richtig Stimmung und der gesamte Festplatz feierte die neuen Königshäuser. Natürlich durften sich Jungschützenkönigin Jule und Königin Gudrun einen Blasmusikhit wünschen und diesen auch dirigieren. Im Falle der Königin sang diese gleich noch das Oberfrankenlied stimmgewaltig mit. Einigermaßen ratlos stand da der sonst so abgeklärt wirkende Dirigent der Schwürbitzer Michael Stettner vor der Aufgabe, sich als neuer König ein Lied zu wünschen. Das nahmen ihm aber seine Musiker gerne ab und legten „Major Tom“ auf, ein Musikstück, bei dem alle Blasmusiker einen Dirigenten benötigen. Die Stimmung war „völlig gelöst“ und heiter, sogar so ausgelassen, dass sich Lektor Thomas Gruber zum Moderator aufschwang. Er erklärte, dass er dem Schirmherrn und Bürgermeister Jochen Weber zwei Lieder wünsche, und zwar im Hinblick auf die immer noch gesperrte Schwürbitzer Mainbrücke „Ein Lied kann eine Brücke sein.“ und „Über sieben Brücken musst Du gehen…“. Den zweiten Wunsch konnte die Kapelle prompt erfüllen und der Bürgermeister sang zusammen mit dem Moderator den Text lauthals mit. Bürgermeister Weber machte den Spaß mit und erklärte, dass es im Lied „… sieben dunkle Jahre übersteh´n“ heißt. Seine Wahlperiode sei aber nur sechs Jahre und ein Teil der Jahre liege schon hinter ihm. Die Blaskapelle durfte die Bühne nicht ohne Zugaben verlassen und an der Bar war bis nach Mitternacht richtig Stimmung. sam

Nach der feierlichen Königsproklamation stellten sich die neuen Königshäuser zum Gruppenfoto auf: Fahnenjunker Markus Münch, 2. Schützenmeister Nikolaus Tremel, 1. Schützenmeister Michael Tischler, 1. Ritter Jochen Höppel, König Michael Stettner, 2. Ritter Stefan Wich, 1. Ritterin Sandra Storath, Königin Gudrun Marr mit Enkelin, 2. Ritterin Ernestine Reuß, Jungkönigin Jule Tischler, 1. Ritter Jonas Mergner und erster Bürgermeister und Schirmherr Jochen Weber. sam

Ein großer Festzug, wie ihn Schwürbitz schon längere Zeit nicht mehr gesehen hat, zog durch die Straßen, zur Göritze hoch und dem Festplatz entgegen. Die Fahnenabordnung des Jubelvereins, Vorstandschaft und Prominenz bildeten die Festzugspitze. sam

Im Beisein von Landrat Christian Meißner, der stellvertretenden Landrätin von Pfaffenhofen a.d. Ilm Kerstin Schnapp, die die Kette ihres Vaters trug, Schützenmeister Michael Tischler und Schirmherrn, erstem Bürgermeister Jochen Weber hefteten die Ehrendamen Jule Tischler, Hanna Fischer und Lorentine Günther jeder Fahne der beteiligten Vereine ein Erinnerungsband an. sam

Gerade noch in der Blasmusikeruniform, band sich der neue Schützenkönig in wenigen Sekunden die Schützenkrawatte, streifte die Uniformjacke der Schützen über und setzte den neuen Hut auf, um „völlig losgelöst“ Major Tom zu dirigieren. sam

Bereits bei der ersten Regentschaft als Königin vor einigen Jahren ging Gudrun Marr als singende Königin in die Geschichte der Schützengesellschaft ein.

Jule Tischler hat sich den Traum erfüllt und ist Jungkönigin der Schützenjugend geworden. Sie dirigierte voller Stolz.

Bereits um 9.00 Uhr zelebrierten Pastoralreferentin Birgit Janson und Pfarrer Baumann einen ökumenischen Gottesdienst auf dem Festplatz. Schützenmitglieder sprachen Fürbitten. Für Musik sorgte erneut die Kirchenband “Wolkenlos”.
Ein heißer Abschluß: Bürgermeister und Lektor rocken den Maffay-Song “Über sieben Brücken musst du gehen, sieben dunkle Jahre übersteh´n!”

0 Comments