Eindrucksvoller Festabend anlässlich des 125-jährigen Herz-Jesu Kirchenjubiläums mit vorangegangener Hl. Messe abgehalten
Schwürbitzer Festabend 125 Jahre Herz-Jesu Kirche
Die Verantwortlichen der Pfarrei Herz-Jesu Schwürbitz haben im Jubiläumsjahr der Pfarrkirche „125 Jahre Herz-Jesu Kirche“ in der Zeit vom 2. Februar bis einschließlich 28. Dezember 2024 ein reichhaltiges Programm an Veranstaltungen geplant, Termine gebucht, festgesetzt und einige bereits abgehalten. Aus diesem Anlass setzte die Pfarrei seit Jahresbeginn in zahlreichen Veranstaltungen spirituelle, kulturelle und frohe Akzente fest.
So wurde am Freitag, den 19. Juli 2024, zunächst um 18.00 Uhr in der Herz-Jesu Kirche eine Hl. Messe (Eucharistiefeier mit Dekan Pfarrer Lars Rebhan) abgehalten. Anschließend fand um 19.00 Uhr im Pfarrzentrum St. Josef ein Festabend statt. Als Festredner konnte Bezirksheimatpfleger Prof. Dr. Günter Dippold gewonnen werden, der bekannt ist, für seine lebhaften und spanenden Vorträge. Das Thema Thema des Festvortrages lautete „125 Jahre Herz-Jesu Kirche Schwürbitz“.Die musikalische Umrahmung übernahm der Kirchenchor „CHORisma“ Schwürbitz unter Leitung von Manuela Scherzer. Fürs leibliche Wohl (leckeren Imbiss und Getränken) war an diesem Abend bestens gesorgt. Die Kirchenverantwortlichen (Leitungsteam Pfarrgemeinderat, Leitender Pfarrer, Kirchenpfleger) freuten sich auf die zahlreichen Besucher.
Eindrucksvoller Festabend anlässlich des 125-jährigen Herz-Jesu Kirchenjubiläums mit vorangegangener Hl. Messe abgehalten
Ein gelungener und interessanter Festabend für die Pfarrei Herz-Jesu Schwürbitz fand am Freitag, den 19. Juli 2024 im Pfarrzentrum St. Josef statt, dem eine Hl. Messe (Eucharistiefeier) in der Pfarrkirche mit Dekan Pfarrer Lars Rebhan vorausging. Die Verantwortlichen der Pfarrei Herz-Jesu Schwürbitz hatten im Jubiläumsjahr der Pfarrkirche „125 Jahre Herz-Jesu Kirche“ in der Zeit vom 2. Februar bis einschließlich 28. Dezember 2024 ein reichhaltiges Programm an Veranstaltungen geplant, Termine gebucht, festgesetzt und einige bereits abgehalten. Aus diesem Anlass setzte die Pfarrei seit Jahresbeginn in zahlreichen Veranstaltungen spirituelle, kulturelle und frohe Akzente fest. So fand dann nach dem Gottesdienst im gut gefüllten Pfarrzentrum St. Josef ein Festabend statt. Als Festredner konnte Bezirksheimatpfleger Prof. Dr. Günter Dippold gewonnen werden, der bekannt ist, für seine lebhaften und spanenden Vorträge. Das Thema des Festvortrages lautete „125 Jahre Herz-Jesu Kirche Schwürbitz“. Die musikalische Umrahmung übernahm der Kirchenchor „CHORisma“ Schwürbitz unter Leitung von Manuela Scherzer. Der besondere Gruß galt neben den Besuchern besonders den Ehrengästen, u.a. Dekan Pfarrer Lars Rebhan, Geistlichen Rat Pfarrer i. R. Wolfgang Scherbel, Pfarrer Andreas Baumann von der evang. Kirchengemeinde Michelau, dem Stellvertreter des Landrats, Helmut Fischer, Dritten Bürgermeister Hubert Robisch, Michelau, den aktiven Sänger/innen des Kirchenchores „CHORisma unter Leitung von Manuela Scherzer, weiteren Vertretern der politischen und kirchlichen Gemeinden, den Vereinsvertretern sowie allen Gästen und interessierten Besuchern. Fürs leibliche Wohl (leckeren Imbiss und Getränken) war an diesem Abend bestens gesorgt. Die Kirchenverantwortlichen (Leitungsteam Pfarrgemeinderat, Leitender Pfarrer, Kirchenpfleger) freuten sich auf die zahlreichen Besucher.
Prof. Dr. Günter Dippold ließ auf gekonnter Art und Weise die 125-jährige Kirchengeschichte mit interessanten Aspekten Revue passieren. In seiner eigentümlichen Art brachte er es zum guten Verständnis der interessierten Besucher sehr gut rüber. Verwiesen wurde auch hier besonders auf die 100-jährige Vereinschronik („Buch 100 Jahre Herz-Jesu Kirche Schwürbitz, verfasst von Horst Habermann im Jubiläumsjahr 1999), wo nähere Details genauer nachgelesen werden können. Dieses Buch („Jahrhundertwerk“) kann auch noch im kath. Pfarrbüro käuflich erworben werden.
Prof. Dr. Günter Dippold stieg dann voll in seinen umfassenden einstündigen Festvortrag ein, mit den Worten „Der 2. Oktober 1899 war ein einmaliger Festtag für Schwürbitz. Am Vortag war der Bamberger Erzbischof Dr. Joseph von Schork mit der Bahn angereist. Bis Hochstadt war er gefahren, dort hatte ihn die Kutsche des Trieber Gutsbesitzers Walter Benecke abgeholt – es war wohl das einzig würdige Fahrzeug ringsum, da störte es nicht einmal, dass der Eigentümer evangelisch war. Am Nachmittag traf der Oberhirte in Schwürbitz ein, er besichtigte die neue Kirche, hielt dort eine Ansprache und nahm in Gasthof Amon Quartier. Dort erwiesen ihm am Abend die Einwohner mit einem Fackelzug ihre Referenz, und der Männergesangverein „Cäcilia“ trug einige Lieder vor. Am anderen Morgen um 7.30 Uhr fuhr der Erzbischof erneut zur Kirche, wo Gläubige die ganze Nacht hindurch gebetet hatten. In Gegenwart von 18 Priestern weihte er die neue Kirche Herz Jesu, damals noch eine Filialkirche der Pfarrei Marktgraitz. Nach einem festlichen Mahl reiste Joseph von Schork über Hochstadt nach Bamberg zurück. In Schwürbitz beschlossen die Einwohner den Tag mit einer „musikalische[n] Unterhaltung“. Die Kirche veränderte das Bild des Dorfs von Grund auf. Sie thronte und thront bis heute am Hang der Göritzen über den Wohnhäusern und grüßt weit in das Maintal hinein. Aus der Silhouette der Ortschaft ist sie nicht wegzudenken. Bemerkenswert, wie rasch diese Kirche errichtet wurde. 1894 hatte der Kirchenbauverein als Bauherr dem bayerischen Landesherrn, Prinzregent Luitpold, die Pläne vorgelegt und den Baugrund gekauft. Als die Finanzierung zu stehen schien, begann am 8. Mai 1898 der Bau. Am 25. Juli 1898 wurde feierlich der Grundstein gelegt. Am 15. Dezember 1898 beging man das Richtfest. Dann am 2. Oktober die Weihe. In nicht einmal anderthalb Jahren erstand der stolze Kirchenbau – zügig selbst für heutige Verhältnisse. So kurz die Bauzeit war, so lange war die Vorgeschichte. Schwürbitz gehörte zur Pfarrei Marktgraitz. Dort wurden die Kinder getauft, die Paare getraut, auf dem Kirchhof um die Pfarrkirche die Toten bestattet.“ Soweit Prof. Dr. Günter Dippold in seinen einleitenden Worten.
Der Bezirksheimatpfleger holte dann in der Geschichte sehr ausführlich aus bis in das Jahr 1510, wo Marktzeuln aus dem Graitzer Sprengel herausgelöst und zur eigenständigen Pfarrei erhoben wurde. Für Schwürbitz änderte sich dadurch nichts; die Pfarrei Marktzeuln umfasste, jedenfalls für die folgenden Jahre Jahrhunderte, nur den Ort selbst. 1518/19 bauten sich die Michelauer eine eigene Kirche, der hl. Anna geweiht. Doch sie war und blieb lediglich eine Filialkirche von Marktgraitz, in der der Pfarrer oder sein Kaplan an wenigen Terminen im Jahr eine Messe zelebrierte.
Schließlich ließ Prof. Dr. Günter Dippold die weiteren Jahrhunderte spannend an Ereignissen und weiterhin sehr ausführlich Revue passieren. „Es ist nun nicht angebracht, ja geradezu anmaßend, wenn ich versuchte, die weitere Geschichte der Pfarrei Schwürbitz und ihres Gotteshauses zu erzählen. Zu viele sind hier, die das aus eigenem Erleben besser könnten als ich, und viel ist sowieso nachzulesen in dem materialreichen Buch, das Horst Habermann, selbst schon „Teil der Schwürbitzer Pfarrgeschichte“, vor 25 Jahren, zum hundertjährigen Kirchenjubiläum zusammengestellt hat.
1994 verließ mit dem Schlesier Ansgar Drost der letzte Pfarrer (später folgten Pfarradministratoren) im kirchenrechtlichen Sinne Schwürbitz. Seither, wir wissen es alle, wird das Netz der priesterlichen Seelsorge immer dünner, immer weitmaschiger. Schwürbitz ist längst Teil größerer Einheiten.
Aber Wandel ist nun einmal das einzig Beständige in der Geschichte. Die Lage mag schwierig sein und mag uns Gläubige herausfordern. Aber schwierige Zeiten und herausfordernde Konstellationen kannten unsere Vorfahren auch schon. Eigentlich hat der Blick in die Vergangenheit etwas Beruhigendes. Dieses Gotteshaus, es wurde den Schwürbitzern nicht gegeben. Sie selber haben es sich erspart und erarbeitet, mit langem Atem, gegen Widerstände und trotz Rückschlägen. Dies sollte uns bewusst sein und bleiben. Denn gerade in einer katholischen Kirche, auf die wir uns immer rascher zubewegen, einer Kirche, in der Hauptberufliche nicht alle wichtigen Aufgaben mehr übernehmen können, einer Kirche, der es in dramatischer Weise an Geistlichen fehlt, – in einer solchen Kirche ist der Einsatz von uns sogenannten Laien gefragt. Kirchliches Leben wird mehr und mehr von uns abhängen. Aber die alten Schwürbitzer haben es uns vorgemacht, vor über 125 Jahren schon“, soweit Prof. Dr. Günter Dippold.
Fazit des gelungen Festvortrages: „Probleme gab es bereits in früheren Jahren schon immer wieder in der langen, Geschichte. Dies mussten die Vorfahren immer wieder erfahren. Die heutigen Probleme sind andere als damals vor 125 Jahren, wie heute bekannt „Priestermangel, Mitgliederrückgang, Kirchenaustritte, weniger Kirchenbesucher, leere Gotteshäuser usw., insofern Probleme anderer Art“. Zum Schluss verdeutlichte Prof. Dr. Günter Dippold, dass es schon immer in der Kirchengeschichte nicht einfach war und es Probleme gab. Die Vorfahren hatten es mit viel Einsatz und Engagement geleistet, diese Kirche zu bauen.
Im gemütlichen Teil des Festabends blieb dann noch Zeit für kleine Gespräche, zumal die Gäste von den Verantwortlichen der Pfarrei gut bewirtet wurden.
Die Verantwortlichen der Pfarrei Herz-Jesu Schwürbitz zeigten sich über den interessanten und fachkundigen Vortrag von Prof. Dr. Günter Dippold hoch erfreut. Dankesworte sprachen nochmals Dekan Pfarrer Lars Rebhan, Pfarrgemeinderat Oswald Kremer vom Koordinierungsteam sowie Kirchenpfleger Stefan Fleischmann, wo man aus Dankbarkeit Prof. Dr. Günter Dippold ein Präsent überreichte. Musikalisch wurde der Festabend mit Liedvorträgen des Kirchenchores „CHORisma“ unter Leitung von Manuela Scherzer umrahmt.
Vereinsvertreter sprachen dann Grußworte wie auch Dritter Bürgermeister Hubert Robisch von der Gemeinde Michelau (er stellte besonders die Bedeutung der kath. Kirche Schwürbitz im Seelsorgebereich Lichtenfels-Obermain sowie das kulturelle Leben in Schwürbitz heraus), sowie von der evangelischen Pfarrei Michelau Pfarrer Andreas Baumann (er hat im Verbund die 2. Pfarrstelle Michelau mit den Kirchengemeinden Schwürbitz und Neuensorg inne und setzt sich sehr für die Ökumene ein). Fürs leibliche Wohl war bestens gesorgt.
Text Horst Habermann
Unsere Fotos (Schnappschüsse) zeigen Bilder vom Festabend „125 Jahre Herz-Jesu Kirche Schwürbitz mit Prof. Dr. Günter Dippold
Fotos Horst Habermann (hh)






































Text und Bilder (Schnappschüsse) Horst Habermann und Stefan Christ (hh)

Weiteres Bild von 1999 Erstellung der Chronik 100 Jahre Herz-Jesu Kirche Schwürbitz durch Dominik und Horst Habermann. Archiv

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