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Wasser muss nicht mehr abgekocht werden.

Dies teilt das Landratsamt mit.

Ganz schön versteckt, dieser Hinweis! Auf der Gemeinde-Homepage ist es nun auch offiziell und man bedankt sich für “Ihr Verständnis”.

Nach dieser Abkochanordnung bleiben auch bei diesem Thema wieder Fragen offen. Wie wir ja wissen, kommt das Michelauer Wasser aus Flachbrunnen, die zwischen Michelau und Schney verortet sind. Nach dem Brand bei der Firma Metob, wo im März 2012 sogar der Katastrophenfall ausgerufen wurde, wurden Fragen laut, ob das kontaminierte Löschwasser, welches damals so gut als möglich aufgefangen wurde, nicht diese Brunnen bedrohen könnte. Damals wurde beschwichtigt, dass dieser Fall nicht eintreten werde. Und doch: Die Trinkwasserversorgung wurde damals sicherheitshalber gesperrt. Man könne vorrätiges Wasser aus den Hochbehältern nutzen. Danach könnten die Wasserwerke Lichtenfels einspringen und! Man könne auch auf Fernwasserversorgung umstellen! Nun, im Juni 2024, hat es nicht gebrannt, sondern nur stark geregnet und man hatte – völlig unerwartet – Beeinträchtigungen / Verunreinigungen im Michelauer Wasser.

Schwürbitz hatte Jahrhunderte sauberes Wasser und musste, aufgrund einer fehlenden Wasserschutzzone, auf Fernwasserversorgung umstellen. Obwohl sich die Altvorderen nach der Eingemeindung Anfang der Achtziger Jahre dagegen wehrten, war man bis 2009 doch recht zufrieden mit dem Fernwasser, welches zuverlässig eine hohe Qualität aufwies und noch dazu einen niedrigen Härtegrad hatte. Doch es galt den Schwürbitzern wieder mal „eins reinzudrücken“. So wurde mit Vehemenz die Umstellung von Fernwasser auf das Wasser aus Michelau vorangetrieben, welches (Zitat:) „Nahezu kostenlos aus dem Boden kommt“. Also wurde umgestellt und natürlich wollte man keine Preiserhöhung. Einige Einwohner haben es aber doch gemerkt, dass die Grundgebühr von 2022 auf 2023 verdoppelt wurde und – natürlich – auch der Kubikmeterpreis stieg. Und das beim härtesten Härtegrad und nun dieser Verunreinigung! Man hatte es nicht einmal nötig, Nachfragen zu beantworten, ob das Hochzonenwasser in Schwürbitz auch betroffen sei! Was zum nächsten, sagen wir mal „Umstand“ führt. Weil der Wasserdruck aus Michelau nicht reicht, um die Göritzenanwohner zuverlässig zu versorgen, führte man eine Zonengrenze ein. Fein säuberlich getrennt und es gibt sogar eine Landkarte dazu, wer Hoch- und wer Tiefzonenwasser bekommt. Der Wasserdruck stimmt solala durch diese Maßnahme.

Nun hat man zwischenzeitlich ein Neubaugebiet in Lettenreuth ausgewiesen und da auch hier der Wasserdruck nicht stimmt, baut man – wie genial – eine teure Druckerhöhungsanlage, um das Michelauer Wasser auch für die „Berganwohner“ verfügbar zu machen. Dabei fließt an Lettenreuth das Fernwasser mit Hochdruck vorbei aber die Schieber bleiben zu!

Kann uns das mal jemand erklären? Wann regnet es wieder so stark, dass die „Zone“ abkochen muss? Warum hat Marktzeuln auf Fernwasser umgestellt? Sind die reicher als wir?

Übrigens: Beim Abkochen sieht man so richtig gut, wie viel Kalk im Wasserkocher hängen bleibt und sogar Kinder merken, dass da im Zahnputzwasser „was schwimmt“! Aber keine Angst. Vorsorglich wird das gute Wasser noch gechlort. sam

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