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Enttäuschung, Ratlosigkeit, Ärger – Elternbeirat lädt zur öffentlichen Sitzung. Kein Verantwortlicher vor Ort.

„Entweder sind die völlig inkompetent oder man lügt uns absichtlich an.“ So brachte es ein Vater auf den Punkt, was momentan den Schwürbitzer Eltern und deren Kinder widerfährt. Zwei Tage nach der armseligen Gemeinderatssitzung des Michelauer Rates, in der sich die Teilnehmer den „schwarzen Peter“ vom Schulamt nicht zuschieben lassen wollten und deshalb die Abstimmung über die Schließung der Schule nicht durchführten, traf sich der Elternbeirat der Grundschule an der Göritze zu einer öffentlichen Sitzung im Pfarrzentrum Schwürbitz. Elternbeiratsmitglied Daniel Richter eröffnete das Treffen mit einigen Fakten. Er lasse Beschuldigungen nicht zu, die sich gegen den Elternbeirat richteten, dass das Gremium der Eltern zu wenig getan habe und zu spät reagieren würde. Die Eltern haben, schon allein zum Wohl der Kinder, immer wieder auf Missstände und Probleme, sowohl in der Schule, als auch in der Turnhalle hingewiesen. Auch aufkommende Kritik an der Rektorin in Schwürbitz könne man so nicht stehen lassen. „Frau Engelhardt war immer konstruktiv und fleißig. Sie war sich für keine Arbeit zu Schade und hat sogar schon mal Hausmeister gemacht, wenn es nötig war.“ Das sie nun geht, bedauere man. Das dies als einer der Gründe hergenommen wird, die Schule zu schließen, ist ebenfalls bedauerlich. Überhaupt bestehe das Problem im Landkreis, dass Lehrkräfte fehlen. Dass das Schulgebäude in Michelau „plötzlich“ 110 Kinder zusätzlich aufnehmen könne, hätte man nicht für möglich gehalten. Das vom Schulamt angestoßene Aufrollverfahren sei aber mindestens genauso inakzeptabel, wie die gesamte Schulschließung und der Umgang mit den Kindern diesbezüglich. Die Kinder sollten nicht „auseinandergerissen“ werden, dies gilt besonders für Geschwisterkinder, die bisher in Schwürbitz in unterschiedlichen Jahrgangsstufen untergebracht waren.

Der Elternbeirat informierte die Eltern und wollte deren Meinung wissen.

Doch was gilt nun eigentlich? Ratlosigkeit mischte sich mit Enttäuschung. „Aber Aufgeben ist keine Option!“, war aus den Reihen von mehreren Eltern zu hören. Und: „Schließlich wird diese unsägliche Sache auf dem Rücken unserer Kinder ausgetragen“. Wenn es bei dem jetzigen Stand bliebe, würden die Erstklässler, obwohl in Schwürbitz bereits eingewöhnt, nach Michelau geschickt. Die dritten Klassen ebenso. Zweite und vierte Klassen sollten in Schwürbitz verbleiben. Kann man das wirklich so durchziehen? Sind die Lehrer hierfür vorhanden? Wer hat außer der Rektorin noch gekündigt – hier kursieren scheinbar echte Lügen!? Was geschieht bei plötzlicher Krankheit von Lehrkräften? Würde dann wirklich immer von Michelau aus schnell reagiert oder stünden die Kinder ohne Betreuung da? Ist eigentlich Kapazität vorhanden, was den Transport der Kinder betrifft? Warum wurde der Elternbeirat nicht mit einbezogen, obwohl es ein Mitwirkungsrecht gebe? Wer entscheidet denn nun wirklich? Als einzig anwesende Gemeinderätin wurde Simone Naumann gebeten, ihr Verständnis der Lage aus dem Gemeinderat heraus, noch einmal aufzuzeigen. Die Gemeinderätin zeigte sich zunächst überrascht, dass an diesem Thema noch so viel Argumente und Bedenken dranhängen. Das Informationsdefizit innerhalb des Gemeinderats ist nicht in Ordnung. Das so viel Fragen ungeklärt sind, ist mehr als unglücklich. Die Eltern formulierten anschließend ihre Forderungen und bündelten ihre Fragen. Sie möchten noch einmal einen Vorstoß wagen und so schnell als möglich alle beteiligten Gruppen an einen Tisch bringen. Das dies seitens des Elternbeirats geschehen muss, weil sich „das Schulamt“ weder bei Gemeinderäten noch bei Eltern erklären würde und sogar dem Gemeinderat die Verantwortung über die Schließung zuschreibt, sei traurig und müsse unbedingt geklärt werden. sam

Ein kleines Kunstwerk schmückt die Schule in Schwürbitz. Stilistisch an die Göritze geschmiegt ist die schöne Schule, den Main unterhalb und sogar an die jahrzehnte alte Baumgruppe, direkt neben der Schule wurde gedacht. Das schöne Namensbild stammt noch aus der Zeit, als hier Rektorin Mayr-Leidnecker wirkte. Sie zog damals die Namensänderung von der “Volksschule” in “Grundschule” durch. Das man Schwürbitz wieder mal groß schreibt, wünscht man sich sehr. sam – Foto: hh

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