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Interessanter Vortrag beim Obst- und Gartenbauverein

Der Obst- und Gartenbauverein plant mit einem attraktiven Jahresprogramm neue Mitglieder anzusprechen. Auch deshalb fand vor kurzem erneut ein interessanter Abend statt, der zwar direkt mit den Aufgaben „rund um den Garten“ nichts zu tun hatte, jedoch war das Thema „Trickbetrügereien in allen Ausformungen“ gut angenommen, so dass sich fast 30 Besucher im Schützenhaus auf der Göritze einfanden. Das Vorstandsgremium des Vereins hatte für einen Imbiss gesorgt und die Schützen schenkten aus. Bernd Müller, Schwürbitzer Polizeibeamter im Ruhestand freute sich, dass sein ehemaliger Kollege und stellvertretender Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Lichtenfels Jürgen Hagel für den Vortrag gewonnen werden konnte und begrüßte die Anwesenden. Gremiumvorsitzende Ingeborg Pohl begrüßte ebenfalls recht herzlich und wünschte, trotz des ernsten Hintergrunds, gute Unterhaltung. Der Redner stellte sich kurz vor. Er sei seit 1994 am Obermain im Dienst und habe schon viel erlebt. Die modernen, mannigfaltigen Tricks der Betrüger allerdings, machen solche Veranstaltungen nötig. Vor allem Senioren seien „Objekt der Begierde“ von Betrügern und doch ziehe sich die Reihe von Betroffenen durch alle Altersklassen. „Selbst Leute, die immer gesagt hätten, so etwas könne ihnen nie passieren, sind schon auf die raffinierten Tricks der Betrüger rein gefallen.“, so der Beamte. Wenn jemand meine, dass man in diesen Zeiten nur am Computer gefährdet sei, der kennt die große Bandbreite nicht. Schriftlich, am Telefon und an der Haustür kann man betrogen werden und jährlich ist leider ein Schaden von 5 Millionen Euro deutschlandweit zu verzeichnen. Auch Einbruchschaden komme immer noch vor. Hier sei ein wirksamer baulicher Schutz und moderne technische Überwachung nötig. Doch auch die Aufmerksamkeit der Nachbarschaft und Zivilcourage sei immer noch wichtiger Bestandteil der Prävention. Im Jahr 2017 habe man eine Spitze von Einbruchdiebstählen erreicht, die durch massive Polizeiaktivität und später durch die Coronazeiten abgeebbt sei. Man ist im Landkreis Lichtenfels im Jahr 2022 im einstelligen Bereich gewesen und froh darüber. Allerdings machen die hochaktuellen Maschen von Gewinnversprechen, Enkeltricks, Schockanrufen, falschen Polizeibeamten, angeblichen Microsoftmitarbeitern, Internetbetrügereien, Fake-Shops im Internet, Phishing, EC-Karten-Betrug und Softwarebetrügereien einen großen Anteil moderner Methoden zum Betrug von Menschen aus. Auch Call-Center, sehr oft vom Ausland aus organisiert, seien besorgniserregend und oftmals dreist, was schon allein eine in Deutschland geschaltete Anzeige zur Anwerbung von Mitarbeitern, beweisen würde.  Leider gebe es „Wider besseren Wissens immer wieder Betrogene“. Der Referent untermalte seine Ausführungen mit einer sehr interessanten Bilder- und Videopräsentation und „echten Fällen“, bei denen es dankenswerterweise auch immer wieder Leute gebe, die reingefallen seien und sich an die Öffentlichkeit wenden, damit anderen Mitbürgern nicht dasselbe Schicksal ereilt. Auch Beispiele aus den Reihen der Besucher verdeutlichten „wie nahe“ man der Gefahr sei. Ausgelegtes Infomaterial wurde gerne angenommen. Ingeborg Pohl dankte abschließend dem Referenten für die interessanten Ausführungen. Die Gäste nutzten die Zeit noch für persönliche Gespräche mit den anwesenden Polizeibeamten. Die nächste Veranstaltung des Obst- und Gartenbauvereins Schwürbitz wird wieder rechtzeitig in der örtlichen Presse und der Schwürbitzer Homepage bekannt gegeben. sam

Stellvertretender Dienststellenleiter Jürgen Hagel referierte im Schwürbitzer Schützenhaus über moderne Betrugsmethoden am Computer, an der Haustür und per Telefon. sam

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