Gelungene Geburtstagsfeier – Festlicher Ehrungsabend der Schützen am Samstag, 09. März im Schützensaal.
Im wunderbar dekorierten und stilvoll beleuchteten Schützensaal feierten die Mitglieder der Zimmerstutzen-Schützen-Gesellschaft Schwürbitz 1874 e.V. am vergangenen Samstag einen ersten Höhepunkt zum 150-jährigen Vereinsjubiläum. Den Auftakt machte nach einigen Böllerschüssen der Einmarsch der Vereinsfahne, begleitet von den diesjährigen Ehrendamen Jule Tischler und Lorentina Günther sowie Vorstandschaft und Königin. 180 geladene Gäste machten es sich gemütlich und ließen sich bewirten. Zahlreiche Vorstände und Beauftragte befreundeter Vereine sowie viel Prominenz gratulierten und alle Gäste verbrachten einen kurzweiligen Abend auf der Göritze. Die Verpflegung stimmte und bis zum Punkt Ehrungen steigerte sich das Programm. Zur Unterhaltung spielte die Blaskapelle Schwürbitz auf, die mit ausgesuchten Musikstücken das Publikum sehr gut unterhielt. Erster Schützenmeister Michael Tischler, dem es eine große Ehre war, das Jubiläum mit diesem Abend und vor so vielen Freunden zu eröffnen, freute sich über die Anwesenheit von Jubiläumskönigin Ernestine Reuß, stellvertretenden Landrat Helmut Fischer, erstem Bürgermeister Jochen Weber, Bezirksschützenmeister Alexander Hummel, dem Gauschützenmeisteramt mit Klaus Jentsch und Hans-Georg Rebhan, den beiden Schwürbitzer Geistlichen Rebhan und Dünisch sowie dem Gebietsverkaufsleiter der Weismainer Püls Bräu Michael Lieb. Vereinsvertreter von sechs befreundeten Schützenvereinen gratulierten der Schützengesellschaft Schwürbitz. Auch zahlreiche Ortsvereine waren gekommen. Der Schützenmeister ging auf die starke Gemeinschaft, die Tradition, Engagement und Leidenschaft ein, welche die Schützen Schwürbitz über Generationen an den Tag gelegt haben. „Das bayerische Schützenwesen steht für Wertevermittlung und Zusammenhalt“, so der Vorsitzende in seinen Grußworten. Er ging auch auf die besondere Rolle des Ehrenamtes in der Bevölkerung ein und wie wichtig es sei, sich für die Allgemeinheit, die Jugend und letztlich auch die Integration einzusetzen. Er bedauerte, dass der Jubiläumskönig der Gesellschaft, Helmut Schnapp, vor kurzem verstorben sei und leitete so über zum ehrenden Gedenken an alle verstorbenen Mitglieder und Freunde des Vereins. Im Anschluss wurde von den vielen Ehrengästen gratuliert. Stimmungsvolle Ansagen, so manche Anekdote wurde erzählt aber vor allem echte Verbundenheit spürte man bei jedem Einzelnen der Gratulanten, die alle ein Gastgeschenk dabei hatten. Herausragend hierbei war das Gastgeschenk der Zimmerstutzen-Schützen aus Schney, die mit einer selbstgemachten Schützenscheibe die letzten 25 Jahre der freundschaftlichen Zusammenarbeit beider Vereine beurkundeten. Die Vereinsführung der Schwürbitzer war erfreut und überrascht, ob so vieler ehrlich gemeinter Verbundenheit und die vielen, teils originellen, Geschenke. Gelegenheit sich zu revanchieren, wird am Schützenfest sein, zu dem der Vorstand bereits heute, im März, recht herzlich einlädt. Nun war es Zeit, die letzten 150 Jahre Revue passieren zu lassen. Doch zunächst blickte Vorstandsmitglied Stefan Motschenbacher auf die letzten 25 Jahre zwischen den Jubiläen. So waren die Jahre im neuen Jahrtausend wechselvoll und arbeitsreich. Jede ( r ) neue Vorsitzende hatte so seine Projekte, verlangte das große Areal und das Schützenhaus mit den angebauten Räumlichkeiten doch immer wieder Renovierungen und Aufrüstungen. In die Ära Michael Tischlers fiel hierbei die Aufrüstung der Elektronik im Schützenhaus, wozu zwingend der Ausbau des Wlan-Empfangs und die damit verbundenen Möglichkeiten des Gebäudeschutzes und der elektrischen Ausrüstung gehörte. Die Umrüstung der Schießstände auf elektronische Auswertung jedes einzelnen Schusses durch die Installation modernster Schießscheiben war das finanziell anspruchsvollste Projekt, welches Vorzeigecharakter hatte und immer noch hat. Doch auch so „analoge“ Probleme, wie eindringendes Regenwasser in Wirtschaftsraum und Küche waren anzupacken, was mit der Neueindeckung des maroden Dachs gelöst wurde. Auch das Sterben der Birken im wunderschönen Biergarten stellte und stellt den Verein auf die Probe. Es wurden in den Jahren 2020 bis jetzt einige Biergartenbäume (Kastanien) nachgepflanzt. Anschließend blickte man tief in die Vergangenheit. Würde man sich nicht auf das von den Urvätern festgelegte Gründungsjahr 1874 berufen, könnte man, so jedenfalls ein vor kurzem gefundener Zeitungsbericht, auf das Jahr 1856 als erste urkundlich erwähnte Gründungsstunde berufen. Das bedeutet, dass der Schützenverein, zusammen mit dem Männergesangverein „Cäcilia“ die beiden ältesten Ortsvereine der Gesamtgemeinde darstellen. Die „Meilensteine“ der Vereinsgeschichte wurden vorgetragen und untermalt mit Bildern und Dokumenten, die im Archiv des Vereins aufbewahrt werden. Unterbrochen wurde der Rückblick an den Stellen, wo es die Blaskapelle, die Brauerei Püls und den Chefwirt Georg Thiem betraf. Georg Thiem wurde für über 50-jähriges Wirken im Verein an maßgeblichen Positionen zum Ehrenmitglied ernannt. Die Brauerei Püls wurde mit einem herzlichen Dank und einer Urkunde für hervorragende Zusammenarbeit, einem stets wohlschmeckenden Schützentrunk und 55-jähriger, vertrauensvoller Geschäftsbeziehung ausgezeichnet. Die Blaskapelle erhielt ebenfalls eine Urkunde sowie die Einladung, bei passender Gelegenheit, eine Probe im Musikpavillion der Schützen abzuhalten. Die Schützen möchten sich damit für 50 Jahre freundschaftliche Zusammenarbeit der beiden Vereine bedanken und spendieren dazu die benötigten Getränke sowie einen Imbiss.
Den geschichtlichen Rückblick hätte man noch einige Zeit mit Videos, gedreht von Kurt Fleischmann, von großen Vereinsereignissen untermalen können, doch dieses interessante, jedoch zeitintensive geschichtliche Dokument wurde kurzerhand auf einen internen „Geschichtsabend“ verlegt. Stefan Fleischmann, bester und lang gediensteter Schütze der ersten Mannschaft, berichtete im Anschluss über die Erfolge der Gesellschaft auf sportlichem Gebiet. Er blickte zurück auf die Mannschaften und Schützen in den letzten vier Jahrzehnten, die großen Erfolge, Auf- und Abstiege, Leistungsträger innerhalb der Mannschaften, herausragende Kämpfe auf hochklassigem Niveau und letztlich darf die erste Mannschaft im Jubiläumsjahr stolz darauf sein, dass sie ohne Punktverlust Meister in der Bezirksliga Oberfranken mit 18:0 Punkten und 13615 Ringen wurde. Die zweite Mannschaft blickt ebenfalls auf eine erfolgreiche Saison zurück und steht in der Abschlusstabelle der Gauoberliga mit 8:12 Punkten auf Platz 4. Allerdings schießen die Schützinnen und Schützen der Schwürbitzer „Zweiten“ in dieser Klasse ausnahmslos gegen Mannschaften, zum Beispiel aus Dürrenried, Weidhausen oder Einberg, hinter denen eine 1 für „erste Mannschaft“ des jeweiligen Vereins steht. Die dritte Mannschaft als „Auflagemannschaft“ hatte ebenfalls in der abgelaufenen Saison schöne und erfolgreiche Wettkämpfe und kameradschaftliche Abende. Schützenmeister Michael Tischler bedankte sich am Ende des offiziellen Teils, den die Bayernhymne und das Deutschlandlied markierte, ganz herzlich bei allen Gästen. Sein besonderer Dank galt den eigenen Mitgliedern, die sich an der Vorbereitung des schönen Abends einbrachten, dem Schankpersonal, speziell dem Radfahrerverein und den fleißigen Helferinnen des Frauenvereins, die sich um den Imbiss kümmerten. Er freute sich auf die weiteren Veranstaltungen im Jubiläumsjahr. Die nächste Zusammenkunft wird am 21. April an gleicher Stelle stattfinden, wenn der Gau Nord seine 64 Mitgliedsvereine in Schwürbitz begrüßen wird. Danach folgt der traditionelle Vatertag an Christi Himmelfahrt, 09. Mai. Am 08. Juni hat die Vereinsleitung eine Fotografin engagiert, damit nach 30 Jahren Pause wieder ein gemeinsames Bild aufgenommen werden kann und Ende Juli wird das Jubiläumsschützenfest auf der Göritze mit großem Programm gefeiert. sam
Die Geehrten Schützinnen und Schützen am Jubiläumsabend: Für besondere Verdienste um den Schützenverein Schwürbitz wurden ausgezeichnet: Jochen Höppel, Friedrich Ahles, Jürgen Kremer, Hubert Marr, Heinz Thiem, Bernd Motschenbacher, Markus Münch, Klaus Tremel, Annelinde Rußwurm und Achim Schmidt. 40 Jahre Mitglied im bayerischen Sport-Schützen-Bund ist: Sigrid Eidam, Veronika Ender, Marianne Herold, Sabine Hoh und Gudrun Marr. Für 20 Jahre Mitgliedschaft im Deutschen Schützenbund wurde ausgezeichnet: Jessica Kluge, Michael Stettner und Bianca Thiem. 30 Jahre im DSB: Ingeborg Pohl, Ernestine Reuß, Stefan Wich und Michael Tischler. Das Protektorabzeichen in Silber des Deutschen Schützenbundes erhielt Stefan Fleischmann. Das Protektorabzeichen in Silber des Bayerischen Sport-Schützen-Bundes wurde Stefan Motschenbacher angeheftet. Zum Ehrenmitglied der Schützengesellschaft Schwürbitz wurde Georg Thiem ernannt. Bezirks- und Gauschützenmeister hatten für den Schwürbitzer Schützenmeister noch eine besondere Auszeichnung dabei. Sie überreichten ihm die goldene Ehrennadel des Schützenbezirks Oberfranken.

Soweit anwesend nahmen die Mitglieder die verschiedenen Ehrungen entgegen. 1. Besondere Verdienste: Schützenmeister Michael Tischler (l.) ehrte Jochen Höppel, Hubert Marr, Achim Schmidt, Friedrich Ahles, Annelinde Rußwurm, Reinhold Reuß, Bernd Motschenbacher und Markus Münch.

2. 40 Jahre BSSB: Veronika Ender, Sigrid Eidam Marianne Herold und Gudrun Marr wurden vom Schützenmeisteramt geehrt.

3. 20 und 30 Jahre DSB: Die beiden Gauschützenmeister Klaus Jentsch und Hans-Georg Rebhan ehrten Michael Stettner, Stefan Wich, Jessica Kluge, Ingeborg Pohl, Michael Tischler, Ernestine Reuß und Klaus Tremel. Der Bezirkschützenmeister ( r. ) Alexander Hummel gratulierte.

4. Stefan Fleischmann und Stefan Motschenbacher wurden von den Schützenmeistern mit Protektoratsabzeichen ausgestattet.

5. Zahlreiche Gratulanten beglückwünschten Georg Thiem, der zum Ehrenmitglied der Schützengesellschaft ernannt wurde.

6. Der Schützenmeister der Gesellschaft freute sich über eine besondere Auszeichnung: Die goldene Ehrennadel des Schützenbezirks Oberfranken.
0 Comments