Generalversammlung der Blaskapelle wie am Strick gezogen!
Absolut harmonisch und mit guter Laune gespickt, führte die Blaskapelle Schwürbitz ihre turnusgemäße Generalversammlung am vergangenen Montag, der eigentlich Probentag wäre, durch. Alle aktiven Musiker waren in Uniform erschienen und auch passive Mitglieder fanden sich ein. Vorsitzender Oswald Kremer freute sich über die Anwesenheit des Ehrenvorstands Oswald Bauer sowie über die Ehrenmitglieder Reinhold Bauer und Konrad Kremer. Auch die beiden anwesenden Gemeinderäte und der Bürgermeister waren herzlich willkommen. Während des ehrenden Gedenkens an zehn verstorbene Mitglieder erinnerte der Vorsitzende an jeden und jede Einzelne(n) mit einer kuren Geschichte. Sebastian Stettner stimmte an der Trompete einen Coral an. In seinem Grußwort zollte Bürgermeister Jochen Weber dem „Ausnahmeklangkörper“ Blaskapelle Schwürbitz allen Respekt. Er dankte, dem „wichtigsten Unterhaltungsträger“ für die hervorragende Musik, welche „aus Strichen und Punkten“ heraus, entstehen würde. Er, Weber, kenne auch das Geheimnis des Erfolges: „Die unermüdliche Förderung der Bläserklasse und der Jugend.“. So bliebe und werde die Blaskapelle auch in Zukunft zur echten „Bereicherung der Dorfgemeinschaft“.
In seinem Bericht kam Vorsitzender Oswald Kremer darauf zu sprechen, dass es ihm im Frühjahr letzten Jahres gesundheitlich nicht optimal gut ging. Er dankte ausdrücklich seinem Führungsteam, welches jede noch so kleine Lücke schloss und die Kapelle „auffing“ und beieinander hielt. Seit es das Osterkonzert gebe, wäre er zum ersten Mal Gast gewesen und hörte das Konzert erstmals „ganz anders“. Er verstehe nun besser, wenn so mancher Fan Musikstücke außerordentlich loben würde und warum viele Blasmusikfreunde von auswärts zu den Konzerten kämen. Im gleichen Zusammenhang dankte er den vielen Gästen beim kürzlich stattgefundenen Weihnachtkonzert. Nicht nur für das Kommen, sondern auch für die große Spendenbereitschaft. Oswald Kremer berichtete unter anderem über den schönen Auftritt nach dem Festzug in Lichtenfels anlässlich des Schützenfestes. Die Reaktionen der wirklichen Blasmusikfans in der großen Stadthalle hätten ihn mit Stolz erfüllt. Im Ausblick auf das anstehende Jahr berichtete er davon, dass schon jetzt wieder viele Termine geplant seien. Auch kirchliche Termine stehen wieder an und Oswald Kremer gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass sich doch in Sachen Probenraum und Pfarrzentrum, nach der Übernahme der Trägerschaft durch die Gemeinde, nichts ändern möge. Seine Dankesliste war lang und umfasste von den Hängerfahrern, bis hin zur Pfarrei über jeden einzelnen Helfer und Aktiven, sogar die positive Berichterstattung und Hilfe der Lokalredaktionen der beiden Zeitungen am Obermain. Schriftführerin Julia Stettner berichtete ausführlich über die Jahreshauptversammlung 2023. Dirigent Michael Stettner freute sich über das vergangene Jahr als erstes „vollwertiges“ Jahr nach der Pandemie. Die Feuerprobe „Feuerwehrfest Uetzing“ wurde mit Bravour bestanden und gute Auftritte begleiteten die Kapelle durch den Sommer. Er ließ einige Konzerte Revue passieren und lobte die „Effektivität und Aktivität“ sowie die gute Stimmung innerhalb des Orchesters. Trotz des Ausfalls wichtiger Leistungsträger habe man eine durchweg positive Resonanz von Gästen und Fans erhalten. Sein Dank ging in dieser Hinsicht auch an einige Aushilfsmusiker, die geholfen hätten, gut durch die Saison zu kommen. Mit nun 37 aktiven Musikern, soviel wie noch nie seit der Übernahme des Taktstocks durch den 32jährigen Dirigenten, sollte es heuer ab dem Osterkonzert gelingen, wieder eine gute Fest- und Veranstaltungssaison zu gestalten. Sein Dank galt allen Musikern sowie den Vorstandskollegen. Sebastian Stettner, in seiner Funktion als Jugendleiter, sprach von einer aktiven Jugend. Sie würde den „Kreis der Aktiven“ perfekt ergänzen. Man wäre mit den Kindern und Jugendlichen, zusätzlich zum großen Programm der Kapelle, zum Minigolfspielen gegangen. Allerdings hätte man feststellen müssen, dass man im „Blasmusikverein besser aufgehoben sei als im Sportverein.“ Sebastian Stettner dankte der Vereinsführung für die Kostenübernahme der einheitlichen Polo-Shirts. Oswald Kremer sagte darauf auch für die Zukunft volle Unterstützung und Kostenübernahme von „jugendlichen Projekten“ zu, damit „auch die neu gegründete Bläserklasse“ voll integriert wird. Geschäftsführer Markus Heid berichtete ebenfalls über ein „endlich wieder komplett aktives Jahr“. Aufgrund der vielen Auftritte konnte die Kasse stabilisiert werden. Er dankte allen Spendern und Veranstaltern ausdrücklich und berichtete davon, dass man durch die neue Bläserklasse den Mitgliederstand sogar erfreulich ausbauen konnte. Kassenprüfer Elmar Dümlein sprach, auch im Namen seiner beiden Kollegen, von vorbildlicher Kassenführung und führte die Entlastung der Vorstandschaft durch.

Die Neuwahlen brachten keine Überraschungen mit sich: Vorsitzender wurde wieder Oswald Kremer, Geschäftsführer bleibt Markus Heid, Dirigent Michael Stettner, Schriftführerin Julia Stettner. Im Beirat wirken in der neuen Wahlperiode mit: Wolfgang Knippert, Angela Motschenbacher, Hannes Hennemann, Daniela Spörlein, Harald Müller, Sandra Jakob, Aaron Heil, Silke Schulz und Nadine Würstlein.
Horst Sünkel, Schlagzeuger der Schwürbitzer und scheidender Kreisvorsitzender des Nordbayerischen Musikbundes zeigte auf, dass das Kreisorchester durch großzügige Spenden um einige Instrumente reicher geworden sei. Die großen Investitionen im Kreisverband tragen Früchte. Auch er dankte der katholischen Pfarrei für die Überlassung des Schwürbitzer Pfarrzentrums für die überregionale Probenarbeit. Im abgelaufenen Jahr war es wieder möglich ein wunderschönes Konzert in 14-Heiligen darzubringen. Dank galt an alle Aktiven aus den Reihen der Schwürbitzer. Am 03.03. wird es ein Konzert in der Altenkunstadter Kordigasthalle geben. Nach über 25 Jahren verabschiede sich der Kreisvorsitzende am kommenden Samstag von seinen Musikern und dem Amt. Den Schwürbitzern wird er allerdings treu bleiben.
Am Ende der harmonischen Versammlung kam man noch auf kleine Verbesserungswünsche zu sprechen. Ehrenvorsitzender Oswald Bauer erinnerte, dass es einer dringenden Überarbeitung einzelner Musiker-Uniformen bedürfe. Auch sollte man sich über die Problematik, der zu wenigen Sanitäranlagen anlässlich des Osterkonzertes in der Turnhalle Gedanken machen.
Von der Spendenübergabe der Blaskapelle an die katholische Pfarrei berichten wir gesondert. sam
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