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Anrührendes Weihnachtskonzert der Blaskapelle am 30. Dezember

Andächtig, stimmungsvoll, anrührend, so könnte man das Weihnachtskonzert der Blaskapelle Schwürbitz am vorletzten Tag des Jahres 2023 in kurzen Worten zusammenfassen. Wären da nicht die vielen Feinheiten und Kleinigkeiten über die es sich zu berichten lohnt. So war das Konzert auf 17.00 Uhr terminiert, doch bereits eine Stunde vorher strömten die vielen Fans der Schwürbitzer in die von außen angestrahlte Herz-Jesu-Kirche, weil sie ganz genau wussten; Wo die Blaskapelle Schwürbitz monatelang geprobt hat, gibt es auch ein feines, anspruchsvolles Programm zu hören.  So stand am Anfang ein festlicher Eröffnungsmarsch mit dem Titel „Arsenal“ auf dem Notenblatt, dessen Uraufführung am 11. Mai 1996 in Belgien, zu einem besonderen Anlass, gewesen war.  Gleich danach begrüßte Vorsitzender der Blaskapelle Oswald Kremer das treue Publikum sowie alle aktiven Musiker. Neben Dekan Lars Rebhan und Geistlichem Rat Wolfgang Scherbel begrüßte er ersten Bürgermeister Jochen Weber und zweiten Bürgermeister Hans Georg Borchert, nebst Gattinnen recht herzlich. Sein besonderer Gruß galt Förderer und Mäzen Alois Dechant, welcher seit Jahrzehnten mit der Schwürbitzer Kapelle freundschaftlich verbunden ist. Beim „Träumenden Stern“, einem wunderschönen Blasmusikstück, lud der 17-jährige Louis König in seiner Ankündigung alle Anwesenden ein, mit der Blaskapelle „einen Blick in den Himmel zu tun“. Bei diesem Stück glänzte Martin Gmell als Solist an der Trompete und später hörte man im Publikum, das allein „dieses eine Stück schon den ganzen Besuch wert gewesen sei“. Hausherr Pfarrer Lars Rebhan freute sich über das Engagement der Blaskapelle, begrüßte die aktiven Musikerinnen und Musiker sowie die vielen Gäste recht herzlich. „Ich bin mit Euch zuversichtlich, dass wir lange zusammenbleiben und heute etwas Großes erleben“, so der Kirchenmann. Ganz trocken stand nun im Programm „Alphorn“ und man war gespannt, was denn da kommen könnte.

Das vor dem Hochaltar platzierte Trio, bestehend aus Hannes Hennemann, Udo Finzel und Ulrich Huber nahm die vielen Gäste mit ihren drei Alphörnern auf einen Ausflug in die Berge mit. Bei den Stücken „Stille, stille, kein Geräusch gemacht“ und „Herbei, ihr Gläubigen“ war es in der großen Kirche wahrhaftig so still, dass man eine Stecknadel hätte fallen hören können, was die drei Ausnahme-Musiker wiederum sehr freute. Der satte Sound der drei Hörner in der akustisch hervorragenden Architektur ging unter die Haut. Das die Blaskapelle Schwürbitz auch vor großen Werken nicht zurück schreckt, ist seit langem bekannt und ein Weihnachtskonzert von den Schwürbitzern bietet natürlich viel mehr als Weihnachtsmusik. So kam nun „knallbunt wie Josephs Mantel“ ein Stück aus dem Andrew Lloyd Webber-Musical „Joseph“ zum Vortrag. Die äußerst frei interpretierte biblische Erzählung von Joseph und seinen 11 Brüdern ist ein spaßiger Trip durch drei Jahrzehnte Musikgeschichte mit rockendem Pharao, Flower-Power-Guru und Technobeats. Eine Musik-Phantasie, vorgetragen von der Blaskapelle Schwürbitz, die im großen Konzertsaal kaum besser hätte sein können. Bürgermeister Jochen Weber begrüßte die Gäste und freute sich, dass die Kapelle so viel Einsatz zeige. „Die Stücke bisher, gingen schon besonders ein“. Er sei vor allem beeindruckt von den jugendlichen Aktiven in den Reihen und wünschte der Kapelle alles Gute für die Zukunft. Die 12-jährige Hannah Hofmann, aktive Klarinettistin, sagte professionell das nächste Stück an. „My Dream“ geht zurück auf Peter Leitner, der Komponist, Arrangeur, Trompeter und Sänger der Kärntner Erfolgsformation „Fegerländer“ ist. „Big Band Sound“ war hier gefragt und gleich im nächsten Stück ist man mit der Blaskapelle und „Who wants to live forever“ auf internationaler Bühne mit dem Superstar „Freddie Mercury“ zugegen.

Die Blaskapelle Schwürbitz ist eben vielseitig und vielfältig. Erwähnenswert ist noch das Solo von Pablo Hüttner, der 17-jährige Trompeter, der nicht nur Stücke ansagte, die Illumination der Pfarrkirche übernahm, sondern nun auch noch als Solist glänzte. „All i want for christmas is you“, dieses poppige Weihnachtslied stimmte Ina Hennemann am „S-Saxophon“ mit Christina Sünkel am „E-Klavier“ im Nordflügel der Kirche an. „A million Dreams“ war wiederum ein bekannter aktueller Titel aus den Charts und die Kapelle brachte auch dieses Stück hervorragend vor und erntete reichlich Beifall. „Feliz Navidad“ – Frohe Weihnacht und „Oh Du fröhliche“ durften zum Ende des Konzertes nicht fehlen, bevor sich Dirigent Michael Stettner bei den Besuchern und „seiner“ Kapelle herzlich bedankte. Er zählte einige Personen auf und bedankte sich herzlich bei ihnen. Dazu gehörte natürlich auch der gesamte Klangkörper der Blaskapelle sowie Mitwirkende des Pfarrgemeinderats, die anschließend, also nach dem Konzert, vor der Kirche Glühwein ausschenken würden, wozu alle kostenlos eingeladen wären. Dieser Glühwein wurde vom Turnverein Schwürbitz gespendet und der gesamte Ausschank von Andrea und Stefan Fleischmann koordiniert. Michael Stettner freute sich vor allem über die disziplinierte Probenarbeit und die gute Stimmung, obwohl es natürlich nicht selbstverständlich ist, von September bis zum Jahreswechsel Weihnachtslieder zu proben. Abschließend lud der Dirigent die Gäste bereits jetzt zum Osterkonzert 2024 ein, für das die Proben ab sofort beginnen würden. Vorsitzender Oswald Kremer ergriff noch einmal das Mikrofon, um der gesamten Kapelle, speziell jedoch Dirigent Michael Stettner zu danken. Er bedankte sich bei der Kirchenverwaltung, der Geistlichkeit und den Gästen für die vielen Spenden, die zur Hälfte der Jugendarbeit und zur Hälfte dem Gotteshaus zukämen, welches im kommenden Jahr 125-jähriges Jubiläum feiern könne. Aus diesem Anlass seien auch viele übers Jahr verteilte, kleine und große Veranstaltungen geplant. Eine solche Veranstaltung wird demnächst „Maria Lichtmess“ sein, bei der die Kirche erneut in stimmungsvolles Licht getaucht werden wird und noch so manche Überraschung winke. Ein großer Applaus beschloss das hervorragende Konzert und zahlreiche Besucher genossen im Anschluss das schmackhafte Angebot des Pfarrgemeinderates im heimeligen Schein der angestrahlten „Herz-Jesu-Kirche“ von Schwürbitz. sam   

Im “Orchestergraben” zwischen Altarraum und Zuhöhrerbänken war die Blaskapelle aufgereiht und bot ein hervorragendes Konzert zur Weihnachtszeit. sam

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