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Faszinierende Spielzeugausstellung im Pfarrzentrum. Ein großer Dank an unseren Frauenverein!

Eine ganz besondere Veranstaltung haben sich die Damen des katholischen Frauenvereins einfallen lassen. Sie präsentierten an zwei Tagen des ersten Adventswochenendes historisches Spielzeug, welches mindestens schon 50 Jahre überdauerte. Der große Saal im Pfarrzentrum „St. Josef“ nahm die Kleinode auf und drum herum servierten die Veranstalterinnen Kaffee und Kuchen, sowie Glühwein und Limonade. Bei leichtem Schneefall betrat man erwartungsfroh den Ausstellungsraum und traute erst einmal seinen Augen nicht, wie viel Spielzeug da zusammen gekommen ist. Liebevoll nach Gruppen sortiert und präsentiert waren alle Exponate und der erste Blick fiel auf historische Puppenwagen. Da standen schön aufgereiht geflochtene und mit Stoff bespannte „Oldtimer“, tiefergelegt oder aufgebockt, je nach „Epoche“ und Modetrend. Natürlich durften die dazugehörenden Puppen nicht fehlen, die entweder tief eingekuschelt in den Wägen die Augen geschlossen hatten oder einem liebevoll vom Tisch grüßend anschauten, als ob sie neue Spielgefährten suchten. Oder aber ganz frech von der Fensterbank grüßend, mit einem Ausdruck im Gesicht, als wollten sie sagen: „Alt, aber immer noch so gut beinander!“ Gleich ums Eck standen Brettspiele, allen bekannt natürlich das „Mensch ärgere dich nicht“, was gleich in verschiedenen Variationen ausgestellt war. Das größte und schönste Exemplar maß einen halben Quadratmeter und die Figuren waren Kinder- oder auch Seniorengerecht gut 10 Zentimeter groß. Natürlich waren alle Brettspiele farbenfroh gestaltet und auch altbekannte Kartenspiele fehlten in dieser Abteilung nicht. Weiter ging der Rundgang an Blechspielzeug vorbei bis hin zur Ritterburg aus Pappmache. Was bei den Puppenhäusern die Herzen der weiblichen Besucherinnen, egal welchen Alters, höher schlagen ließ, war hier bei den Rundkursen und Autos aus Blech die Welt der Jungs und Männer, die man sagen hörte, was sie mit ihren „Kisten“ anstellten, solange, bis sie kaputt waren. Und das, obwohl die hier ausgestellten Werke durchaus etwas für die Horst-Lichter-Show Bares für Rares zu sein schienen. Da standen echte Werte und die Aufsteller „Bitte nicht berühren“ waren wirklich nicht deplatziert. Nebenbei war zu lesen, von wem die ausgesuchten Spielsachen stammten und man konnte die anwesenden „Sammlerinnen“ direkt ansprechen. Hier gab es lustige Dialoge zu hören und so manche Geschichte, wer das Gleiche oder ähnliches Spielzeug ebenfalls hatte und was damit passierte, beziehungsweise welcher „Bruder oder Schwester“ es unabsichtlich oder böswillig zerstört hat.

Es waren auch Mädchen zu beobachten, die trotz Handy und allem elektronischen „Getöns“ am liebsten an den original aus den 60er und 70er Jahren stammenden Puppenhäusern, die liebevoll mit Kleinodien eingerichtet waren, herumgestellt und eingerichtet hätten. In den winzigen Zimmern brannten sogar die Lichter in Küche und Wohnzimmer und Bett und Badewanne waren bestückt. Weiter ging es an den graziös gedeckten Kaffeetisch an dem so manche „Kabarunde“ der nun sechzig- oder siebzigjähren Puppenmutti abgehalten wurde und man war erstaunt, wie unversehrt und farbig die kleinen Porzellantassen und -teller „überlebt“ haben. Ebenfalls gut bestückt und sortiert waren die beiden Kaufmannsläden, die, wie im richtigen Leben, unterschiede in Bauweise und Sortiment aufwiesen. Der jüngere Laden hatte sogar schon die Registrierkasse mit Tasten und Klingel auf dem Tresen stehen, wo beim Älteren noch gut Schuber und Fächer zu erkennen waren. Beim Betrachten der kleinen Verpackungen erinnerte man sich unweigerlich, was man als Kind das ein oder andere Mal einkaufen musste und an welches Produkt man nicht oder nur mit ausdrücklicher Genehmigung „ran“ durfte. Nächste Abteilung – Dreiräder und Schaukelpferde. Manchen der hölzernen Rappen sah man an, wie viele Kilometer sie schon geritten wurden. Doch für diese Ausstellung wurden die Mähnen noch einmal gekämmt und so mancher Holzwurm wird sich gewundert haben, ob der unerwarteten „Action“. Kindersitzgruppen, Bügelbrett und Haushaltgeräte waren zu bestaunen und das Bügeleisen war sogar betriebsbereit, auch wenn sich keine der Verantwortlichen oder Gäste traute, den alten 220 Volt Stecker auch nur probeweise in die Steckdose zu stecken. Auch das kleine Badezimmer, welches bestimmt einige Sommer lange auf Balkon oder Terrasse alle möglichen Badende aufgenommen hatte, lud ein, es stilgerecht mit Wasser und Schaum auszustatten. Es kribbelte manchen schon in den Fingern loszulegen, aber die Geschichten, welche allseits zur guten Laune beitrugen, waren natürlich ebenso schön. Neben den Geschichten wurden auch Adressen und Bilder ausgetauscht und man erkannte das Potential, welches da Landkreisweit bei den Besuchern schlummerte. Und doch: Angesprochen auf eine Wiederholung dieser schönen Veranstaltung, erwiderten die Organisatorinnen, dass dies eine einmalige Ausstellung bleiben wird. Man sah, wie viel Liebe und Arbeit in dieser „Galerie“ steckte, ganz zu schweigen vom Transport der Ausstellungsstücke, die ja ihr Zuhause wieder heil erreichen sollten. Ob sie da einen Ehrenplatz haben oder auf dem Speicher verschwinden und die nächsten Jahrzehnte abwarten, war natürlich nicht festzustellen. Dekan Rebhan lobte die schöne Ausstellung und freute sich über die unerwartete Nutzung des Pfarrzentrums, wo im Foyer die Versorgungsstation aufgebaut war und man sich im „roten Salon“, dem kleinen Nebenraum, gemütlich machen konnte. Auch der Kirchenvorstand beglückwünschte die Damen zur gelungenen Ausstellung. Die Organisatorinnen freuten sich vor allem über die spürbare Stimmungsaufhellung, die zwischen der Eingangstür und dem Verlassen der Ausstellung bei vielen Besuchern zu spüren war. Auch in der Kuchen- und Spendenkasse wurde diese herrliche, ideenreiche und liebevolle Spielzeugauslese entsprechend gewürdigt.  sam

„Nur wertvoll mit der Originalverpackung!“ – so hört man es bei Horst Lichter´s Sendung „Bares für Rares“, wenn es um historisches Spielzeug geht. Und eventuell auch: „Die 65 lässt auf das Herstellungsjahr schließen“. sam

Große Faszination und Begeisterung, welche von Puppenhäusern ausgeht, ist wahrhaft generationsübergreifend.

Die Organisatorinnen vom katholischen Frauenverein Schwürbitz hatten sich viel Arbeit mit Ausstellung und Verpflegung der Gäste gemacht. Überall war richtig gute Laune zu spüren.

Puppenstube an Weihnachten. Immerhin schon mit Fernseher.

Frech grüßten die Beiden von der Fensterbank, gut geschützt durch durchs Sitzkissen und tiefenentspannt mit übereinander geschlagenen Beinen.

Schaukelpferde werden nicht alt, die werden honorig.

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