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Osterkonzert – ein Genuß!

Als ob das ganze Orchester in den vergangenen drei Jahren alle Kraft, Ausdauer und Können aufgespart und in diesen einen Auftritt gelegt hätte, so gestaltete die Blaskapelle das diesjährige Osterkonzert am Ostersonntag in der Turnhalle. Bereits um 18.00 Uhr waren schon zahlreiche Blasmusikfans auf ihren Plätzen und fieberten dem anspruchsvollen Programm entgegen. Als dann um 19.30 Uhr die Musiker der Reihe nach einzogen, dicht gefolgt von Dirigent Michael Stettner, war schon der erste Beifallsturm zu hören und mit dem Eröffnungsmarsch „Mit vollen Segeln“ von Klaus Strobl setzte die Kapelle das erste Ausrufezeichen. Herausgearbeitete Höhen und Tiefen waren zu hören, kräftig laut und im nächsten Moment wieder sehr piano, ging es hierbei zu. Geschäftsführer Markus Heid begrüßte die vielen Gäste, darunter auch den ersten Vorsitzenden der Blaskapelle Oswald Kremer, der aus gesundheitlichen Gründen erstmals seit fast 40 Jahren im Publikum Platz nehmen musste, zahlreiche Ehrenmitglieder und Ehrenvorsitzenden Oswald Bauer. Jochen Weber, Hans Georg Borchert und Hubert Robisch, die drei Bürgermeister, waren mit ihren Gattinnen gekommen und repräsentierten neben einigen Gemeinderäten die politische Gemeinde. Markus Heid freute sich auch über den Besuch von Geistlichem Rat Pfarrer Wolfgang Scherbel und Pfarrer und Dekan Lars Rebhan. Vom Nordbayerischen Musikbund waren vier Vertreter anwesend, allen voran der Bezirksvorsitzende Thomas Kolb. Ein herzlicher Dank ging an die Unterstützer der Blaskapelle Ute Nemmert von der Gärtnerei Nemmert und Sponsor und Freund Alois Dechant. Stark vertreten waren Mitglieder des Nachbarvereins Musikverein Marktzeuln. Die Akteure auf der Bühne sagten die Musikstücke abwechselnd selbst an und mit einem Konzertmarsch „Im Eilschritt nach Sankt Peter“ ging das Programm anspruchsvoll und abwechslungsreich weiter. Erster Bürgermeister Jochen Weber freute sich über den Kultur- und Klangkörper Blaskapelle Schwürbitz. Er lobte das jugendliche Auftreten der Kapelle und fragte nach dem jüngsten Musiker in den Reihen. Hannah Hofmann, mit ihren gerade einmal 12 Jahren meldete sich und zeigte in der ersten Reihe der Kapelle, dass sie mit ihrer Klarinette richtig was kann. Der Bürgermeister dankte der Kapelle und freute sich auf viele weitere Auftritte der Kapelle während der kommenden Saison. Jule Pfaff hatte nun ihren großen Auftritt mit einem eher ungewöhnlichen Instrument für eine Blaskapelle. Sie hatte den Solopart im Stück „Schindler´s Liste“ inne und zwar mit ihrer Violine, was einige Zuhörer staunen ließ. Feierlich konzertant war anschließend das Konzertwerk „Mountain Wind“, stimmungsvoll untermalt mit teils bewegten Bildern auf der großen Leinwand hinter den Musikerinnen und Musikern.

„Capriccio“ hieß das nächste Stück, bei dem sich Ina Hennemann an der Oboe und Manuela Scherzer an der Querflöte links und rechts vom Dirigenten postierten. In einer Art „Zwiegespräch“ flogen die Töne dieses launischen, klassischen Stücks, welches um 1840 entstand und genauso willkürlich gedacht war, nur so hin und her. Eine Überraschung für Musikfans. Mit dem Stück „Kennen Sie Strauß…?“ entließen die Musiker die Gäste in die Pause. Bis dahin wurde allen Besuchern bewusst, dass es ein großer Unterschied ist, ob man sich in ein Osterkonzert der Blaskapelle Schwürbitz begibt oder in ein Festzelt mit zünftiger Biergartenmusik. Und genauso anspruchsvoll ging es auch weiter, wenn auch nun die Stücke etwas moderner angehaucht waren. „Africa“ von Toto, ebenfalls ein Stück, welches man nicht auf Anhieb bei einer Blaskapelle vermuten würde, wurde dargebracht und Nick Birkner hatte auf seinen beiden Xylophonen seine Soli perfekt einstudiert. Nun folgten Ehrungen: Vier Musiker legten Leistungsabzeichen ab und der Bezirksvorsitzende Thomas Kolb sowie Kreisvorsitzender Horst Sünkel nahmen die Ehrungen vor. Ina und Hannes Hennemann nahmen die Auszeichnung in Gold entgegen. Charlotte Müller und Sandra Jakob wurden mit der bronzenen Nadel nebst Urkunde ausgezeichnet. Der Bezirksvorsitzende freute sich über das Engagement der Schwürbitzer und bemerkte, dass er über jede(n) froh sei, der sich der Leistungsprüfung als „Grundanforderung“ aussetze, egal welchen Alters. „Feeling good“, mit Daniela Spörlein am Mikrofon war anschließend „ganz großes Kino“. Man wähnte sich bei diesem Stück mitten im Titelsong eines James Bond Films, nur dass da nicht eine internationale Spitzenband mit einem Superstar am Mikro agierte, sondern die Blaskapelle Schwürbitz mit Daniela Spörlein. Und war man gerade noch im Jazz-Klassiker „gefangen“ fand man sich nun schon im Elton John Pop wieder. Scheinbar war hier die Probenarbeit besonders anstrengend und trug nun Früchte, da Dirigent Michael Stettner bei diesem Stück mit einem Dauerlächeln seinen Musikern signalisierte, dass er zufrieden ist, mit dem Gesamtkunstwerk. Das Schlagerduett von Maite Kelly und Roland Kaiser wurde nun verkörpert von Wolfgang Knippert und Daniela Spörlein. „Warum hast Du nicht nein gesagt?“ war zu hören und das Publikum belohnte diesen „Gassenhauer“ mit reichlich Applaus.

Wolfgang Knippert und Daniela Spörlein im Stil von Roland Kaiser und Maite Kelly

Dann ging es zurück in der Zeit. Während die Blaskapelle Anfang der Achtziger Jahre darüber nach dachte, erstmalig ein Osterkonzert auf die Bühne zu bringen waren Lieder aktuell wie „Tausend mal berührt“ von Klaus Lage, „Skandal im Sperrbezirk“ der Spider Murphy Gang, „Ohne Dich schlaf ich heut Nacht nicht ein“ von der Münchner Freiheit und „Sternenhimmel“ von Hubert Kah. Und eben diese Lieder spielte nun die Kapelle in einem stimmungsvollen Medley.  Ein weiterer Beweis der Wandlungsfähigkeit und Spritzigkeit des Orchesters. „Die Isel“, ein kleines Flüsschen an dem sich in Tirol schöne Wanderwege anschmiegen, beschrieb Gerald Ranacher im gleichnamigen Musikstück. Begleitet von den wunderbaren Bildern im Hintergrund vermutete man sich auf den Spuren des Komponisten. Nun befand man sich schon inmitten der Zugaben und natürlich wollten die Blasmusikfans „ihre“ Kapelle nicht so einfach gehen lassen. Dirigent Michael Stettner hatte noch eine lange Dankesliste parat und nicht zuletzt daran sah man, dass es rund um die 35 Musiker eines Konzertes noch viele Positionen von bereitwilligen Helferinnen und Helfern zu besetzen gibt. So lobte er das Organisationsteam mit Markus Heid und seiner Frau Kathrin, die Damen und Herren vom Ausschank, allen voran Andreas Funk mit seinem Team Fabian Funk, Daniel Motschenbacher, Jonas Heid, Christian Bauer, Stefan Bauer, der Küche mit Chefin Ingrid Funk, Karin Bauer, Christine Knippert, Doris Graf, Kathrin Hofmann und dem Service, der dieses Jahr von Julia Spörlein, Anna Teuchgräber, Tanja Degen, Regina Mahr, Kathrin Herrmann und Danny Wich “geschmissen wurde”. Dank ging an Lisa Motschenbacher, welche die Bildtechnik verantwortete, die Einlasskontrolle um Oswald Bauer und Barbara Kremer, den Sicherheitsdienst der Freiwilligen Feuerwehr und allen weiteren Helfern. Er dankte der Gemeinde für die Überlassung von Turnhalle und Bestuhlung, den Vorverkaufsstellen Strobler und Partyservice Heil, der Raiffeisenbank, der Sparkasse, der Püls-Bräu aus Weismain, dem Edeka-Markt Werner, der Bäckerei Stengel und Henni und Gerd Hüttner. Geschäftsführer Markus Heid dankte abschließend dem Dirigenten für seinen unermüdlichen Einsatz für die Kapelle sowie seiner Familie.

Beim letzten Stück standen die beiden Gotteshäuser von Schwürbitz im Mittelpunkt. Die Leinwand zeigte Aufnahmen von Schwürbitz rund um die beiden Kirchen und die Kapelle spielte dazu „Highland Cathedral“, ein würdiger Abschluss eines wirklich stimmungsvollen Konzertes mit vielen Höhepunkten und abwechslungsreicher Musik. Doch die Zuhörer wollten noch eine Zugabe und da setzte man mit dem Frankenlied einen weiteren festlich, erhabenen Schlusspunkt, bei dem die Gäste auch noch lautstark mitsingen und klatschen konnten. Danach erhoben sich die vielen Gäste und dankten der Kapelle mit stehenden Ovationen. Ein absolut hörenswertes Osterkonzert ging zu Ende mit dem Versprechen, dass man die Blaskapelle Schwürbitz, in der anstehenden Biergarten- und Festesaison, des Öfteren mit ihrer ganzen Klasse zu hören bekommen wird. sam 

Mit Urkunde und Leistungsabzeichen wurden ein Musiker und drei Musikerinnen ausgezeichnet. Bezirksvorsitzender Thomas Kolb und Kreisvorsitzender Horst Sünkel nahmen die Ehrungen von Hannes Hennemann (gold), Charlotte Müller, Sandra Jakob (beide bronze) und Ina Hennemann (gold) vor. Mit dabei die stellvertretenden Kreisvorsitzenden Florian Zapf und Niels Ködel, sowie Dirigent Michael Stettner.

Jule Pfaff trug beim Stück „Schindler´s Liste“ mit ihrer Violine zum Gelingen des Gesamtkunstwerkes bei.

Die Blaskapelle verabschiedet sich vom Publikum    sam

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