Harmonische Jahreshauptversammlung bei der Blaskapelle
Wichtige, große goldene Ehrungen und die Saisonplanung standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung der Blaskapelle. Vorsitzender Oswald Kremer freute sich in seiner Begrüßung darüber, dass wieder Normalität einkehren darf. Die Versammlung sei wieder im Januar und er wünsche „das Wichtigste“, ein gesundes neues Jahr. Er freute sich über die Anwesenheit von Frau Angelika Becher, stellvertretende Bezirksvorsitzende des Nordbayerischen Musikbundes und Bürgermeister Jochen Weber. Dieser dankte für die Einladung und wünschte dem „weit über die Landkreisgrenzen hinaus bekannten Klangkörper Blaskapelle Schwürbitz“ viele Mitglieder und dem nun 67jährigen Verein auch die nächsten Jahrzehnte viel Erfolg durch Kontinuität. Der Bürgermeister teilte freudig mit, dass „die Musik“ nun, neben den Sportlern, durch die Gemeinde Ehrungen empfangen darf. Oswald Kremer bedauerte, dass im abgelaufenen Jahr viele langjährige, verdiente und fleißige Mitglieder verstorben seien. Der Vorsitzende blickte zurück auf, aus seiner Sicht, große und kleine aber sehr schöne Auftritte im abgelaufenen Jahr. Da gehörten feine Ständerla für den Ehrenvorsitzenden oder Dirigenten genauso dazu, wie der doppelte Auftritt auf dem Zeulner Freischießen bei vielen Gästen und Riesenstimmung. Aber auch der Fronleichnamsfrühschoppen in Neuensee ohne Mikrophon und Gesang wahr ein schöner „Event“.
Die Dankesliste des Vorstandes Oswald Kremer war lang und bezog sowohl die aktiven und passiven Mitglieder ebenso ein, wie Helfer, Gönner, Unterstützer sowie Kirchenverwaltung, Vorstandschaft und Beirat.
Dirigent Michael Stettner berichtete davon, dass sich in der Besetzung eine kleine Verringerung der aktiven Musiker ergeben habe. Er freute sich sehr über Neuzugang Otto Drexel und das Martin Gmell wieder zur „Mannschaft“ gehöre. Die Bassabteilung bräuchte dringend Unterstützung. Insgesamt seien 34 Musikerinnen und Musiker aktiv sowie einige in Ausbildung, die hoffentlich bald und immer öfter zum Klangkörper dazu stoßen werden. Der Dirigent kündigte für das Frühjahr eine intensive Probenarbeit an. „Es wird auch wieder ein aktives Probenwochenende geben“, so der Dirigent, der abschließend „ein neues, wunderbares Osterkonzert 2023“ ankündigte und damit die mit Spannung erwartete Entscheidung für ein neues Konzert verkündete. Jahrzehntelang war die intensive Vorbereitung auf das Osterkonzert und das Konzert selbst, immer Garant für eine erfolgreiche Sommersaison auf vielen Festplätzen und Veranstaltungen. Dies wird nun 2023 wieder so sein.Julia Stettner in ihrer Funktion als Schriftführerin verlass das Protokoll der letzten Generalversammlung, die im Mai 2022 stattfand.
Geschäftsführer Markus Heid berichtete davon, dass man im abgelaufenen Jahr endlich wieder „richtige Einnahmen“ durch Auftritte generieren konnte. Die größten Ausgabeposten seien Fahrtkosten und Reparaturen gewesen. Der Kassenbestand habe die Krisenjahre gut überstanden. Dies bestätigte Kassenprüfer Elmar Dümlein und stellte den Antrag Geschäftsführer und Vorstandschaft zu entlasten, was einstimmig erfolgte. Erster Jugendleiter Sebastian Stettner berichtete von Neuwahlen innerhalb der Jugendvertretung. Diese habe sich wie folgt neu aufgestellt: 1. Jugendleiter Sebastian Stetter, 2. Jugendleiter Aaron Heil, Schriftführerin Ina Hennemann, Beisitzer sind Philipp Wolf, Louis König und Pablo Hüttner. Die Jugend möchte sich in der kommenden Saison mit einheitlichen Polo/T-Shirts ausstatten und wieder gemeinsame Unternehmungen machen. Sebastian Stettner dankte dem CSU-Ortsverband Schwürbitz für eine Spende.
Kreisvorsitzender Horst Sünkel, der schon seit 40 Jahren bei den Schwürbitzern mitspielt, entbot Grüße aus dem Kreisverband. Er schwärmte von der Probenarbeit und dem erfolgten Konzert des Kreisorchesters in Bamberg. Es laufe auch wieder ein D1 Kurs in gewohnt großer Auslastung. Er lud die Schwürbitzer Kapelle zum diesjährigen Kreismusikfest nach Ebensfeld mit dazugehörendem Wertungsspielen ein. Sein abschließendes Lob galt der Jugendabteilung, welche in diesem Jahr 30jähriges Bestehen feiern könne. Zusammen mit der Bezirksvorständin Angelika Becher führte Horst Sünkel Ehrungen durch. Als erstes wurde Martin Gmell ausgezeichnet. Martin Gmell spielt seit seiner Jugend Trompete und er sei „die Bank“ in seiner Abteilung. Er wurde mit dem goldenen Abzeichen des Nordbayerischen Musikbundes und einer Urkunde für 40 Jahre aktives Musizieren ausgezeichnet. Angelika Becher, Vorsitzender Oswald Kremer und Dirigent Michael Stettner ehrten dann Kreisvorsitzenden Horst Sünkel. Er, Sünkel, sei von seinem großen Schlagzeug nicht zu trennen. Selbst politische Veranstaltungen müssten für den Gemeinderat hinten anstehen, hieß es in der Laudatio. In seine Zeit der Kreisvorstandschaft falle auch die Gründung des Kreisorchesters. So habe sich Horst Sünkel nicht nur in Schwürbitz Gold verdient sondern auch auf Kreisebene. Er wurde deshalb mit der goldenen Ehrennadel und einer Urkunde des Nordbayerischen Musikbundes ausgezeichnet. Es folgte Geschäftführer Markus Heid. Er sei 1982 als Kind mit der Klarinette gestartet, führte der Vorstand aus. Ehrenvorsitzender Oswald Bauer habe ihn damals ausgebildet. Seit Jahren spielt Markus Heid das Bariton, auf das er auf Wunsch seines Dirigenten gewechselt wäre. Er wurde auch schon für 25 Jahre Mitglied der Vorstandschaft ausgezeichnet. Nun erhält er die goldene Nadel und eine Urkunde des NBMB für 40jähriges aktives Musizieren. Klarinettist Siegfried Stettner spielt seit seinem 11. Lebensjahr Musik im NBMB. Seine Es-Klarinette und sein Saxophon sind seine Schätze und er spielt diese Instrumente nun seit Jahren. Auch seine drei Kinder sind bei der Schwürbitzer Kapelle aktiv, was herausragend sei. Er bekam dafür ebenso die goldene Nadel und eine Urkunde des NBMB.
Als Oswald Kremer im Jahr 2007 mit Gold und Diamant und 2013 mit dem Bundesehrenzeichen Gold ausgezeichnet wurde, mutmaßte der damalige Bezirksvorsitzende schon, dass für Oswald Kremer einmal die Ehrungsstufen ausgehen werden. In der Jahreshauptversammlung wurde Oswald Kremer nun für 50 Jahre aktives musizieren ausgezeichnet. Er habe vor 45 Jahren den Taktstock übernommen und sei heute noch stellvertretend damit aktiv. Auch sei er nun seit Jahren Vorsitzender und erst kürzlich am Weihnachtskonzert Solist an der Klarinette sowie „Regler“ am Mischpult gewesen. Eine musikalische und leitende Höchstleistung, die bayernweit seinesgleichen suchen dürfte. Bezirksvorsitzende, Kreisvorsitzender, Dirigent und Geschäftsführer gratulierten herzlich. Auch die anwesenden Mitglieder spendeten für alle Geehrten reichlich Beifall. Die Bezirksvorsitzende fand lobende Worte für die Ausgezeichneten und die gesamte Kapelle. Die Schwürbitzer Kapelle könne stolz sein und sei ein weiterer Beweis dafür, dass „draußen auf dem Land“ die Musik spiele, nicht in den Städten und Zentren. Sie wünschte der Kapelle weiterhin ein gutes Händchen und viel Erfolg mit der wunderbaren Musik. Sie freue sich auch auf eine weitere Einladung bei nächster Auftrittsgelegenheit. Zum Ende der Versammlung übergab Geschäftsführer Markus Heid einen symbolischen Scheck an die Kirchenverwaltung. Kirchenpfleger Stefan Fleischmann nahm die Hälfte des Erlöses aus dem Weihnachtskonzert dankend an und berichtete davon, dass diese Spende zu 20 Prozent helfe, den Schaden an der Glocke Zwei zu beheben. Dann hatte Ehrenvorsitzender Oswald Bauer noch eine Überraschung an ersten Schützenmeister Michael Tischler, welcher extra zu dieser Versammlung eingeladen wurde. Schützenbruder Thomas Baumann aus Maineck überreichte vor fast 25 Jahren der Blaskapelle eine selbstgegossene und bemalte Skulptur aus Blei, in Form einer rot gewandeten Blaskapelle auf einem Hügel. Dies erfolgte aus Anlass der 25jährigen Zusammenarbeit zwischen den Schützen und der Blaskapelle. Da die Schützen die besseren Möglichkeiten einer Ausstellung des Werkes hätten, käme nun nach fast 50 Jahren der Zusammenarbeit die Skulptur wieder zurück in die Hände der Schützengesellschaft. Eine freundschaftliche Geste am Ende einer harmonischen und zukunftsweisenden Jahreshauptversammlung. sam

Langjährige, besonders aktive Musiker wurden in diesem Jahr bei der Blaskapelle Schwürbitz geehrt. Fünf Männer bringen es auf 220 Jahre Blasmusik von feinsten. Bezirksvorsitzende Angelika Becher gratulierte (v.l.) Geschäftsführer Markus Heid, Vorsitzendem Oswald Kremer, Kreisvorsitzendem Horst Sünkel, Siegfried Stettner und Martin Gmell. Bürgermeister Jochen Weber schloss sich den Glückwünschen an.
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