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Zum Schützenfest mit dem Elektrobus – Autonom und Promillelos!

Der Abend war gut! Niemand hat sein Freibier eingefordert und hoffentlich hat auch Niemand am Buswartehäusla gewartet. Natürlich war der Spaß dem 1. April geschuldet. Aber wer weiß, vielleicht schiebt sich ja doch – die Görtzn nauf – sowas zusammen?!

Die Schwürbitzer Schützen planen momentan ihre Festsaison auf der Göritze. Neben dem beliebten Ostereier-Werbeschießen am Ostersamstag, dem Maibaumfest am 30. April steht auch der Vatertag an „Christi Himmelfahrt“ an und schließlich das Schützenfest am letzten Juli-Wochenende. Im Jahre 1977 verlegten die Schützen Schwürbitz ihr beliebtes Schützenfest vom Mainufer hinauf auf die Göritze. Mit Fertigstellung der Waldschänke inklusive Kühlraum und Außenausschank war es ab da möglich, das Schützenfest nun auf dem eigenen Grundstück abzuhalten. Das man nun den Berg vor dem Biergarten erklimmen musste, anstelle nach dem Feiern den Berg „zurück ins Dorf“ hinter sich bringen zu müssen, spielte damals noch keine große Rolle. Schließlich hat man in Schwürbitz, egal zu welchem Festplatz immer einen Anstieg zu leisten. Jedoch dachte man, auch weil der Schaustellerbetrieb anfangs noch groß war und deshalb keine Parkplätze zur Verfügung standen, schon bald über Möglichkeiten eines „Shuttleservice“ nach. Wie kann man den geneigten Gästen die Möglichkeit schaffen, ohne eigenes Auto auf die Göritze zu kommen und zu gewünschter Uhrzeit wieder heim? Es gab Überlegungen eines in den 90er Jahren bei der Post angestellten Schützenbruders, der die ausrangierten gelben Transporter, die damals schon innerhalb des Posthofes Lichtenfels elektrisch betrieben wurden, samt der dazu gehörenden Gitterwagen zu kaufen. Besagter Schützenbruder wollte die Transportwagen, die für Kartons ausgelegt waren, mit Sitzschalen und Sicherheitsgurten ausstatten und die Gäste zur „Erlebnisfahrt auf die Göritze“ einladen. Wegen der zu hohen Auflagen und der Versicherung wurde dieses Projekt nicht durch gezogen. Eine weitere Idee war eine „Aufsitzeisenbahn“, die nur zur Schützenfestzeit installiert werden würde. Diese war aber nicht geeignet, da auf dem letzten Drittel des Berges die Steigung zu stark wurde und die Lok auf den Eisenschienen diese nicht schaffte. Eine Seilbahn konnte man sich schlichtweg nicht leisten. Der Transport mit herkömmlichen Kleinbusen scheiterte immer wieder an den benötigten Fahrern, die ja aus dem Schützenverein hätten stammen müssen, dabei jedoch das Schützenfest feiern wollten. Doch nun hatte der erste Schützenmeister Michael Tischler die zündente Idee.

Beim „Vermessen“ des Weges und der Programierung der Wegstrecke stand der autonome Bus vor kurzem schon einmal „virtuell“ an seiner Haltestelle direkt am Biergarten auf der Göritze. Heute Abend ist Probefahrt mit Schützenhausöffnung. sam

Durch Beziehungen nach Kronach und einigen Gesprächen mit der ATC, welche die Busse betreibt, ist es vielleicht in diesem Jahr möglich, die Freunde der Göritze und des dortigen Biergartens autonom zu den Veranstaltungen „den Berg hoch“ zu schaffen. Das Schützenhaus ist allwöchentlich Freitagabend und Sonntags geöffnet und die Schützen freuen sich immer auf neue Gäste. Und so kommt es, dass am heutigen Freitag Feuertaufe für die erste autonome Buslinie zwischen Ortschaft und Göritze ist. Ab 19.00 Uhr startet der erste aus Kronach entliehene autonome Kleinbus, der natürlich elektrisch betrieben wird, von der Bushaltestelle in Richtung Schützenhaus. Natürlich lassen sich die Schützen diese Aktion etwas kosten und sind über freiwillige Spenden sehr dankbar. Sollte diese erste „Nagelprobe“ erfolgreich verlaufen und alle technischen Hürden genommen werden, kann man sich seitens der Vereinsführung vorstellen, die Abholstationen auf den Bereich Hühnerberg, Michelauer Straße und Dorfbrunnen auszuweiten. Jedem Fahrgast, der am Modellversuch heute Abend teilnimmt und es auf die Göritze schafft, gibt der Verein ein Freigetränk als Dank aus. Dadurch, dass der autonome Elektrobus im Halbstundentakt bis 24.00 Uhr zwischen „Bushäusla“ und Schützenhaus pendelt, ist gewährleistet, dass die Gäste auch wieder unversehrt ins Dorf zurück gebracht werden. Die Schützen würden sich über viele Gäste, heute Abend und bei den angekündigten Veranstaltungen sehr freuen. sam

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