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Landwirtschaft im Wandel der Zeit – Landwirte in Schwürbitz

Landwirtschaft im Wandel der Zeit

In Schwürbitz gab es in früheren Jahren, allerdings „Zeitversetzt“, ca. 40 Landwirtschaftsfamilien (darunter ca. 16 Landwirte vorwiegend im Hauptberuf und der Rest im Nebenberuf – auch in privaten Haushalten)

Erinnerungen an Landwirte Schwürbitz in den 70iger Jahren (Stand 03. Dezember 1971) – ohne Gewähr

Schwürbitz

Die Anzahl der Vollerwerbslandwirte sank in den letzten Jahrzehnten deutlich, so auch in Oberfranken am Beispiel der Ortschaft Schwürbitz im Landkreis Lichtenfels.

In früheren Zeiten waren die meisten Landwirte im Hauptberuf tätig. In der heutigen Zeit hingegen gibt es noch einige wenige und diese betreiben dann meist die Landwirtschaft im Nebenberuf.

Die meisten früheren Landwirtsfamilien verdienen heutzutage ihr Lohn und Brot in den heimischen Betrieben/Unternehmen in der Region (viele sind bereits im Rentenalter).

Die Ortschaft Schwürbitz, die in früheren Jahren neben der Landwirtschaft auch von der Flößerei und der Korbmacherei geprägt war, hatte 1970 ca. 1.700 Einwohner (Im Jahr 1972 Höchststand 1710 Einwohner laut Einwohnerstatistik der Gemeindeverwaltung Schwürbitz), darunter etwa noch 16 aktive landwirtschaftliche Betriebe mit jeweiligem Viehbestand.

Waren so bis Anfang der 70iger Jahre noch 16 Landwirte am Ort, so sind jetzt nur noch ganz wenige Landwirte tätig (meist dann im Nebenerwerb).

Es gibt in der Region nur noch sehr wenige Großlandwirte, die meisten Großbauern sind zudem häufig noch als Lohnunternehmer gewerblich gemeldet, d. h. sie verrichten bei den kleinen Landwirten bzw. Hobbylandwirten oftmals Lohnarbeiten (Lohndrusch usw.).

Bis in die 50/60iger Jahre bestand nach Meinung von früheren Landwirten auch für die Schwürbitzer Landwirte zwecks Vermehrung der Kühe die Möglichkeit, die Kühe durch die Ortschaft zu führen bzw. zum Zuchtbullen im landwirtschaftlichen Hof der Familie Karl Fischer (später Gerhard Fischer), Leonhardsberg, zu begeben (dort gab es zwei Zuchtbullen). Später geschah dies über die Funktion bzw. Möglichkeit der künstlichen Besamung.

Denn früher sorgte man mit einem sogenannten Deckbullen dafür, dass die Kuh trächtig wurde. Zu dieser Zeit war es nämlich meist üblich, dass die Bäuerinnen und Bauern die Kühe zu einem sogenannten Zuchtstierbullen (Gemeindestier) führten, der sie deckte.

So die gemeindlichen Aufzeichnungen.

In den 50/60/70iger Jahren wurden auch Privatleute mit Ziegen- und Schafhaltung (auch Geflügel usw.) erfasst. Unter ihnen befanden sich noch besonders viele Ziegenhalter. Soweit der Wissensstand über die alte Schwürbitzer Landwirtschaft, dies alles ohne Gewähr. Sicherlich gibt es noch weitere Geschichten und Erinnerungen aus dieser Zeit.

Viele landwirtschaftliche Flächen aus dieser Zeit gibt es heute nicht mehr. Es entstanden darauf Baugebiete, wie „Am Hühnerberg“, „Am Hummelgarten“, Am Redwitzer Gut“, „Am Räslein“, „Bachäcker“ usw.

In der Neuzeit wird die Landwirtschaft von größeren und moderneren Maschinen geprägt.

Bekannt sind rund 40 Landwirtschaftsfamilien (vorwiegend im Hauptberuf, Nebenerwerb bzw. sogar im privaten Haushalt) aus dem Zeitraum 40-70iger Jahre) ohne Gewähr, als Namensaufzählung in einer extra Box, wie folgt erfasst:

Haselmann Hans, Schwürbitz, Marktzeulner Straße,

Beier Karl, Schwürbitz, Marktzeulner Straße,

Vogel Fritz, Schwürbitz, Marktzeulner Straße,

Fleischmann Andreas (Gastwirtschaft „Bremser“), Schwürbitz, Marktzeulner Straße,

Gick Andreas, Schwürbitz, Marktzeulner Straße,

Würstlein Johann (Stettner Georg), Schwürbitz, Trieber Weg,

Vogel Georg, Metzgerei, Schwürbitz, Fugmannsberg,

Fischer Gerhard, Schwürbitz, Leonharsdsberg,

Herold Werner, Schwürbitz, Lettenreuther Straße,

Fischer Heinrich, Schwürbitz, Friedhofstraße,

Fleischmann Hans, Schwürbitz, Coburger Straße,

Söllner Andreas, Schwürbitz, Coburger Straße,

Pfeufer Fritz, Schwürbitz, Michelauer Straße,

Rauch Heinrich, Schwürbitz, Michelauer Straße,

Thierauf Karl sen., Schwürbitz, Michelauer Straße,

Schuberth Fredi (vormals Baptist), Schwürbitz, Michelauer Straße,

Rauch Hans, Gärtnerei, Schwürbitz, Michelauer Straße,

Güthlein Georg, Schwürbitz, Brunnenstraße,

Bauer Johann (Reinhold), Schwürbitz, Höringgasse,

Kremer Georg, Schwürbitz, Zur Hege,

Bauer Max (Will Eva), Schwürbitz, Kirchstraße,

Bauer Konrad (Fam. Wagner), Schwürbitz, Rathausstraße,

Schnapp Martin, Schwürbitz, Rathausstraße,

Lorenz Sophie, Schwürbitz, Reuthenweg,

Braun Roland, Schwürbitz, Reuthenweg,

Münch Fritz, Schwürbitz, Schulstraße,

Stettner Barbara (Schuberth`s Anna), Schwürbitz, Schulstraße,

Lindner Arthur, Schwürbitz, Rathausstraße,

Hotschek Wilhelm, Schwürbitz, Kirchstraße,

Stolz Karl, Schwürbitz, Kirchstraße,

Mahr Heinrich, Schmied, Schwürbitz, Rathausstraße,

Pültz Fritz (Gastwirtschaft „Fugmann“), Schwürbitz, Fugmannsberg,

Völker Hans, Schwürbitz, Friedhofstraße,

Fleischmann Rudolf, Schwürbitz, Friedhofstraße,

Götz Martin (Georg), Kiesbaggerei, Schwürbitz, Michelauer Straße,

Weber Fritz (dessen Vater vorher), Schwürbitz, Kirchstraße,

Familie Dümmlein (Spitzenberger), Schwürbitz, Kirchstraße.

Höllein Albert („Monla“), Schwürbitz, Michelauer Straße/Höringgasse,

Fischer Erhard, Schwürbitz, Leonhardsberg,

Stengel Karl (vormals Fam. Sünkel, Bäckerei Stengel), Schwürbitz, Marktzeulner Straße.

Soweit eine Namensaufzählung aus dem Zeitraum 1940-1970, wo beispielsweise am Tag der Viehzählung (Immer am 3. Dezember, so auch 1971) Statistiken in der Gemeindeverwaltung Schwürbitz für das Landesamt für Statistik über das Landratsamt erstellt wurden.

Daran erinnerte sich der Verfasser Horst Habermann (Ehemaliger Verwaltungsangestellter der Gemeinde Schwürbitz, später Gemeinde Michelau i. OFr. – er hatte damals bereits ein Auge aufs Archiv geworfen).

Text Horst Habermann,

Foto (Repro) Landwirtschaft 30iger Jahre Schwürbitz hh

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