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Gut besuchte Bürgerversammlung in der Turnhalle – Bürgermeister Jochen Weber leider erkrankt.

In Stellvertretung des leider erkrankten Bürgermeisters Jochen Weber, hielt Zweiter Bürgermeister Hans-Georg Borchert die Schwürbitzer Bürgerversammlung ab. Neben den Pflichtzahlen wie Haushaltsumfang, der ein Volumen von 24 Millionen Euro hat und Gewerbesteuereinnahmen, die aktuell eine Million über den erwarteten 2,5 Millionen lägen und der Einkommensteuerbeteiligung von drei Millionen und 1,5 Millionen sogenannte Schlüsselzuweisungen, verwies der Bürgermeister auch auf ein Investitionsvolumen von insgesamt 12 Millionen im Jahr 2020 und 10 Mio für 2021.

Zu berücksichtigen sei auch die Kreisumlage mit fast 3 Millionen. Es gebe aber auch eine Rücklage, so dass die Gemeinde faktisch schuldenfrei sei. Dies könne sich aber in Zukunft ändern.

Hans-Georg Borchert zählte die „größten Baustellen“ auf: Die Hochwasserfreilegungen mit den dazu gehörenden Pumpen in Schwürbitz und Michelau, die Horte in Schwürbitz – fertig mit einer Investitions-Summe von 2,1 Millionen – und in Michelau noch nicht ganz abgeschlossen. Zahlreiche Straßenbau- bzw. Erhaltungsmaßnahmen und Wasserleitungssanierung. Die „öffentlichen Einrichtungen“ wie Hallenbad, Dreifachturnhalle, Korbmuseum, Schulen und Kindergärten kosteten der Gemeinde alljährlich eine Summe. Aber gerade dies sind Einrichtungen, die es lebenswert in einer Gemeinde machen.

Auf Nachfrage, was denn da gebaut werde, antwortete der geschäftsführende Beamte Norbert Eiser. „Nein, dass ist kein „Bühnendurchbruch“. Die Steinverblendung habe nachgegeben und ist ausgebessert worden. Zweiter Bürgermeister Hans-Georg Borchert führte durch die Bürgerversammlung.

Der Versammlungsleiter verwieß auf die sinkende Gesamtbevölkerungszahl. Schwürbitz habe noch einmal abgebaut von 1459 Einwohnern in 2015 auf nunmehr nur noch 1396. Im gesamten Gemeindegebiet sei die Zahl im genannten Zeitraum von 6381 auf 6279 gefallen. Aus den einzelnen Zahlen konnte man ersehen, dass fast doppelt so viele Einwohner sterben, als neu geboren werden.

Es gibt neue Aufkleber mit dem Umriss der Gemeinde Michelau

Und doch brauche man Bauplätze. In Michelau gäbe es nur noch private Bauplätze. Hier gelte es seit langem Baulücken zu schließen. In Michelau (Baugebiete West IV und von Nord-West II) und auch in Neuensee gäbe es zwar „Möglichkeiten“, allerdings müssten die Eigentümer auch zu Preisen verkaufen wollen, die man sich leisten könne. In Schwürbitz gibt es aktuell keinen Bauplatz. Einzig die Erschließung in Lettenreuth sorge für Bauplätze und da dürfe man im nächsten Frühjahr auch mit Abschnitt II weiter machen, denn es lägen 41 Bauänträge vor.

Weiter ging es mit den „günstigsten Wasser- und Abwasserpreisen“ im Landkreis. Borchert führte aus, das mit einem Wasserpreis von 1,41 € Michelau sehr günstig sei – Grundgebühr 18,– Euro. Auch beim Abwasser wäre man vergleichweise günstig. Die Klärwerkssanierung schreitet voran und wird im Frühjahr abgeschlossen. Dann werde auch die Endabrechung erwartet, nachdem die ersten drei Raten ja bereits erfolgten.

Im gesamten Gemeindegebiet seien viele Bauprojekte voran gebracht worden. In Schwürbitz wären dies natürlich als erstes der Hort, die Mainpromenade und die Aussenanlage an der Turnhalle. Für nächstes Jahr stehe die Turnhallensanierung und die Mainbrücke auf dem Plan.

Weiters führte der Bürgermeister aus, dass die Glasfaserverlegung „in die Häuser“ von der „Deutschen Glasfaserkabel“ übernommen werde. Die Telekom habe kein überzeugendes Konzept vorgelegt. Es bedürfe einer Quote von 33 % der Einwohner, damit die Unternehmensgruppe mit der Verlegung beginne. Nähere Informationen werden in Versammlungen oder vor Ort von der ausführenden Gruppe selbst gegeben. Auch die Gemeinde werde sich noch genauer informieren.

Hans-Georg Borchert informierte auch darüber, dass sich in Schwürbitz 12 Personen gefunden haben, die Schulweghelfer machten. Er dankte ausdrücklich den Damen und Herren, da es keineswegs selbstverständlich ist, sich bei Wind und Wetter früh morgens und mittags an die Straße zu stellen und beim Schul- und Hortweg zu helfen.

Ansprechend gestaltet, der Bereich vor der Turnhalle, inklusive Wendelin Zopf-Gedächtnis-Linde! Wo ist eigentlich die Tafel hingekommen?

Eine Bilderschau mit vielen engagierten Personen und einigen Bauprojekten rundete die Ausführungen ab. In der Fragerunde freute sich Reinhard Zimmermann über den Dank an die Helfer. Er sprach auch einen Dank und Kompliment an die Gärtner der Gemeinde aus, da der Außenbereich an der Turnhalle sehr gelungen sei. Auch die Einzäunung der Sportstätte sei nach Jahren endlich erfolgt. Stefan Fleischmann dankte ebenfalls der Gemeinde für die Errichtung des Hortes. „Ein modernes Gebäude, welches nicht überall zu finden sei“, so der Kirchenpfleger. Daniel Richter erkundigte sich, ob das Baugebiet „Am Räslein“ erweitert werden solle, was zum jetzigen Zeitpunkt nicht geplant sei. Stefan Motschenbacher wollte wissen, wie weit die Planungen zur zentralen Entkalkungsanlage gediehen seien. In der letzten Gemeinderatssitzung wurde darüber gesprochen, dass eine zusätzliche Menge Wasser gefördert werden müsse, weil Rückspülungen nötig werden. Dieses zusätzliche Wasser könne nicht eingespeist werden. Das Projekt werde einem Planungsbüro übergeben. Weitere Informationen folgen. „Die Hauptsache ist, es wird endlich angeschoben.“ Der Anschluß des Industriegebietes Michelau an die 173 und die weitere Verwendung von Telekom-Hardware, bei einem Anschluß von der „Deutschen Glasfaser“ in die Häuser war noch Thema, bevor sich die gut besuchte Versammlung gegen 21.30 Uhr auflöste. Natürlich mit Abstand und Masken. Insgesamt, muss man sagen, dass Schwürbitz gut versorgt wird, es müsse aber auch immer wieder interessierte Bürger geben, die „hin schauen“ und sich informieren (lassen). Dem Bürgermeister Jochen Weber gelten die besten Genesungswünsche! sam

Schaud amol, dou fehln a boo Schdaala!

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