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Jahreshauptversammlung bei den Schützen „auf der Göritze“

Zu einer der entspanntesten Jahreshauptversammlungen jemals lud vor kurzem der erste Schützenmeister der Zimmerstutzen-Schützen-Gesellschaft 1874 e.V., Michael Tischler ein. Erstmals fand durch die Pandemie-Umstände diese Versammlung im Herbst statt und gerade durch diese Umstände kam es auch dazu, dass der Schützenmeister die Berichte von Schriftführer und Schießleitung in Personalunion übernahm. Ein ehrendes Gedenken galt allen, je verstorbenen Vereinsmitgliedern, bevor der Vorsitzende seinen Rückblick auf eineinhalb Schützenjahre vorbrachte. Stimmungsvolle Faschingsveranstaltungen 2019 waren das Letzte, was die Schützen, zusammen mit der Theatergruppe, krachend feiern konnten. Danach musste über lange Strecken der gerade mit der neuen Schließanlage angeschaffte Schützenhausschlüssel den Zugang zu Wirtschaftsraum und Schießstand versperren. Einzig im Sommer des letzten Jahres konnte ein Freiluftbetrieb auf Sparflamme stattfinden. Die Schützenfeste der letzten beiden Jahre reduzierten sich auf eine interne Feier im Schützenbiergarten, bevor im Herbst und Winter der beiden Krisenjahre wieder „dicht“ gemacht werden musste. Doch, so der Schützenmeister wörtlich:

„Schützen werfen die Flinte nicht gleich ins Korn“

Erster Schützenmeister Michael Tischler

Kleinere Arbeitseinsätze waren möglich, so pflanzte man, den Stillstand ausnutzend im Biergarten neue Biergartenbäume, da ein Teil der bestehenden Birken altersschwach wurden und aus Vorsorge gefällt werden mussten. Der sportliche Wettkampf der bestehenden vier Mannschaften kam ganz zum Erliegen und kann voraussichtlich in den nächsten Wochen wieder, unter Auflagen, aufgenommen werden. Die Ausführungen des Vorstandes wurden, teils recht stimmungsvoll, ergänzt von Mitgliedern, die an den jeweiligen Aktionen hautnah beteiligt waren. Ein Rasentraktor wurde angeschafft und die Versicherungen rund ums Schützenhaus auf den aller neuesten Stand gebracht, was dringend notwendig war. Leider reichte es für die Schützen nicht, staatliche Corona-Förderungen zu bekommen. Michael Tischler bedankte sich aber herzlich bei der Gemeinde Michelau für einen unbürokratischen Zuschuss. Nach jetzigem Stand plane die Vorstandschaft eine Weihnachtsfeier am 18. Dezember dieses Jahres durchzuführen und am 06. Januar 2022 wieder ein zünftiges Jedermannkönigsschießen anzubieten. Die bestehenden Corona-Regeln für das Schützenhaus werden dabei streng befolgt und wenn jemand die Voraussetzungen genesen und geimpft nicht vorweisen könne, müsse auf kostenpflichtige Tests bestanden werden, so der Schützenmeister. Er rief dazu auf, den Verantwortlichen des Vereins so wenig Umstände wie möglich zu machen und sich impfen zu lassen, wenn dies gesundheitlich irgendwie möglich ist. Im Hinblick auf die künftigen Schützenfeste brachte der Vorsitzende vor, dass wohl aus personellen und zeitlichen Gründen zum viertägigen Schützenfest, wie es bisher gefeiert wurde, nicht mehr zurück gekehrt werden könne. Hierzu wird man sich im Vereinsausschuss Gedanken machen und ein Konzept ausarbeiten. Zu berücksichtigen sei auch, dass der Verein im Jahre 2024 sein 150-jähriges Bestehen feiern wird. Hierzu ergänzte Stefan Motschenbacher, dass es in diesem Jubiläumsjahr nach 1974, 1984 und 2004 wieder ein gemeinsames „Vereinsmitgliedergesamtbild“ geben werde.

Nach dem Schützenmeister brachte Kassier Reinhold Reuß seinen Kassenbericht vor. Die großen Investitionen rund ums Schützenhaus vom Dachgiebel bis in den Heizungskeller könne man nur stemmen, wenn auch etwas in die Kasse kommen würde. Dazu brachte er detailierte Zahlenwerke vor und erklärte, dass man durchaus passabel durch die Krise gekommen wäre. Die Neujustierung der Versicherungen schlägt direkt auf die Kosten durch. In diesem Zusammenhang dankte der Kassier allen „Wirten“, die den Wirtschaftsbetrieb, auch mit dem Corona-Mehraufwand, trotzdem noch stemmen. Auch Veranstaltungen, gerne auch von Nichtmitgliedern, könnten helfen, wieder Geld in die Kasse zu bringen. Jugendleiter Markus Münch brachte mit Unterstützung von Michael Tischler den Jugendbericht vor. Im nächsten Jahr, solle das beliebte Ostereierschießen in Verbindung mit einem Tag der offenen Schützenhaustür für Jugendliche, wieder angeboten werden. Die Jugendlichen wachsen in diesen Zeiten aus der Jugend heraus, ohne eine Chance für den Verein, neue Schützentalente werben zu können. Hierbei wieß der Schützenmeister darauf hin, dass der Schützenverein Schwürbitz das Maximale für interessierte Jungschützen leiste, in dem er Kosten für Ausrüstung und Kleidung mit der Hälfte bezuschusst. „Einzigartig“, wie der Vorsitzende befand. Stefan Fleischmann dankte der Schützengesellschaft im Namen der Theatergruppe und der Radler Schwürbitz. Die wieder aufgenommene Probenarbeit durch die Theatergruppe findet nicht „auf der Höhe“ statt, was aber keine Abkehr der Theatergruppe bedeute, sondern der Pandemie und der „schmaleren Planung“ durch den Theaterverein geschuldet seien. Jessica Kluge führte aus, dass sie sich um die bestehenden beiden Homepages der Schützengesellschaft kümmere und diese auf Sicht wieder online gehen werden. Hierbei hilft auch die Zusammenarbeit mit der neuen Dorfhomepage schwuerbitz.de. Gemeinderat und Mitglied der ersten Mannschaft Michael Stettner kündigte an, dass in Zukunft die Schießergebnisse im Wirtschaftsraum mittels eines großen Bildschirms übertragen werden. Dies sei Teilergebniss einer Recherche, wie im Schützenhaus Energie eingespart werden könne. Im Kühlhaus könne eingespart werden, wenn die über 40 Jahre alte Tür erneuert werden würde. Für eine Solaranlage gebe es leider aufgrund der Lage des Schützenhauses keine Möglichkeit. Zum Abschluss der sehr harmonischen Versammlung kündigte Schützenmeister Michael Tischler noch an, dass im Oktober ein Arbeitseinsatz geplant sei. Ferner wird „auf Sicht“ der untere Parkplatz hergerichtet und mit Sandsteinen gefasst. Schließlich solle zum Jubiläum alles gut aussehen, auf der Göritze. Die Generalversammlung mit Neuwahlen wird am 14. Januar 2022 statt finden. Hier sind auch Ehrungen vorgesehen, so der Schützenvorstand. Nach dem Ende der Versammlung planten die anwesenden Mitglieder gleich noch ein paar Stündchen weiter. sam

Der Biergarten auf dem Göritzenplateau wurde um Kastanien- und Nussbäume ergänzt und wartet auf neue Veranstaltungen

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