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Erste Freiluft-Jahreshauptversammlung in der 64-jährigen Vereinsgeschichte!

Am Montagabend fand anstelle einer Orchesterprobe die Jahreshauptversammlung der Blaskapelle Schwürbitz statt. Erstmals im Spätsommer und erstmals in der 64-jährigen Vereinsgeschichte im Freien. Die Versammlung war sehr gut besucht und die 33 aktiven Musiker erschienen in Uniform.

Open Air – allerdings ohne Konzert!

Nach einem ehrenden Gedenken an vier verstorbene Mitglieder sowie Freund und Gönner Karl Heinz Scholz berichtete der Vorsitzende Oswald Kremer vom stimmungsvollen Weihnachtskonzert 2019 und der intensiven Vorbereitung auf das Osterkonzert 2020. Aus dem vollen Terminkalender im vergangenen Jahr wurde ein leeres Notizbuch und es fand seit dem ersten Lockdown bis jetzt nicht ein öffentlicher Auftritt statt. Sogar der kürzlich noch heiß ersehnte Open-Air-Auftritt auf der Bad Staffelsteiner Seebühne wurde kurzfristig abgesagt. Ende des letzten Jahres kam vom Nordbayerischen Musikbund die Idee auf, wenigstens die Nachbarschaft zu erfreuen und „Musik am Fenster“ zu machen. In der lichterstrahlenden Weihnachtszeit stimmungsvoll, jedoch können solche gut gemeinten Aktionen lange kein aktives Blaskapellenleben ersetzen. Auch Geburtstage und Jubiläen konnten nicht „begleitet“ werden. Besonders die Absage der Ständerla anlässlich des 80. Geburtstags von Gönner Alois Dechant und die Goldene Hochzeit der beiden Förderer Ute und Karl Nemmert sowie der runde Geburtstag von Ehrengeschäftsführer Alois Thiem schmertzten. Anstelle der stimmungsvollen Weihnachtsfeier spendierte die Vorstandschaft allen aktiven Mitgliedern, von denen dankenswerter Weise fast alle der Blaskapelle treu blieben, einen kulinarischen Weihnachtsgruß. „Alle haben sich über diese unerwartete Geste sehr gefreut.“, war sich der Vorsitzende Oswald Kremer sicher. Im Frühjahr begeisterte Dirigent Michael Stettner viele der Aktiven mit der Idee eines „virtuellen Osterkonzertes“. Mit dieser Aktion war zumindest im heimischen Wohnzimmer wieder für Probenarbeit gesorgt und mit Unterstützung des Filmteams um Lisa Motschenbacher ein gelungenes Werk geschaffen, welches dann am Ostersonntag zur besten Konzertzeit in vielen Häusern für festliche und anrührende Stimmung sorgte.

In seiner Aussicht auf das nächste Jahr, konnte Oswald Kremer noch keine Hoffnung verbreiten auf Rückkehr zur Normalität. Durch viele Vorschriften hätten die Veranstalter kaum Lust und Muße eine Blaskapelle zu bestellen und ein traditionelles Fest zu organisieren. „Es ist schade, dass unsere Spitzenpolitiker beim Profisport so schnell so viel wieder ermöglichten, doch bei kulturellen Veranstaltungen auf der Bremse stehen.“ „Naja, hinter uns steckt ja auch keine milliardenschwere Lobby“, so der Vorstand. Oswald Kremer bedankte sich aber auch bei der Staatsregierung für die finanzielle Zuwendung, durch die es möglich war, ein dringend benötigtes, neues Schlagzeug und neue Noten anzuschaffen. Er dankte den Partnern und Eltern der aktiven Musiker für ihr Verständnis, wenn auch nur wenig Termine anstanden, konnte in den vergangenen Monaten zumindest wieder einigermaßen geprobt werden. Dank galt auch der katholischen Kirche für den Probenraum und der Familie Fleischmann für die Lagermöglichkeit.

Julia Stettner blickte zurück auf die letzte „normale“ Generalversammlung und verlas das damals erstellte Protokoll. Der Bericht des Dirigenten Michael Stettner fiel kurz aus. Bis auf ein Ständchen, dem virtuellen Weihnachtsgruß und dem immerhin 40-minütigem Osterkonzert auf „youtube“ gab es keine Auftritte. Seit Juni 2021 waren wieder Proben möglich, meist im Freien und man hätte gerne auf der „Schwörbetze Kerwa“ gespielt. Alles Hoffen brachte nichts. Musiker-Zu- und Abgänge hielten sich zum Glück die Waage, so dass man den Stand von 33 Aktiven halten konnte. Er begrüßte offiziell Peter König, Hannah Hofmann, Leon Mitlacher und Emma Kirchler als aktive Mitglieder in der Kapelle. Das Leistungsabzeichen in silber legte Jungmusiker Louis König ab. Des Dirigenten Dank ging an seine Kollegen in der Vorstandschaft, den Aktiven und den Mitgliedern für ihre Treue.

Sebastian Stettner berichtete als Jugendleiter von den vielen Plänen, die die Jugend ausarbeiteten und Veranstaltungen, welche sich die jungen Musiker wünschten. Leider konnte nichts umgesetzt werden, durch diese schlimme Situation. Geschäftsführer Markus Heid berichtete „natürlich“ von weggebrochenen Einnahmen. „Zum Glück haben wir keine Liegenschaften, die zu unterhalten wären.“, so der Geschäftsführer. Der Kassenbestand konnte durch Mitgliedsbeiträge und Spenden knapp gehalten werden.

Der Kreisvorsitzende des Nordbayerischen Musikbundes Horst Sünkel zeichnete mit Vorsitzendem Oswald Kremer mit Nadel und Urkunde folgende Musikanten aus: 10 Jahre – Ina Hennemann und Lisa Hammel, 20 Jahre – Julia Stettner (10 Jahre Vorstandschaft), 30 Jahre – Silke Schulz, 40 Jahre Thomas Ament und Wolfgang Knippert. 25 Jahre in der Vorstandschaft ist Markus Heid.

Bildtext: Langjährig aktive Musiker wurden ausgezeichnet: v.l. Vorsitzender Oswald Kremer, Wolfgang Knippert, Thomas Ament, Julia Stettner, Silke Schulz, Markus Heid, Kreisvorsitzender Horst Sünkel.

Neue aktive Mitglieder begrüßte Vorstand Oswald Kremer (l.), Peter König, Leon Mitlacher, Louis König (D2), Hannah Hofmann, Emma Kirchler und Dirigent Michael Stettner.: Die erste Freiluft-Jahreshauptversammlung in 64 Jahren Vereinsgeschichte

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