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Was haben Manfred König aus Schwürbitz, Thomas Selinger aus Salzburg und Peter Alexander aus Wien gemeinsam?

Der Moment als Manfred König in seiner damaligen Funktion als Vorstand und „Leopold“, den echten Oberkellner Thomas Selinger mit seiner Gattin Martina stilvoll in der Kulisse des „Rössl“ vorstellte.

Alle Drei waren Oberkellner im „Weißen Rössl“ am Wolfgangssee. Während es Peter Alexander und Manfred König „nur“ zum Show-Oberkellner auf der Bühne brachten, hat Thomas Selinger tatsächlich in dieser Funktion im berühmten „Weißen Rössl“ am Wolfgangssee gearbeitet. Und das Manfred König ein Fan von Hotel und Singspiel ist, weiß man spätestens seit die Theatergruppe Schwürbitz 2015 mit ihm als Vorstand und Oberkellner Leopold, auf der Seebühne von Bad Staffelstein, das erste große Theaterevent überhaupt, in den Kurpark „zauberte“. Hier war es auch, wo Spieler, Verantwortliche und Helfer Bekanntschaft mit dem „echten Leopold“ machen durften.

Zweimal durfte Manfred König nun schon Waltraud Haas (94 Jahre) treffen und mit ihr telefonieren. Er hat natürlich auch eine Autogrammkarte mit persönlicher Widmung

Durch die im Hotel entstandene Freundschaft zwischen Manfred und Thomas, die beide übrigens auch Waldraut Haas kennen, die echte Wirtin im Musical (1960), die mit Peter Alexander gespielt, gesungen und gebusselt hat. kam der seit 2014 selbstständige Künstler an den Obermain. Er brachte seine Werke für eine begleitende Ausstellung im Kurpark und Muse, Gattin Martina gleich mit. Doch damit nicht genug, die Werbefigur, das „Comic-Roß“ aus seiner Feder, war Markenzeichen des 2015 aufgeführten Theaterstücks im Kurpark.

Professionelle Werbung machte die Theatergruppe für das Singspiel im Bad Staffelsteiner Kurpark

In diesen Tagen nun, gab es ein Wiedersehen in Salzburg zwischen den beiden Freunden,

wo Thomas Selinger ein neues, großes Atelier bezogen hat und Manfred König ihn besuchte. Stefan Motschenbacher stellte dem Künstler einige Fragen:

Zunächst einmal, Thomas, ein herzlicher Gruß aus Schwürbitz, der Perle am Obermain. Wir hoffen, Du und Deine Frau seid gut durch diese Pandemie-Zeiten gekommen und es geht Euch gut!

Thomas, Du hast eine neue Galerie bezogen. Hast Du expandiert?

Das kann man wohl sagen, ich war auf der Suche nach etwas größerem, mein damaliges Arbeitsatelier mit 30m² ließ wenig Freiraum aber das Schicksal meinte es gut mit mir, meine Muse hat ein Objekt ausfindig gemacht dass so groß ist das Atelier, Büro, Lager und vor allem meine eigene Galerie Platz gefunden haben, herrlich.

Thomas Selinger´s Bilder haben oft auch mit Wein zu tun. Kein Wunder als ausgebildeter Weinsomilier und ehemaliger Oberkellner. Diese Darstellung zeigt den Künster mit einem seiner Weingeister.

Das „Weiße östereichische Rößl“ am Obermain ist schon wieder sagenhafte 6 Jahre her. Welche Erinnerungen hast Du noch im Sinn, wenn Du an Deinen Besuch in Bad Staffelstein zurück denkst?

Da kommen wunderbare Gedanken und Momente hoch. Ein Kunstprojekt in Perfektion mit Freunden und Menschen die wir kennenlernen durften. Das Herzblut und der Einsatz der Theatervereins und seiner Mitglieder strahlte bis Salzburg, sodass ich meine Motivation etwas einmaliges zu erschaffen verspürte und auch umsetzen konnte.

Manfred König und seine „Rössl-Chefin“ Andrea Appel auf der Seebühne in Bad Staffelstein

Wir waren damals sehr stolz, ein „Wappentier“ als Werbefigur von Dir bekommen zu haben. Wenn wir wieder – Achtung Überfall – spielen können, wie wir wollen… Dürfen wir Dich dann ansprechen, wenn wir mal wieder so ein Kunstwerk brauchen? (Bild 6)

Ihr dürft nicht ihr müsst! Es ist mir eine Ehre für euch kreativ zu sein und in Gemeinschaft etwas zu erreichen und zu teilen. Das ist doch das Schönste, was es gibt.

Das „Roß“ ist auch auf einem Teil Deiner Werke zu finden. Stichwort Cavallismus. Gab es „die Figur“ schon vor 2015? Hotel Rössl schreibt 2021 von ihrem „Haus- und Hofkünstler und Exklusivität“. Many hat sowohl einen guten Draht zu Dir als auch zum Hotel. Da nehmen wir als „Dritte im Bund“ gerne teil. Danke dafür, nochmals!

Die erste Rösslzeichnung in dieser Form entstand bereits als Skizze im Jahr 2002 und ist auch auf dem Original legendären Rösslbild aus dem Jahre 2008 im Romantikhotel zu sehen. Ich entwickle meine Figuren und Zyklen sukzessive weiter und adaptiere hie und da für Projekte oder Ideen meine eigenen Schöpfungen, als Schöpfer darf man das ja.

Die Werbefigur des Kurparktheaters schaffte es auch auf die Jedermannscheibe 2015, die der damalige erste Bürgermeister Helmut Fischer gewann.

Hast Du einen Traum, was Deine Kunst, also Du, je einmal „leisten“ könnte? Zum Beispiel das Motiv des Oktoberfestkruges 20..

Den Krug hatte ich bis jetzt noch nicht auf dem Bildschirm aber es wäre eine Idee die man verfolgen kann, war ich doch bereits auf 30.000 Tassen am berühmten St. Wolfganger Christkindlmarkt mit einem Krippenmotiv in meinem Stil im Jahr 2015 vertreten. Ein Wunsch von mir ist es aber von den Weinen des Chateau Mouton Rotschild im Bordeaux zu strahlen, eine große Herausforderung aber mein Spruch lautet, immer weiter, niemals Zweiter, also arbeite ich dran.

Deine aktuelle Ausstellung heißt „Situationen“. Haben die Werke oder die Inspiration dazu etwas mit der Corona-Situation zu tun oder blendest Du solch „Aktuelles“ bei Deinen Werken komplett aus?

Auch ich lasse mich meist unbewusst von meinem Umfeld beeinflussen und drücke dies durch meine Kunst aus, konserviere sozusagen Zeit in meinen Bildern. Die Situationen Serie entstand aus Beobachtungen heraus.

Augen die nichts sehen wollen, Münder die nichts sagen wollen und Ohren die nichts hören wollen, das vernehme ich beim betrachten meiner Umgebung und darüber hinaus. In meiner Serie „Situationen“ befasse ich mich mit der ignoranten Einstellung des Menschen gegenüber dem Menschen. Das andere Schicksal wird als störende Schwäche wahrgenommen, die Dekonspiration falscher Aussagen und bewusst geschürte Lügen gehört gefördert und aufgezeigt. Zuhören, nicht weghören, zusehen nicht wegsehen und reden nicht schweigen, dass will ich mit meiner Serie ausdrücken. Das Verständnis gegenüber Problemen kann besser wachsen, wenn das Gift der Unwahrheit durch zuhören, zusehen und miteinander reden dem Nährboden der Intrige entzogen wird. Hinterfragen und sich austauschen lässt meinen Werken ein Lächeln wachsen, die Augen glänzen und jederzeit aufmerksam zuhören.

Du bezeichnest Dich selbst als „Humorist“ und „Schelm“. Hat es deshalb zwischen der Theatergruppe Schwürbitz und Dir so gut gepasst? Natürlich hat auch Dein momentaner Gast, Manfred König, den „Schalk im Nacken“ und mit Many kann man ja nur befreundet sein!

Manfred König kann nicht nur „Frack und Lackschuh“. Er ist auch schon mal der tolpatschige Dorfdepp auf der Bühne.

Er war es ja auch, der den Kontakt herstellte und immer noch pflegt. Was ist Deine Meinung dazu?

Many“ kenne ich inzwischen schon viele Jahre und habe ihn als humorvollen, energiegeladenen, warmherzigen und kreativen Freund kennenlernen dürfen. Was wir schon gelacht und ausgeheckt haben, da ist schon vieles auf Manfred anzurechnen. Was der anpackt hat Hand und Fuß und das gewisse Etwas an Aufmerksamkeit und zwischen den Zeilen lesen, ich freue mich immer riesig, wenn wir uns treffen oder etwas aushecken.

„Wenn´s mir gefällt, dann passt´s!“, ein Ausspruch von Dir. Uns gefallen Deine Werke und die Namen dazu auch sehr gut. Allein im Veilchenweg, bei den Motschenbachers, werden wir oft originell und original an Dich erinnert. Ärgerst Du Dich, wenn Du kopiert wirst? Oder ist das für Dich eine Art Ritterschlag?

Ein Kopierer macht ein Duplikat, ein Mensch macht Kunst, auch wenn er etwas nachahmt. Man singt ja auch Lieder am Lagerfeuer nach und erfindet selten eigene. Im Zweifelsfalle besser nachmachen als schlecht neu erfinden, für den Rest bin ich zuständig, als Schöpfer und Vorlagengeber. Aber jetzt ernst gemeint, ich bekomme öfter von Kindern Werke geschenkt die sich an meinen Originalen probieren, da steckt Liebe drin, Ehrgeiz und unter vorgehaltener Hand auch die ein oder andere Idee die ich mir aufhebe, man weiß ja nie, vielleicht muss ich mal nachahmen.

Du freust Dich über den frohen Ausspruch von Kunden: „Das ist ein Original-Seli und der gehört mir. Eigentlich kann den Satz: „Das ist der Original-Seli und der gehört mir!“ nur Eine sagen?!

Das stimmt und da bin ich sehr froh, den mit meinem Schatz Martina ist das alles erst möglich. Ihre Unterstützung und ihr Tatendrang geben mir den Mut und die Unbefangenheit naiv und furchtlos an meine Arbeit ran zugehen und Einmaliges zu erschaffen. Der Seli besteht sozusagen aus zwei Herzen in einer wunderbaren Liebe

Wir „laufen zwar durch“, fehlen aber in der Referenzenliste Deiner Homepage „seli.at“. Dürfen wir da drauf?

Das war, jetzt erinnere ich mich wieder, beim erstellen der Seite das Problem, das ich keine Homepage von euch fand oder eine unsichere Verbindung bestand, daraufhin hat mein System gesagt, nicht verlinkt, ausgeblendet. Bitte um Verzeihung, ich hab das System schon geschimpft, jetzt seit ihr auf der Pole Position und da ich noch immer keine URL von euch habe seit ihr jetzt via facebook verlinkt. Ich hoffe wir sind jetzt wieder gut miteinander 🙂

Schwürbitz entwickelt momentan eine neue Homepage. Gerne „verlinken wir Dich und Deine seli.at, wenn es gewünscht ist? Wir brauchen nämlich auch Referenzen.

Da bin ich sehr gerne dabei und freue mich schon auf ´s„Verbandeln“

Noch einmal zur Kunst zurück. Was ist Deiner Ansicht nach, Dein „größtes Werk“? Vielleicht aufgeteilt in Beständigkeit, monetärer Ertragskraft oder innerer Überzeugung?

Mein größtes Werk ist unabhängig vom schnöden Mammon immer die Kreation, welche beim Betrachten die größten Emotionen auslöst und Wellen schlägt. In Beständigkeit sind es Sachen zum lachen und zum schmunzeln aber gerne auch mit einer tieferen Bedeutung. Ich liebe es wenn man sich Bilder meiner Kunst oder meine Illustrationen auf den social networks zusendet und teilt, dann weiß ich das ich am richtigen Weg bin. Aus innerer Überzeugung ist mein größtes Werk die Energie die ich täglich finde und umwandle in einen typischen Seli, darum beginne ich jeden Tag mit dem Satz: „Die Welt darf Freude spüren“ und das klappt ganz gut so.

Thomas, herzlichen Dank für dieses Interview.

GENIAL VERBUNDEN – SCHWÜRBITZ UND SALZBURG AUF EINEM SELIKONZIS.

Thomas Selinger (Jahrgang 1969) kreiert als freischaffender Künstler der Moderne, seit 16 Jahren die Weinetiketten für das Weiße Rössl. So führte ausgerechnet sein Talent und sein besonderer Stil aus dem Kellnerdasein heraus, hin zum eigenen Atelier in Salzburgs Innenstadt und nun etwas weiter in der Peripherie, allerdings mehrfach so groß. Im Salzburger „Rössl“ ist er aber unvergessen und geht da nach wie vor ein und aus, ähnlich wie Manfred König. Es gibt auch eine Dauerausstellung im Hotel. Durch seine Tätigkeit im Rössl ist er auch ausgebildeter Weinsommelier und Wein- und Sektgläser sind Teil seiner Kunst auf Leinwand. Mittlerweile hat ein Teil der Theatergruppe den Künstler auch schon mit dem Reisebus in Salzburg besucht und natürlich auch am Hotel Halt gemacht. Dazu wiederum gibt es momentan einen Bilderrückblick im Vereinsschaukasten an der Raiffeisenbank Schwürbitz. Thomas Selinger hat aus dieser Verbindung heraus in einem Werk die Kulissen von Schwürbitz und Salzburg (Bild 8) auf kunstvolle Weise verbunden. Er ist froh und stolz auch immer wieder mal Bestellungen aus der Obermain-Region zu bekommen. Das zeigt, dass die Vernisage im Bad Staffelsteiner Kurpark durchaus „haften“ geblieben ist und wer weiß, wird man den Künstler vielleicht einmal wieder treffen können, wenn die Theatergruppe erneut planen, organisieren und vor allem spielen darf. Die Theatergruppe Schwürbitz wird durch die Pandemie auf eine schwere Probe gestellt. Ende 2020 hatte man sogar im kleinen Kreis angefangen, zwei Stücke zu proben, allerdings machten die Vorschriften sogar eine Aufführung im kleinen Rahmen zu nichte. Man ist sich aber sicher, dass es, wann immer möglich, wieder mit „Volldampf“ in die Öffentlichkeit gehen soll. Dazu findet am 14. Juli eine Ausschußsitzung statt, damit es baldmöglichst wieder heißt „Vorhang auf, in Schwörbetz wäd Theater schbilld!“ sam

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